Sonntag, 16. April 2017

1a-Grenadas - auf www.missword.de: Sonntagsstory: Bericht einer Reise

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Sonntagsstory: Bericht einer Reise

Reisen hat auch seine Tücken - auf dem Airport sollte man die Abflugtafel genau studieren  und nicht das Gate verwechseln. Es sei denn, man sucht das ultimative Abenteuer. In diesem Fall einfach ein Flugzeug besteigen und schauen was passiert. In Filmen gibt es den Typ Mensch, der den Taxifahrer anweist: Fahren Sie mich rasch zum Flughafen. Dort schaut er nach dem nächsten startklaren Flugzeug, dessen Propeller schon drehen und in das checkt er ein. Dann isser weg. Nach Madagaskar, Nairobi, Nowosibirsk, Kuala Lumpur oder Leipzig.  Oder er fragt erst gar nicht. - No risk no fun. 



Der Mond - mein unbekanntes Reiseziel - nur Mut, es kann nett werden! 


Bericht einer Reise


Längst ist mir die schwere, durch den Sog ausgefranste Eisschicht auf den Tragflächen aufgefallen. Atemlose Stille, gedimmtes Licht in der Kabine, nur die Leuchtschrift Exit knallt grasgrün. Plötzlich stemmt ein mächtiger Anschub meinen Rumpf in die Polster, meine Beine tanzen Foxtrott in der Luft, und das anschwellende Dröhnen der Triebwerke löchert mein Trommelfell. Hilfe, wo ist das Personal? Mit ihm sind auch die Passagiere verschwunden, einer nach dem anderen durch die Bordtoilette. Rasante Loopings schleudern uns aus der Sichtweite des Radars in die Böschungen der Milchstraße, das Cockpit - verwaist! Das Bordkino - blind und stumm.

Als beim Aufprall eine Luke aufspringt, gleite ich über die Notrutsche in ein dunkelviolettes höckeriges Kraterfeld, über dem Irrlichter und Feuerzungen flackern. Das ist nicht Mallorca!!


Aha, ein Empfangskomitee, ein grauer Greis in einem schleppenden Gewand, Flimmer im Bart. Um ihn herum strahlen tausend kleine silberne Kobolde ein blendendes Licht ab. Tolles Bild! Er spricht mich an, erst in Russisch, dann in einem amerikanischen Kehllaut, das habe er von den Touris gelernt. "Ich langweile mich immer so", sagt er in gedehntem Slang. (Ja gut, was kann ich dafür?) "Ab und zu hole ich mir mit der Fernsteuerung Gäste ins Haus." (Na bravo!)



Er winkt mich mit zwei dürren Fingern an einen Teetisch aus Granit. Aus zierlich klirrendem Geschirr gibt es Eistee und Kristalltorte, nicht übel eigentlich. Während wir so sitzen, referiert der grämliche Alte ausladend über die alberne Angewohnheit der Menschen Gedichte und Schlager zu schreiben, in dem der Mond eine tragende Rolle spielt, und ein Kobold fotografiert uns von allen Seiten mit einer Polaroid. Fotografiert zu werden hasse ich wie die Pest, aber der Alte bittet mich so, für‘s Archiv, wie er sagt. Na ja, will mal nicht so sein. Das grünliche Licht der Atmosphäre macht mich hässlich, fürchte ich. 


Ich warte auf einen günstigen Augenblick, um wieder abzuhauen und frage in eine Sendepause hinein: "Wie komme ich hier wieder weg?" Also - begeistert ist der Alte nicht, aber nach einigem Räuspern und Raunzen aus den behaarten Nasenlöchern gibt er seinen Kobolden Anweisung. Das glaubt mir keiner, denke ich, als ich ins Flugzeug klettere. Irrlichter schieben das Flugzeug an, das schnell in Fahrt kommt und überlassen es dann dem Autopiloten. Als es steil in die Atmosphäre sticht, geht unter mir gerade der Mond auf.



Mikrostory von Sigrid Jo Gruner
Foto: Stocksnap.io, Paul Itkin

Sonntag, 9. April 2017

1a-Grenadas - auf www.missword.de: Sonntagsthema: Billig oder effektiv? Von Scheuklap...

1a-Grenadas - auf www.missword.de: Sonntagsthema: Billig oder effektiv? Von Scheuklap...: Wirksame Texte. Wann ist es ratsam einen Spezialisten zu rufen? Texter, Textmacher, Textwerker und solche, die es gerne wären, gibt es i...

Sonntagsthema: Billig oder effektiv? Von Scheuklappen und anderen Wunderlichkeiten


Wirksame Texte. Warum es ratsam ist einen Spezialisten zu rufen.


Texter, Textmacher, Textwerker und solche, die es gerne wären oder meinen es zu sein, gibt es im Überfluss. Anders ist nicht zu erklären, dass so unklare und verblüffende Vorstellungen von der angemessenen Honorierung eines Textprofis existieren. Zu viele Wort-Amateure und Dilettanten verderben den Markt. Ein Phänomen in vielen Branchen.

Meine Waschmaschine leckt und die Spülmaschine heizt nicht mehr auf. Beides unschön. Was tun? Selbst Hand anlegen? Nöö. Meine handwerkliche Begabung tendiert gegen Null. Selbstmachen wäre teuer, weil umständlicher und das Ergebnis mehr als zweifelhaft. Also - lokale Google-Suche! Eine Frage des gesunden Menschenverstands.

Warum nehmen dann Selbstständige mit eigenem Business sich so oft selbst in die Pflicht, wenn Text-Arbeiten anstehen - Webcontent, Unternehmensflyer, Mailing, PR-Text, E-Book? Weil sie sparsam (oder geizig) sind, Spezialisten nicht über den Weg trauen, meinen, dass sie ihr Business am besten kennen würden oder aus einem gesunden Misstrauen gegenüber allem Fremden? :-) Anyway - das Ergebnis kann auf jeden Fall nur "sub-optimal" sein, wenn es nicht gleich ganz schief läuft.

Warum ist das so, liebe Selbst-Schreiber?


Ihr seht nur die Bäume, nicht den Wald! Vielleicht ist es Euch nicht bewusst: Die Scheuklappen der geistigen und kreativen Inzucht verstellen Euren Blick. Der Nicht-Profi schreibt nur für sich und von seiner Warte aus. Er geht einem gewaltigen Nichtverständnis auf den Leim: Denn Texte, die für den Markt verwendet werden sollen, müssen zwangsläufig markt- und kundenorientiert sein. Das berühmte Beispiel: Der Wurm muss .. wem schmecken?

Das bedeutet für den Verfasser, dass das dringendste Problem der Zielgruppe, die wichtigsten Bedürfnisse und Erwartungen, der reale und emotionale Nutzen - übersetzt in konkreten Lösungen - im Mittelpunkt stehen müssen. Und nicht die - wie großartig auch immer gearteten - Vorzüge des Unternehmens. Und - Schreiben ist mehr als Sätze zusammenfügen!

Keine neue Erkenntnis, aber immer wieder erwähnenswert!


Amateur-Text kommt teuer. Denn irgendwann müssen die schlappen Eigen-Produkte eben doch von einem Fachmann/einer Fachfrau grundlegend und umfassend überarbeitet, neu gedacht und strukturiert werden (Ausnahmen will ich gar nicht ausschließen, wir sprechen hier von der Regel). Schlussendlich muss eine Strategie (zumindest eine Taktik) her, und zielgruppenorientiert-spritzig neu getextet werden, was finanziellen Mehraufwand bedeutet.

Was aber noch mehr zu Buche schlägt ist, dass Texte der Marke Eigenbau nicht wirken. Und der Markt kann grausam sein. Ähnlich wie die Natur. (Ääh - das ist dann ein anderes Thema)

Vor dem Schreiben kommt das Denken.


Natürlich gibt es (unprofessionelle) Textmacher, die einfach drauflos schreiben, weil sie sich nicht genügend Zeit nehmen können oder wollen, um Strategie und Konzept zu entwickeln oder weil sie es selbst nicht besser wissen: Der Etat ist zu knapp, der Stundensatz zu niedrig, der Intellekt zu dürftig, keine Erfahrung vorhanden. Copy & Paste scheint dann die Rettung. Ähnlich deprimierend sind die Ergebnisse. Sie sind für die Katz oder die Maus, wie man will.

Ähnlich desaströs kann es ausgehen, wenn der Klient dem Textwerker und dessen Spürnase nicht traut respektive ihm nicht zutraut, sich seine eigenen Gedanken machen zu können. Ihm (eigenverfasste Textvorlagen oder) im Internet geraubte Inhalte als Copy-&-Paste-Vorlagen präsentiert, die dann ja "nur noch nett umgeschrieben" werden sollen. Das ginge doch auch fix, oder? (Soll heißen: billig, bestenfalls preiswert) Das ist kein Mundraub, liebe Selbst-Schreiber! Das nennt sich Urheberrechtsverletzung.

Gehe ich denn hin und sage dem Klempner, der meine Waschmaschine retten soll: "Guter Mann, ich glaube, es liegt an der 3. Windung links hinten in der Trommel. Hier ist der Einsatz eines Flügelflunsches angebracht." (Keine Ahnung, was ein Flügelflunsch bewirkt) Oder ähnlichen Quark. Nein, tue ich nicht! Schon aus Respekt vor seinem Handwerk. 

Das Gegenteil von "billig" ist nicht zwangsläufig "kostenintensiv"

Natürlich ist es mehr als nachvollziehbar, dass Klienten bei der Erstellung von größeren Textstücken wie Website, Imagebroschüre, E-Book u.a. die Kosten im Blick halten wollen. Ihren Preis wert sind Texte, die wirken und gefallen. Dann ist es fair, mit dem Kreativ-Dienstleister die Relation zwischen Bedarf und Etat abzustimmen. Eine Frage der Verhältnismäßigkeit und Ausgewogenheit. Es gibt immer mehrere Wege, aufeinander zu zugehen und zueinander zu kommen. Reden hilft.

Also, lasst die Textwerkerin einfach ihren Job gut machen, seid dankbar für ihren unabhängig-kritischen Blick, gesprächsbereit und offen in der Strategie- und Konzeptionsphase (denn hier liegt eure Chance, alles was ihr relevant findet, einzubringen), entspannt euch, weil ein Profi euch entlastet - und freut euch auf wirksame Ergebnisse.

Entgangene Markterfolge wegen unzureichender Marktpräsentation können weh tun - daher besser gleich zum Profi, auch wenn es ein paar Euro mehr kostet.



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Bildnachweis: Stocksnap.io
Hund: E7TMJC760- Nico Beard
Wasser: NEJP8ZW18V-2 George Becker



Tags: Text, wirksame Texte, Textmacher, MissWord!, Text-Profi, Amateur Text


Autorin, Journalistin & PR-Beraterin Sigrid Jo Gruner schreibt als MissWord! Webcontent, Magazin, Pressetext, Unternehmenspublikation, als Ghostwriterin Reden, Artikel und Bücher. In Strategieworkshops entwickeln Unternehmen und selbstständige Freiberufler mit MissWord! stimmige Positionierungen und passgenaue Corporate Words. 

Mittwoch, 1. März 2017

Gib dem Aschermittwochskater keine Chance: Anti-Kater-Suppe

1a-Grenadas - auf www.missword.de: Mittwochssuppe: Anti-Kater-Suppe: Heute ist Mittwoch, heute gibt's Suppe! An Aschermittwoch, wenn die tollen Tage ihren Tribut fordern, reagiert der Magen schon mal re...

Mittwochssuppe: Anti-Kater-Suppe

Heute ist Mittwoch, heute gibt's Suppe!

An Aschermittwoch, wenn die tollen Tage ihren Tribut fordern, reagiert der Magen schon mal recht säuerlich auf alles, was man ihm zuführt. Zuviel des Guten und darüber hinaus .. das kann dieses sensible Organ krumm nehmen. Arbeiten die einen mit salzigem Rollmops und saurer Gurke dagegen (viel Elektrolyte), andere mit einer zünftigen Bloody Mary oder Prairie Oyster (gloopch), gehen die Freunde der Naturküche dem sauren Zustand mit basischen Lebensmitteln zu Leibe und bringen so den Säure-Basen-Haushalt rasch wieder ins Lot: Frisches Grünzeug, Wurzelgemüse vor allem, die die gereizten Magennerven entspannen und mit viel Kohlenhydraten, Vitaminen und Mineralstoffen das Gleichgewicht wiederherstellen.



Die heutige Suppe greift tief in diesen klugen Vorrat der Natur und zu Wintergemüsen, wie sie unsere Ur-Großmütter schon in den Suppentopf schnippelten: Kohlrüben, Karotten, Kartoffeln, Kürbiskerne, Kräuter. Als Begleitgetränk leistet herber, mineralstoffreicher Apfelcidre dem Katerkopf gute Dienste! Wer's weniger sprudelig macht, bricht einer Flasche mild-säuerlichen Apfelwein den Hals.


Aschermittwochssuppe Großmutterart


Wir benötigen:

Steckrüben (auch Kohlrüben genannt), 1-2 kleine Zwiebeln, 1-2 Kartoffeln, 2 (möglichst violette) Karotten, 1 Apfel, frischen Thymian, Rosmarin, Lorbeer, Kokosöl,  Gemüsebrühe, Limettensaft und -abrieb, Zimt, Steinsalz, Zitronenpfeffer, Ahornsirup, Apfel-Cidre brut.

Die Mengenangaben können individuell variieren. 


Und so geht's: 

1 Steckrüben zerkleinern, mit Kokosöl, Salz, Pfeffer auf dem Backblech im Ofen anrösten.

2 Kokosöl in einer Kasserolle erhitzen, Zwiebelwürfel, Lorbeer, Rosmarin, Thymian darin anschwitzen, Steckrüben und zerkleinerte Karotten/Kartoffeln zufügen, mit heißer Gemüsebrühe auffüllen. 

3 Nach 10 Minuten die Kräuter entfernen, Apfelspalten und Bio-Limettenabrieb in der Suppe mit dünsten.

4 Suppe pürieren, mit Ahornsirup, Zimt, Pfeffer, Apfelessig oder Limettensaft, Cidre abschmecken. Mit gerösteten Fenchelsamen und Kürbiskernen bestreuen. 


Eine delikate, mediterran anmutende Suppenvariante ist die Kombi aus Steckrüben, Süßkartoffeln und kleinen, milden, roten Zwiebeln. Gekocht und püriert, wird sie mit grünem Pesto, Sahne, geriebenen Walnüssen verfeinert und mit Parmaschinken-Croutons, mildem Rotwein-Balsamico und Thymianzweigen serviert.


Mit einem Glas herben Cidre geben Sie dem Kater keine Chance!



Herber Apfelschaumwein wird hierzulande - außer in den ausgesprochenen Wein- und Obstanbauregionen wie Rheinhessen und Pfalz - zu Unrecht vernachlässigt. Mit seinem niedrigen Alkoholgehalt ist er ein idealer Begleiter eines sommerlichen Mittagessens und Basis für eine erfrischende Apfelschorle für zwischendurch. In Belgien, England, Frankreich, in Kanada, Mexiko, Portugal, Spanien und Südafrika schätzt man seine prickelnden Fruchtaromen und sein überschäumendes Temperament. Normandie-Touristen genießen Cidre zu herzhaften und süßen Quiches.

Englische Einwanderer führten den Cider auch in die Staaten ein. Erstmals erwähnt wird der Apfelsekt um 400 v. Christus, in der Nähe des heutigen Side (Türkei) wurde dieses Getränk aus Birnen und Äpfeln kultiviert. Karl der Große brachte ihn in das heutige Frankreich und legte den Grundstein für traditionelle Grande-mère-Küche wie Perlhuhn oder Kaninchen mit Cidre-Äpfeln.

Super-Apéro: Cidre auf gecrushtem Eis mit einem Schuss Calvados veredelt und mit Crémant aufgefüllt! Frische Minze nicht zu vergessen. Santé!

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Bildnachweis: Stocksnap
Flaschen: Artur Z.
Gemüsestand:Leeroy


Tags: Aschermittwoch, Kater, Cidre, Wurzelgemüse, Steckrüben

Autorin, Journalistin & PR-Beraterin Sigrid Jo Gruner schreibt als MissWord! Webcontent, Magazin, Pressetext, Unternehmenspublikation, als Ghostwriterin Reden, Artikel und Bücher. In Strategieworkshops entwickeln Unternehmen und selbstständige Freiberufler mit MissWord! stimmige Positionierungen und passgenaue Corporate Words. 

Sonntag, 26. Februar 2017

1a-Grenadas - auf www.missword.de: Sonntagsthema: Warum ein Text kein Steak ist

1a-Grenadas - auf www.missword.de: Sonntagsthema: Warum ein Text kein Steak ist: Glückliche Rindviecher geben saftige Texte .. ääh Steaks-) - wie sieht das beim Texten ausß

Sonntagsthema: Warum ein Text kein Steak ist





Ein Text ist kein Steak! Oder etwa doch?

Glückliche Rindviecher geben saftige Texte .. ääh Steaks-) Stocksnap, Anne Sprott


Textqualität muss abhängen!

Gehe ich zum Metzger meines Vertrauens, muss ich meine Sache klar benennen: "Zwei Pfund Entrecote bitte, ach nee, besser zweieinhalb, aber schön abgehangen." Während die Fleischereifachkraft sich daran macht, mit großer Sorgfalt das Gewünschte abzuwiegen, kommt mir der Gedanke: "Ach übrigens, ich hab 12 EUR, das muss reichen." Der Blick der braven Frau könnte töten. Die Sache ist klar: Ich muss meinen Bedarf meinem Budget anpassen, sonst funktioniert der Deal nicht. 

In meiner 23-jährigen Berufspraxis lernte ich das pralle Leben kennen. Kuriose Vorstellungen herrschen von einer Textwerkerin. „Ach, Sie schreiben? – Und davon kann man leben?“ oder „Ich schreibe auch ein bisschen! Gar nicht so schwer“ oder „Das ist Arbeit? Schreiben kann doch jeder - !“  oder „Wir brauchen nicht viel, eine Seite, das geht doch so, oder?“ Der Subtext lautet: Das kann/darf doch nicht viel kosten. 

"100 g Text bitte! Aber dünn geschnitten." 

Ein Text ist kein Consumer Produkt! Ein Steak ist schnell verzehrt, Text und Content bringen mehrfach eingesetzt vielfachen und nachhaltigen Nutzen. Und der Autor erhält nur ein einziges Honorar. Ist das fair? Nöö, nur dann, wenn dieser vielfältige Nutzen von vorne herein in das Honorar mit eingerechnet wird. Aber auch dann ist das Verhältnis nicht immer ausgewogen.

Zeit sich einmal über die häufigsten Missverständnisse zwischen Klient und Autor/Textwerker ein Bild zu machen. Ich beharre da keinesfalls auf Vollständigkeit - es geht mir mehr darum ein gewisses Bewusstsein zu schaffen, denn Ignoranz (Nicht-Wissen) ist ja nicht strafbar, schafft aber dennoch viel böses Blut. Doch dem lässt sich ja abhelfen:

AM ANFANG WAR DAS WORT - NICHT DAS SELFIE!

§   Qualitätstexte werden nicht einfach in die Tastatur getippt, sondern entstehen nach sorgfältiger Abstimmung mit dem Auftraggeber, nach weiterführender Recherche, Einlesen, Stoffsammlung, Strukturierung, Strategiefindung, Konzipierung. Dann kann man daran denken, das erste Wort niederzulegen.

·       Der Auftraggeber sollte sich mit einbringen, damit der Kuchen aufgeht - Er muss bereit sein, gemeinsam mit dem Textwerker in das Innere seines Business hinabzusteigen und die Essentials zu heben, die eine Satzansammlung erst zum Text machen.

·   Kurze Texte sind NICHT kostengünstiger als lange. Ganz im Gegenteil. Das Wesentliche langatmig ausbreiten kann jeder. Verknappen und auf den Punkt bringen nur wenige. Da überrascht nicht, dass Slogans zu den teuersten Texter-Leistungen überhaupt gehören. Auch "missratene" Texte zu überarbeiten, ist Mehrarbeit. Nicht selten auch mal Straf-Arbeit ;-) Denn fremde Gedanken entwirren, die Inhalte sortieren, ein schlüssiges Konzept erstellen und dann neu formulieren ist ein aufwändiger Prozess. Manchmal reicht ein Texttuning - je nach Anspruch.

Vorleistungen sind im marktüblichen Rahmen gegeben. Ein Vorgespräch kann allerdings nicht soweit ausufern, dass es ein Beratungsgespräch ersetzt. Nach einer Kennenlern- und Einstimmungsphase wird die eigentliche Analyse und Aufgabenbeschreibung im Rahmen eines kostenpflichtigen Beratungsgesprächs erstellt. What else? Kreativberater rechnen ihre Zeit ab genau wie Anwälte, Steuerberater und Unternehmensberater. Erleben Sie es anders, dann wird dieses Zeitsoll dem Honorar für die Kreativleistungen aufgeschlagen. Fairer ist es, die Dinge vorab beim Namen zu benennen und Transparenz über die gewünschten und notwendigen Leistungen zu schaffen. Kein Profi wird eine Website mit beliebigem Content (ohne Wissen um die Essentials des Website-Inhabers) bestücken, ohne vorherige Analyse, Bestandsaufnahme und Strategiefindung. Alles andere ist dilettantisch. -  Testaufträge oder Probetexte gibt es bei Profis nicht. Genauso wenig wie ein Test-Steak beim Metzger.


What makes the difference? Stocksnap.io Patrick Cziejma


·    Text ist nicht nur kein Steak, sondern auch nicht gleich Text. Jedes Genre - Pressetext, Werbeslogan, Copy, Webcontent, Magazinbeitrag, Blog, Ratgebertext oder Produktbeschreibung, redaktioneller Beitrag, Feature oder Porträt - hat sein eigenes Format, seine eigenen Gesetze. Die feinen Unterschiede kennt der Profi, nicht der Amateur.  Knoblauch ist ja auch nicht gleich Zwiebel - man merkt es, wenn man hineinbeißt.

·      Nutzungsrechte Text werden individuell vergeben - der Auftraggeber "kauft" keinen Text, sondern erwirbt Nutzungsrechte, die ja nach räumlicher oder zeitlicher Begrenztheit, nach Print- oder Digitalnutzung definiert werden. Das unbeschränkte Nutzungsrecht - der sogenannte "Buyout" von allem - ist natürlich auch das teuerste. Das Urheberrecht übrigens verbleibt beim Autor - und zwar bis 70 Jahre nach seinem Tod. Nach deutschem Recht gesetzlich geschützt. Verstöße müssen geahndet werden. Copy & Paste ist kein Kavaliersdelikt.

·       Kalkulation gehört daher zu den schwierigsten Jobs eines Textwerkers, denn der Textaufwand lässt sich nicht von vorne herein auf den Cent definieren, vielmehr schätzen (nach Erfahrungswerten). Daher sind Stunden- und Tagessätze die Regel, Seitenpreise z.B. bei Pressemitteilungen möglich und Paketlösungen bei größerem Leistungsumfang und häufigerem Turnus praktisch. Bei hohem Bedarf empfiehlt sich auch ein monatliches Budget, das ein gewisses Stunden- und Leistungskontingent enthält.  -  An Stundensätzen ist nicht zu rütteln - denn diese beruhen auf Erfahrung, Expertise und den individuellen Lebenskosten (Ja, auch Autoren wollen leben). Der Freiberufler muss alle Kosten, die sein Business und seine Lebenshaltung betreffen, in die Stunden- und Tagessätze einrechnen. Und vor allem bedenken, dass er - anderes als ein Angestellter - nicht 100% seiner tatsächlichen Monatsleistung abrechnen kann. Kommt er auf eine 50-60%-Quote, kann er zufrieden sein. Der Rest ist Einsatz! Um die Qualität zu bieten, die anspruchsvolle Klienten erwarten, und diese auch bekannt zu machen, muss er eine Menge tun (Weiterbildung, Eigen-PR, Networking, Selbstmarketing, Publishing). Eine Beratungs- bzw. Kreativleistung besteht aus vielen Einzelteilen, von denen nur die Spitze des Eisbergs abgerechnet wird. 

Ist ein Text doch ein Steak? Foto: Stocksnap.io Andy Chilton

·       Billigkauf lohnt sich in keiner Branche. Billig kann ganz schön teuer kommen. Ist der Ruf erst ruiniert, ist es schwer ihn zu reparieren. Gehen Sie gleich zum Profi - und gönnen Sie sich eine individuelle und ausgereifte Leistung. Auch feinstes Steakfleisch muss abhängen und reifen, bevor sich der wahre Genuss einstellt. Wer es zu frisch oder eiskalt in die Pfanne gibt, kann sich dann über den harten Biss beschweren. Oder sich gleich dem richtigen Metzger anvertrauen, der weiß, dass sich die wahren Werte des Steaks erst nach einer langen Geduldsphase entwickeln. Wer diese Schläue aufbringt, wird mit zartem, mürben Biss, saftiger Konsistenz und hocharomatischer Geschmacksfülle belohnt.  Hierin sind sich Steak und Text sehr ähnlich.

"So'n bisschen Text .."


Dass dieser Katalog nicht vollständig sein kann, versteht sich genauso wie die Erkenntnis, dass nicht jeder, der über längere Zeit einen Federkiel halten kann, bereits ein Autor ist – tja, da ist noch viel Neuland zu entdecken. Was man Bildmachern, Visualisierern, Videogestaltern, Designern fast ohne Not zugesteht, wird beim Textmacher angezweifelt. 

Ohne guten Text wäre die Welt ärmer. Daher - arbeiten wir doch gemeinsam daran!


Tags:  Text, Textqualität, Textwerker, Nutzungsrechte, Kalkulation, Stundensätze






Autorin, Journalistin & PR-Beraterin Sigrid Jo Gruner schreibt als MissWord! Webcontent, Magazin, Pressetext, Unternehmenspublikation, als Ghostwriterin Reden, Artikel und Bücher. In Strategieworkshops entwickeln Unternehmen und selbstständige Freiberufler mit MissWord! stimmige Positionierungen und passgenaue Corporate Words. 

Samstag, 11. Februar 2017

1a-Grenadas - auf www.missword.de: Aufgespießt: Webdesign - Farbe bekennen? Na klar!

1a-Grenadas - auf www.missword.de: Aufgespießt: Webdesign - Farbe bekennen? Na klar!: Gastbeitrag von Grafikdesigner Moritz Dunkel Hier ein bisschen rot, da ein bisschen grün und schwarze Schrift auf schwarzen Hin...

Donnerstag, 9. Februar 2017

Aufgespießt: Webdesign - Farbe bekennen? Na klar!




Gastbeitrag von Grafikdesigner Moritz Dunkel


Hier ein bisschen rot, da ein bisschen grün und schwarze Schrift auf schwarzen Hintergrund. Perfekte Farbkombi! Oder doch nicht? Eher non-perfekt.

Der Kölner Web-Developer und Mediendesigner Moritz Dunkel ist Experte. Er weiß aufgrund seiner langjährigen Erfahrung, wie Farben sinnvoll einzusetzen sind. Ob auf einem Screen oder gedruckt in einer Broschüre: Farben haben ihre Bedeutung und ihre ganz eigenen Assoziationen. Wer diese missachtet, kann 
ganz schnell baden gehen, denn eine Farbe ist eine Farbe ist eine Farbe.


Webdesign: Farbe bekennen – aber richtig!

Farbpsychologie spielt bei der Gestaltung einer Website eine vitale Rolle

90 Sekunden! Diese kurze Zeitspanne reicht aus, um einen ersten Eindruck zu erhalten und zu entscheiden, ob ein Produkt oder eine Webseite einem potenziellen Kunden gefällt. Das Aussehen beziehungsweise die visuelle Erscheinung eines Produktes beeinflusst laut eigener Aussage der größte Teil aller Käufer beim Kauf. Damit bleibt für die anderen Sinne nur wenig Spielraum um eine Kaufentscheidung zu unterstützen. Genauso verhält es sich auch mit Webseiten: mehr als die Hälfte besucht eine Webseite nicht wieder, wenn ihre Optik nicht gefällt.

Zudem werden einzigartige Farben mit einem hohen Wiedererkennungswert verbunden. Das glauben Sie nicht? Denken Sie mal an das T-Mobile Magenta. Sehen Sie die Farbe vor Ihrem geistigen Auge? Gut so. Im Webdesign und bei Unternehmen gilt das Marketing dann als besonders erfolgreich wenn der Konsument und Interessent das Unternehmen bereit an der Farbe erkennt. Gutes Beispiel: Milka! Eine lila Kuh ist eben unschlagbar.

Oberster Grundsatz im Webdesign: Lasst die Farben für euch arbeiten  – und nicht gegen euch!

Die Tatsache, dass Farben uns Menschen unbewusst und bewusst beeinflussen können, ist per se ein alter Hut. Neben den ganz individuellen Farbwahrnehmungen, die auf den verschiedenen Erfahrungen einzelner Individuen beruhen, verbinden Menschen jedoch auch gemeinsame Assoziationen mit Farben – beinahe jeder fühlt etwa in der Farbe Rot Emotion und Liebe.
Im Webdesign macht sich der Grafiker die Farbwahrnehmungen und die damit verbundenen Emotionen zunutze – und regt so die Nutzer einer Webseite zu bestimmten Handlungen an. Ein Unternehmen sollte sich also frühzeitig zu einer Farbe bekennen, die auf seinen Unternehmenskern abgestimmt ist und unternehmensförderliche Eigenschaften aufweist.



Webdesign strategisch: Zielgruppe bestimmen, Markenbranding ermitteln – und erst dann die Farben auswählen


Keine erfolgreiche Marketingstrategie beruht auf der Lieblingsfarbe des CEOs, so viel steht mal fest. Die richtige Farbe kann maßgeblich über den Erfolg eines Unternehmens entscheiden. Ziele und Zielgruppen des Unternehmens sollten daher vor einer Farbwahl genau abgesteckt werden. - Nicht ganz einfach, zugegeben, vor allem aus der internen (parteiischen) Sicht.


Bestimmte Fragestellungen helfen weiter:

  • Welchen Mehrwert und Nutzen bietet meine Dienstleistung oder mein Produkt? 
  • Was ist die Botschaft, die ich den Nutzern meiner Webseite vermitteln möchte? 
  • Möchte ich Aufmerksamkeit erhalten oder lieber verkaufen? 
  • Wie sehen meine Mitbewerber am Markt aus? 
  • Welche Charakteristika spreche ich meinem Unternehmen zu und welche Farbe spiegelt diese wieder?


Die ermittelten Erkenntnisse erleichtern es, mit Hilfe der Farbpsychologie und der Farblehre den adäquaten Farbton zu bestimmen. Dabei helfen die verallgemeinerten Eigenschaften, die einzelnen Farben zugeschrieben werden.




Web-Farben und ihre Wirkung auf den Rezipienten


• Rot

Die Farbe Rot hat eine stimulierende und belebende Wirkung. Ihr werden unter anderem appetit- und lustanregende, emotionale Eigenschaften zugeschrieben. Rot ist die Knaller-Farbe für leidenschaftliche Tänze wie den Tango. Auch der Streaming-Dienst Netflix verwendet Rot. Es beschleunigt den Puls und kann bei übermäßigem Einsatz schnell aufdringlich und nervenaufreibend wirken, daher gehört Augenmaß dazu!


• Gelb

Gelb ist die Farbe des Optimismus und der Jugend. Sie erregt Aufmerksamkeit und vermittelt ein gewisses Maß an Klarheit und Strukturiertheit. Oft wird Gelb mit Fröhlichkeit und Wärme assoziiert. Allerdings kann Gelb bei übertrieben großflächigem Einsatz zu Augen- und Kopfschmerzen führen. Verwendet wird es zum Beispiel von Shell oder von Pizza.de.

• Orange

Aufregung, Wärme und Energie – Orange ist eine kraftvolle Farbe. Sie steht für Kreativität und Selbstbewusstsein. Der Farbe Orange wird nachgesagt, dass sie zu Impulshandlungen und Spontankäufen anregt, daher wird sie besonders häufig für Call-to-action Buttons verwendet. Bei Amazon findet man Orange jedoch auch als Akzentfarbe. Ebenso wie Rot kann zu viel Orange Aggressionen provozieren.

• Blau

Blau gilt als seriöse und friedliche Farbe und wird deshalb oft von Banken, Versicherungen und Beratungsunternehmen  als Grundfarbe bevorzugt. Sie wird als ausgeglichen, ruhig, vertrauenerweckend und produktivitätsfördernd wahrgenommen. Auf die Farbe Blau setzen unter anderem auch Facebook, Skype und American Express.

• Grün

Häufig verwenden naturverbundene Unternehmen die Farbe Grün, um auf ihr Umweltbewusstsein hinzuweisen. Starbucks und bp sind dafür Musterbeispiele. Assoziiert wird die Farbe Grün mit Gesundheit, Reichtum, Wachstum und Natur. Grün vermittelt oft den Eindruck einer optimistischen, schönen Zukunft. Bioprodukte nutzen Grün gern als Erkennungsfarbe.

• Lila

Früher Herrschern (und Priestern) vorbehalten, stellt Lila auch heute noch die Farbe der Extravaganz, des Reichtums und der Weisheit dar. Im Mediendesign wird diese Farbe vor allem von Beauty- und Wellnessmarken präferiert. Auch yahoo! bedient sich der positiven Assoziationen der Farbe Lila.

• Schwarz

Die Wirkung von Schwarz hängt stark vom Einsatz der weiteren Farben der Webseite ab. In Kombination mit Weiß wirkt Schwarz perfektionistisch, elegant, autoritär und luxuriös. Zeitlosen Webseiten stehen diese beiden Farben besonders. Beispiele hierfür wären Bose, Nike und Montblanc. Bei einem übermäßigen Einsatz von Schwarz oder in der Kombination mit Rot kann die Farbe auch nervös machen oder zu negativ konnotierten Emotionen wie Angst oder Wut führen.

• Weiß

Reinheit, Simplizität und Aufgeräumtheit – die Farbe Weiß gilt als die unschuldigste Farbe von allen. Sie eignet sich hervorragend als Hintergrundfarbe im Webdesign - ein wunderbarer Untergrund auf dem andere Farben starke bis spektakuläre Akzente setzen können.




Webdesign & die Grundsätze der Farblehre


Beachten Sie vor allem diese Regel:
Zu viele unterschiedliche Farben wirken überladen, aufdringlich und schrecken Nutzer schnell vom erneuten Besuch einer Webseite ab. Maximal 2-3 Farben sollten auf einer Webseite eine tragende Rolle spielen. Sorgfältig gewählt und vorteilhaft eingesetzt, können sie dem Nutzer unterschwellig einen ersten Eindruck des Unternehmens vermitteln, bevor dieser auch nur ein einziges Wort des Contents bewusst erfasst hat.

Aktuell erleben matte Farben und knallige Retro-Farben ein Comeback – pastellige Töne in Mintgrün, Zartblau oder Baby-rosa sind ebenso beliebt wie Türkis oder Ockergelb. Um dem Nutzer lange im Gedächtnis zu bleiben gibt es verschiedene Möglichkeiten unterschiedliche Farben miteinander zu kombinieren und aufeinander abzustimmen.

Marken lassen sich in 5 „Brand Personalities“ einteilen:


• Aufrichtigkeit

Passende Eigenschaften: Kleinstädtisch, aufrichtig, familienorientiert, ehrlich, original, traditionell, sentimental, freundlich. Passende Farbe: Blau

• Aufregung

Passende Eigenschaften: Gewagt, trendy, aufregend, cool, jung, hipp, einzigartig, up-to-date, unabhängig. Passende Farbe: Pink

• Kompetenz

Passende Eigenschaften: Vertrauenerweckend, sicher, intelligent, technisch, erfolgreich, selbstbewusst. Passende Farbe: Grün

• Raffinesse

Passende Eigenschaften: Höherklassig, glamourös, gutaussehend, charmant, feminin, sanft, fein, edel. Passende Farbe: Lila

• Robustheit

Passende Eigenschaften: Freiheitsliebend, aktiv, maskulin, stark, cool, robust, outdoor- und erlebnisorientiert. Passende Farbe: Gelb



Lassen Sie Farben für Sie sprechen




Und nutzen Sie das Wissen eines Webdesign-Profis. Er weiß wie clever Farben darin sind,  die geeigneten Zielgruppen anzusprechen und die Werte des Unternehmens auf der unbewussten Ebene zu transportieren. Soll Webdesign seinen Sinn und Zweck erfüllen, sollte es auf der Lehre der Farbpsychologie aufbauen und sich deren Vorteile und positive Assoziationen zunutze machen.


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Moritz Dunkel, Kölner Grafikdesigner, Web-Entwickler & Mediengestalter agiert seit über 15 Jahren unter DNKL.DSGN. als Mediendesigner mit Einhorn-Magie – medienübergreifend und ergebnisorientiert. Ob Gestaltungskonzept, Logodesign, Corporate Design oder Webauftritt: Moritz Dunkel Grafikdesign verleiht scharfe Konturen.

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Tags: Webdesign, Mediengestaltung, Farbwirkung, Web-Entwicklung

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Bildquellen:

Newspaper: unsplash.com / Alice Donovan Rouse

Bike: unsplash.com / Peter Hershey

Umbrella: unsplash.com / Alejandro Garrido Navarro