Sonntag, 28. Januar 2018

1a-Grenadas - auf www.missword.de: Sonntagssuppe: Schwarzwurzel mit Wirsing-Crossies

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Sonntagssuppe: Schwarzwurzel mit Wirsing-Crossies

Heute ist Sonntag, heute löffeln wir Suppe!



Die Natur hat es ganz klug eingerichtet: Gerade in den kalten Jahreszeiten, wenn Wind, fehlendes Tageslicht und eine sich rar machende Sonne, Eis und Schnee (?) den Organismus beschweren, beschert sie uns Immun-Booster im Übermaß: Alles, was grün und/oder besonders stark farbig ist - Rosenkohl, Grünkohl, Wirsing, Spitzkohl, grüner Blumenkohl, Brokkoli, Senfkohl, Chinakohl und Pakchoi, Weiß- und Rotkohl, Kohlrabi. Die Franzosen wissen schon, warum sie ihren Liebsten zärtlich den Kosenamen "mon petit chou-chou"  geben.



Mon petit chou-chou!




Und dann noch die zu Unrecht vernachlässigte Schwarzwurzel! Kein Kohl, stimmt, sondern wie Topinambur eine Wurzel. Im Verein mit Feldsalat, Rucola, roten Beten, Radicchio und rot-weißem Chicorée alles feine Sachen, die mit prallen Vitamin C-Depots und sekundären Pflanzenstoffen, Folsäuren und zu allem Überfluss noch herzhaften Geschmacksaromen punkten. Gut gelagerte regionale Äpfel und Birnen des letzten Herbstes geben eine feine Süße dazu, Ballaststoffe kurbeln die Verdauung an.


Als Orkan Friederike hat das Weite gesucht hatte, blieben wir leicht fröstelnd zurück. Was würde in einer solchen Situation besser munden als eine dampfende, den Magen besänftigende Suppe, die Löffel für Löffel kindliche Erinnerungen weckt? Damals als bei Halsschmerzen nichts besser tat als eine würzige Nudelsuppe und bei Bauchschmerzen ein warmer Haferbrei mit Vanille und Zimt. Warum löffeln wir so gerne? Eiscreme, Suppe, Pudding, Müsli, Stampf, Soufflé, Smoothie, Püree, Porridge? Weil es sich so wie die erste, festere Nahrung anfühlt, die das Baby erhält?

Schon liegen die ersten Spargel - weiß/grün - in den Kippen, Importe natürlich. Wie vieles, was uns jetzt verführen soll, obwohl längst nicht ihre Zeit gekommen ist. Saisonal und regional zu essen, frische Sachen, die wenig Transportzeit erleben mussten, zu einfachen Gerichten verarbeiten, die ohne Fertigprodukte, Zusatzstoffe und Konservierung auskommen - Clean Eating - das bleibt eben allzu oft Lippenbekenntnis. Warum soll ich im Januar unausgereifte Erdbeeren essen, wenn es doch wunderbar saftige Orangen, sinnliche Blutorangen und rosa Grapefruits, kecke Mandarinen und samtige Minibananen gibt? Natürlich sind die geliebten Exoten Ananas, Mango, Papaya, Datteln, Kokos & Co auch nicht regional - aber ein Winter ohne sie?? Sie versorgen uns mit Enzymen und Mineralstoffen, nach denen wir gerade jetzt lechzen.

Doch zurück zum Spargel. Warum jetzt im Januar Spargel schälen, wenn es doch frisch aus der Erde gezogene Schwarzwurzeln gibt?

Schwarzwurzelsuppe mit Wirsing-Crossies *

Schwarzwurzel &Verwandtschaft
Die bis zu 23 cm lange Schwarzwurzel hat, wenn man sie der Schale beraubt (Vorsicht: Handschuhe benutzen. Ihr Saft färbt ab!), eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Edelgemüse, daher ist sie so etwas wie der "Spargel des kleinen Mannes" (Honi soy qui mal y pense) Nährstoffreich, herzhaft-fleischig, urwüchsig-nussig und innen milchweiß kam sie im 17. Jahrhundert von der Iberischen Halbinsel nach Mitteleuropa. Heute sind sie vor allem in Frankreich, Belgien, in den Niederlanden zuhause, hierzulande wird sie zwischen Oktober und März vor allem in Bayern und Rheinland-Pfalz angebaut. Mineralstoffe und Spurenelemente pur wie Kupfer, Mangan, Natrium und Eisen bei sehr geringem Kaloriengehalt. 

Die Vorbereitung erfordert etwas Geschick, weil die schwarzbraune Korkschicht (möglichst mit Gummihandschuhen) abgebürstet und geschält werden will. Der milchige Saft verfärbt rasch und kann Flecken hinterlassen. Daher baden die rohen Schwarzwurzeln erst mal in einer Schale mit Zitronenwasser. Dünstet man die ungeschälten Schwarzwurzeln in Salzwasser mit einem Spritzer Apfelessig lässt sich die Schale gut abziehen.

Wir benötigen:


Für die Suppe:
500 g Schwarzwurzeln, 1 Zitrone, 2 Schalotten,1 EL Öl, 750 ml Gemüsebrühe, 1 Apfel (alt: Birne), 200 ml Sahne, je eine Prise Muskat und Kurkuma, frische Kräuter, Spritzer trockenen Wermut oder Calvados

Für die Crossies:
6,7 Wirsingblätter, 3 EL Oliven- oder Avocadoöl, Prise Salz, Prise Cayennepfeffer, 2 TL geriebenen würzigen Bergkäse


Und so geht's:


1 Wirsingcrossis: Strunk der Wirsingblätter entfernen, in mundgerechte Stücke zupfen. Olivenöl, Salz, Pfeffer, Reibkäse mischen, Wirsingstücke darin marinieren. Auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech bei 110 Grad Umluft im vorgeheizten Ofen 45 Minuten backen. Mehrmals wenden. Die Knusperstücke auf einem Rost auskühlen lassen.

2  Schwarzwurzeln vorbereiten und stückeln (s.o.) und in Zitronenwasser baden. 

3 Zerkleinerte Schalotten in Öl glasig dünsten, Gemüsebrühe angießen, Schwarzwurzeln  20 Minuten moderat garen.

4 Apfel und/oder Birne schälen und stückeln,10 Minuten mitschmoren. 

5 Suppe fein pürieren. Mit der Sahne aufgießen, würzen mit Salz, Pfeffer, Muskat, Kurkuma, kurz aufwallen lassen. Mit einem Spritzer Calvados oder trockenen Wermut parfümieren (kein Must!)

6  Mit frischen Kräutern bestreuen, gemeinsam mit den Crossies servieren.


Leicht. Locker. Lecker!



PS: Das Rezept beruht auf dem Originalrezept in "Schrot & Korn" 1/18




Noch mehr Lust auf Urwüchsiges ?  Rote-Bete-Suppe mit Haselnüssen!






Was für ein Knaller!


Fotonachweise:

Kohlkopf:Stocksnap.io
Schwarzwurzel & Kartoffel:Pixabay, Aromaengel
rote Bete: Pixabay. Desertrose 7.









MissWord! Das Alter Ego von Sigrid Jo Gruner
Strategie. Kommunikation. Wort. Text. Buch.

Sigrid Jo Gruner unterstützt  als "MissWord! Manufaktur für das wirksame Wort" Unternehmen, Freiberufler, Berater & Coaches bei   Marktpositionierung, Branding und Unternehmenskommunikation. 

Schwerpunkte:


Strategie- & PR-Beratung, Redaktion und Texttuning, Premiumtext (Web, Magazin, PR), Publikation (E-Book, Whitepaper, Folder), Buchcoaching und Ghostwriting (Sachbuch & Corporate Book für Beratungsprofis und Unternehmen). Charakteristika: Chuzpe, Biss und 30-jährige Berufserfahrung.



Schwerpunktthemen: 

Alles was die Sinne anspricht und Sinn macht. Gesellschaftlich relevante Themen, modernes Leben, komplexes B2B, Food, Living, LifeBalance, Persönlichkeitsentwicklung, Business/Führung.



Mittwoch, 3. Januar 2018

1a-Grenadas - auf www.missword.de: Mittwochsthema: Serie: Wie flutscht es zwischen Un...

1a-Grenadas - auf www.missword.de: Mittwochsthema: Serie: Wie flutscht es zwischen Un...: Unternehmen sind wie Orchester. Idealerweise tragen in ihnen mehrere Abteilungen und Stimmen zu einem einheitlichen Auftritt bei. Die Lin...

Mittwochsthema: Serie: Wie flutscht es zwischen Unternehmen und Kreativ-Dienstleister? Folge 7: Die Unternehmensstimme


Was bewirkt ein stringentes Corporate Wording? 


Unternehmen sind wie Orchester. Idealerweise tragen in ihnen mehrere Abteilungen und Stimmen zu einem einheitlichen Auftritt bei. Die Linie gibt der Geschäftsführer vor, der Stratege, der alles im Blick hat. Sollte zumindest so sein. Doch wie wird ein Unternehmen zu einem Premium-Unternehmen? (Und das hat wieder mal nix mit Größe zu tun)






Der Ton macht die Musik - Wuff!


Star-Orchester haben einen unverwechselbaren Klang. Die Orchestermitglieder sind auf einander eingestimmt, sie wählen sich bei jedem Audit nicht ohne Eigennutz ihre neuen Kollegen selbst. Wenn einer der Bewerber ihren kritischen Ohren genügt, ja sie sogar begeistert, dann steht der Bühneneingang offen. Der Hausdirigent gibt die Farbe vor und sorgt dafür, dass der einzigartige Klang erhalten bleibt. Sicherlich haben Sie auch schon auf YouTube ein bestimmtes Musikstück in verschiedenen Interpretationen unter unterschiedlichen Dirigenten verglichen - es ist düpierend, welche Unterschiede hier zu Tage treten, in Tempo, Ton, Takt, Transzendenz, Temperament und in der Einzigartigkeit des Klangerlebnisses, in der Art wie wir berührt werden und hingerissen lauschen, dabei uns wohl bewusst wird, dass wir einem außerordentlichen Ereignis beiwohnen.








Die emotionale Wirkung macht den Unterschied zwischen Zuhören und in der Musik Versinken, mehr noch als die technische Exzellenz ohne diese unterschätzen zu wollen. Warum sind sich nicht auch mittlere und größere Unternehmen dessen bewusst? Die Zwischentöne zwischen Darbietung und Wahrnehmung machen den Unterschied!

Wie finden Unternehmen und Zielgruppen zusammen?


Primär verkaufen Unternehmen nicht ihre Leistungen, sondern lassen ihre Zielgruppen durch differenzierte Lösungen verstehen, dass sie diese verstanden haben. Sie eröffnen einen manchmal lautlosen Diskurs und lassen durchscheinen, dass sie Empathie empfinden für die Problemstellungen und Bedürfnisse der Kunden. Diese ahnen es, wenn sie auf Hilfestellungen treffen, die ihnen weiter helfen. Eine glaubwürdige Kommunikation wird erst durch glaubwürdigen Text möglich. Premiumtext, keine Schönfärberei. Wer hier geizt, vergibt Chancen, verletzt Reputation, zerstört die sprießenden Pflänzchen des Vertrauens. Dabei sind es nicht die schönen Worte, die gelungen Formulierungen, die ausgetüftelte Werbestrategie. Es sind die offenen Ohren, die die Signale des Marktes aufnehmen und ihnen mit prägnanten, passenden, goldrichtigen Angeboten entgegenkommt. Am Mischpult der Tonalitäten sind Profis gefragt, soll es nicht scheppern und misstönend krachen. Kakophonie vertreibt das Publikum.

 
Ein Unternehmensauftritt besteht aus einer Vielzahl von verbalen Äußerungen - analog und digital, mit Fokus nach innen und außen - von der Mitarbeiterinformation oder Hauszeitung, der Produktbeschreibung, dem Kundenanschreiben, der Signatur in der E-Mail, dem Angebot, der Reklamationserwiderung bis zur Unternehmensdarstellung in Pressemitteilung, Folder und Flyer, Whitepaper, Website, E-Book, Prospekt, Katalog,Kundenzeitung, Storys, Case-Studies, im worst case Krisen-PR-Erklärung. Dies und mehr ist Teil der Corporate Identity und findet seinen Ausdruck im Corporate Wording, der ausgeprägten Schreibstimme des Unternehmens. Auch auditive und visuelle Tools wie Video, Podcast, Hörbuch, Rede und Diskussion, Verlautbarungen in Roundtables, TV-Interviews, Talkshows sind hier explizit mit einbezogen. 

Wie der CEO sich äußert und das Unternehmen über sich verlauten lässt, ebenso. Corporate Wording, Corporate Writing und Corporate Speaking sind daher oft unterschätzte, aber hoch brisante Bestandteile von Unternehmenskörper, Unternehmensimage und Unternehmenscharakter. Dieser verdient hohe Aufmerksamkeit seitens der Unternehmensführung - Positionierung und Branding sind Chefsache (in Zusammenarbeit mit den Kommunikationsabteilungen)

Was bringt Ihnen ein Positionierungs- und Corporate-Wording-Workshop?


Zugegeben - hier liegt die Messlatte hoch! Bevor Prägnanz in der Außen- und Innendarstellung entsteht und bevor Außendarstellungen konzipiert werden, sollte in eine umfassenden, tief schürfenden Positionierung investiert werden. Sie kostet Zeit, Geld, Energie - aber die gute Nachricht ist: Es lohnt sich tausendfach. Wenn Geschäftsführer, Kommunikationsverantwortliche, Pressesprecher, Marketingleiter und Mitarbeiter sich gemeinsam den vitalen und essenziellen Fragen des Strategen nach dem, was ihr Unternehmen ausmacht, stellen, ohne Scheu und ohne Scheuklappen, dann halten sie am Ende einen "Werkzeugkasten" in Händen, der nicht nur die Ergebnisse dokumentiert, sondern das Erreichte sollte in Form eines Mission Statements, einer ausformulierten Unternehmensphilosophie, eines internen Leitfadens und externen Profils, als kommunikative Kernaussagen und/oder Slogans vorliegen. 



Ein ausführliches Manual orchestriert als mehr oder weniger umfangreiches Regelwerk die praktische interne Umsetzung des neuen Corporate Wording und legt sie möglichst vielen (wenn nicht allen) schriftlichen Äußerungsformen zugrunde. Es motiviert und befähigt die internen Beteiligten, die neue Sprache zu erlernen und umzusetzen. Und natürlich wird man dabei nicht allein gelassen: Wenn gewünscht unterstützt der externe Profi nachhaltig und mittel- bis langfristig. Sind die erforderlichen personalen Potenziale im Unternehmen selbst nicht enthalten, werden sie extern beauftragt. 

Eine Wiederholung der Positionierung in kontinuierlichen Abständen macht Sinn - 2,3 Jahre sind ein gutes Intervall - gerade wenn sich in der Unternehmensführung, in den Angeboten oder Strukturen Gravierendes ändert, sollte ein Wiederholungs-Workshop die aktuelle Situation analysieren.



Wie läuft ein Strategie- und Corporate-Wording-Workshop ab?


Zunächst aber ein Hinweis: Ein stimmiges Wording, das in Premium-Text mündet, ist für das Unternehmen kein Kostenfaktor - sondern eine Investition, die sich nachhaltig bezahlt macht.

1 Sie buchen ein Info-Erstgespräch (die erste Dreiviertelstunde geht auf mich), in dem wir die Rahmenbedingungen und Ziele klären und klären, auf welchem Entwicklungsstand (im Sinne von Corporate Wording/Branding) Ihr Unternehmen ist. Danach erhalten Sie ein Angebot.




2 Nach der Beauftragung versehen Sie mich mit bereits vorhandenen internen und externen Materialien oder Vorlagen und Publikationen respektive Links. Ich recherchiere Markt, Mitbewerber, aktuelle Zielgruppen.


3 Dann erhalten Sie einen individualisierten Fragebogen zur Vorbereitung des Workshops und eine Agenda mit Zielvorgaben.


4 Ready für das Brainstorming? Wir setzen uns zusammen - rechnen Sie mit 3-6 Stunden.  (Tut gar nicht weh! Auch wenn ich schon mal den Finger auf einen wunden Punkt lege, hat das nichts mit sadistischen Anwandlungen zu tun) Wer am Meeting teilnimmt, wird vorher klar definiert. Ggfs. führe ich einzelne Gespräche/Telefonate im Haus.


5 Dann werte ich aus. und erarbeite ein Dossier zu den Workshop-Ergebnissen und ein Manual zur Umsetzung im Hause.


6 Sie setzen intern um - und nehmen dabei meine begleitende Unterstützung in Anspruch. Alternativ: Wir besprechen, wie ich bei der Umsetzung - Umarbeitung und/oder Neuerarbeitung - aktiv werden soll. 


7 Wir bleiben in Kontakt! Nach einem individuellen Turnus (einmal pro Monat oder Quartal?) komme ich auf Sie zu und checke den Status und/oder nehme Nachbesserungen bzw. Erweiterungen vor


8 Honoriert wird nach Stunden- oder Tagessätzen bzw. Paketpreisen, die bestimmte Leistungen definieren. Fragen Sie gerne telefonisch nach den aktuellen Sätzen. 


Hört sich doch an, als ob dies auch Spaß machen könnte? Ja, klar. Kreativ. Humorvoll. Intensiv. So soll's sein!



2018 ist das Jahr der Venus - welches Jahr könnte sich besser eignen, die sinnlichen Saiten des Unternehmens anklingen zu lassen? Das klingt gar nicht nach Business, sagen Sie? Oh doch. Die Astrologen verheißen ein prospektives Jahr - ob für jeden gleich erfolgreich und lustvoll, hat natürlich auch mit der persönlichen Sternkonstellation zu tun. Und so könnte es aussehen - mehr: 


Teilen macht Freu(n)de!





Tags: Corporate Wording, Branding, Positionierungsworkshop, Unternehmensstrategie,  Unternehmensauftritt, Strategie-Workshop




Bildnachweise:

foto Mann, 2 Hunde im Auto StockSnap_PA3E8WJVYK Tim Mossholder
Foto Rockmusiker StockSnap_5PEZV88YAV Ana Grab
Foto Musik machende Männer StockSnap_T01FUNAN7Q Dan Gold
Foto Musizierendes paar StockSnap_LUNZU178JS Richard Revel
Foto Musiker Bühne StockSnap_6OZSICG4WT joseph Runge






MissWord! Das Alter Ego von Sigrid Jo Gruner
Wort.Kommunikation. Strategie. Text. Buch.

Sigrid Jo Gruner unterstützt  als "MissWord! Manufaktur für das wirksame Wort" Unternehmen, Freiberufler, Berater & Coaches bei   Marktpositionierung, Branding und Unternehmenskommunikation. 

Schwerpunkte:


Strategie- & PR-Beratung, Redaktion und Texttuning, Premiumtext (Web, Magazin, PR), Publikation (E-Book, Whitepaper, Folder), Buchcoaching und Ghostwriting (Sachbuch & Corporate Book für Beratungsprofis und Unternehmen). Charakteristika: Chuzpe, Biss und 30-jährige Berufserfahrung.

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Mittwoch, 20. Dezember 2017

1a-Grenadas - auf www.missword.de: Aufgespießt: Wird Weihnachten überschätzt?

1a-Grenadas - Aufgespießt: Wird Weihnachten überschätzt?: Zwischen Gutscheinen und anderen Absurditäten Die Milchstraße - unergründlich - wunderschön Fast jeder freut sich darauf – irgendw...

Aufgespießt: Wird Weihnachten überbewertet?

Zwischen Gutscheinen und anderen Absurditäten


Die Milchstraße - unergründlich - wunderschön
Fast jeder freut sich darauf – irgendwie. Der eine, weil er sich ungeniert Ruhe gönnen will, wenn das Rauschen des Alltags verklingt, der andere freut sich auf emotionale Momente, auf sinnliche Genüsse und gemeinsam mit lieben Menschen verbrachte Auszeiten. Anderen gruselt es etwas vor den Tagen, an denen versteckte Gefühle hochkochen könnten. Irgendwie erwarten wir aber alle, dass sich das Leben an den  Weihnachtstagen anders anfühlt als sonst. Feierlicher, erhabener, festlicher, friedlicher, fröhlicher, freier. Dass sich etwas ereignet, wofür wir übers Jahr keine Zeit hatten. Bei einer solch hohen Erwartungshaltung muss Weihnachten oft die Waffen strecken. Und Frustration liegt nahe * 


Die Gutschein-Gesellschaft

Der Zugang zu Weihnachten ist allerdings auch denkbar schwierig: Die Shopping-Season fordert Opfer. Haben Sie sich in der letzten Zeit nicht auch verfolgt gefühlt? Stündlich überschlugen sich die E-Mails mit neuen, teils unverblümt aggressiven Aufforderungen an mich, doch endlich meine Gutscheine, Rabattangebote und Schnäppchenspecials in Anspruch zu nehmen, sprich: Geld auszugeben, und dies reichlich, denn nur heute, und nie mehr sonst, wäre es so günstig, dass nur Dummköpfe nicht zugreifen würden. Black Friday und Cyber Monday taten ihr Übriges.

Alles nur Konsum oder was?

Sicherlich, die Frage ist nicht neu. Doch noch nie hatte ich mehr das Gefühl, mich im freien Fall in eine Gutschein-Gesellschaft zu bewegen – der Gutschein, das Geschenk, das direkt vom Herzen kommt. Einen traurigeren Beweis für Sittenverfall gibt es kaum. Wird es in einer weiteren Entwicklungsstufe der Digitalisierung auch Gutscheine für ein Blinddate mit einem Cyborg oder ein Wochenende mit einem Roboter nach Wahl geben?



Früher war alles besser?

Zumindest dies hatten unsere Vorfahren uns voraus: In der vorindustriellen Agrargesellschaft ruhte in dieser Jahresendphase jahreszeitlich bedingt die Arbeit, der Organismus der Menschen war auf Stille und Ruhe gepolt, man hörte in sich hinein und enträtselte, was im Jahr passiert war, fasste Kraft für das neue und setzte sich zum Gespräch zusammen mit den Menschen, die nahe standen: Familie, Freunde, Nachbarn, Dorfmitglieder. Beim Reden klärten sich angestaute Wünsche, entwirrten sich verwirrte Gefühle und nicht selten entdeckte man dann, was man eigentlich wirklich wollte – die eigentlichen (inneren) Herzenswünsche unter den vordergründigen (äußeren) Zielen. 

Wie viele Menschen mögen ein Leben führen, das ihnen im Grunde ihres Herzens nicht liegt? Die ihre wahren Bedürfnisse und Wünsche zubetoniert haben, damit sie nicht mehr stören? Manager, die alles für ihren Erfolg tun, sich im Grunde aber nach Liebe sehnen? Powerfrauen, die alles erreicht haben, aber  uneingestanden Wärme und Zuwendung vermissen? Klischees, zweifellos. Doch ein Versuch wäre es wert! Fragen wir uns alle in diesen "Stillen Tagen" einmal: „Was ist mir in diesem Leben wirklich wichtig? Deckt sich mein inneres mit meinem äußeren Ziel? Und was will ich am Ende darüber sagen können?“

Ein Plädoyer für die Menschlichkeit



Im Sinne von sich den Menschen und dem Leben zuwenden. Erst zu sich selbst finden, was ein lebenslanger Prozess sein kann, dann klappt es auch mit den anderen. Die Bedeutung von Kleinigkeiten erkennen, emotionale Momente schätzen – das Lächeln eines Kindes am Fenster eines vorbeifahrenden Autos, der Blick in fremde Augen im Trubel der Bürgersteige, das Gefühl sich für einen kleinen Moment mit dem Leben anderer zu verbinden in zwei, drei Sätzen, die man mit einem Fremden wechselt. Kleine Begebenheiten, die Trost spenden. Denn diesen benötigen wir alle – mehr oder weniger. Trost um die Diskrepanzen zwischen dem Wollen und dem Sein zu ertragen. Hier ist auch die Grenze zwischen Komik und Tragik – es gibt sie eigentlich gar nicht. Das wissen alle, die versuchen, Menschen mit dem was sie schaffen, zu erheitern und zum Lachen zu bringen: Es ist ein verdammt hartes Business.

Nein, Weihnachten wird nicht überschätzt. Vielleicht eher unterschätzt. Denn hier kann der Beginn einer wunderbaren Freundschaft sein – und zwar mit seinen tief verborgenen Wünschen an sich selbst in Verbindung zu treten. Ja, ich gestehe es offen, auch ich möchte Ihnen einen imaginären Gutschein schenken: Die Chance auf einen zweiten Augenblick und zweiten Eindruck im Bewerbungsgespräch mit sich selbst.

Fröhliche, stille, herzergreifende, beschwingte, entspannte, genüssliche Festtage! Schwelgen Sie in Emotionen und geben Sie Ihren wahren Wünschen eine Chance.

Herzlichst
Ihre Sigrid Jo Gruner

* In der kleinen Weihnachtsstory springt der Held Paul über seinen Schatten und erlebt eine Überraschung.




Bildnachweis:

Foto Milchstraße, Pixabay, Felix Mittermaier
Foto Sale, Pixabay, Coffeebeanworks
Foto Couch, Pixaybay, Andrewicus
Foto MissWord! Trinkstock



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Sigrid Jo Gruner  unterstützt als "MissWord! Manufaktur für das wirksame Wort" Unternehmen und Selbstständige bei ihrer wirksamen Marktpositionierung und Unternehmenskommunikation. 

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Sonntag, 17. Dezember 2017

1a-Grenadas - auf www.missword.de: Sonntagssuppe: Spanische Weihnachtsgenüsse - Olé!

1a-Grenadas - auf www.missword.de: Sonntagssuppe: Spanische Weihnachtsgenüsse - Olé!: Heute ist Sonntag, heute gibt's (auch) Suppe! Die Weihnachtstage nähern sich mit großen Schritten und mit ihnen festliche Genüsse,...

Sonntagssuppe: Spanische Weihnachtsgenüsse - Olé!

Heute ist Sonntag, heute gibt's (auch) Suppe!


Die Weihnachtstage nähern sich mit großen Schritten und mit ihnen festliche Genüsse, die das Jahresende so ganz besonders machen. Eine klassische deutsche Weihnacht ist untrennbar mit Gans, Ente und Pute, Rehrücken und Karpfen blau, Würstchen mit Kartoffelsalat, Rinderbraten oder Königsberger Klopsen verbunden. Doch in den letzten Jahrzehnten wurden die kulinarischen Rituale aufgebrochen. Bei mir schwammen an Heiligabend schon Miesmuscheln in Safran-Weißwein oder Hummerkrabben schmiegten sich an Kaviarlinsen und Sahnesauerkraut. Erlaubt ist was schmeckt! 

Nüsse,Mandelkern und Glitter gehören untrennbar zu Weihnachten

Weihnachten spanisch speisen


Warum soll einem dann nicht mal ein ganzes Weihnachtsmenü spanisch vorkommen? Die spanische Küche kommt mit ihrem maurischen Einschlag in Gewürzen (Safran, Zimt, Nelke, Muskat, Cumin, Vanille, Kardamom) und Zutaten (Trockenfrüchte, Reis, Rosinen, Südfrüchte, Honig, Minze, Pinienkerne, Pistazien und nicht zuletzt - MANDELN) dem Duft von Weihnachten sehr nah.

Die iberische Halbinsel speist enorm gesund und erfreut sich einer im weltweiten Vergleich hohen Langlebigkeit, während diese in Deutschland seit Jahren wieder sinkt (!). Fangfrischer Fisch und Meeresfrüchte, zarte Zicklein oder Lämmer, Hammelkotelett und das aromatische Fleisch halbwilder Schweine, Knoblauch, Safran und Mandeln, Oliven, Chorizo, Serrano und Machego sind zweifellos originäre, natürliche Genüsse, die uns die iberische Halbinsel voraus hat. 

Die typisch spanischen Tapas - kleine Schweinereien als Vorspeise, Zwischengericht oder Mittagssnack - geben ein opulentes Feiertagsbüffet für viele Gäste ab, ohne zu beschweren. Man delektiert sich an mallorquinischer Mandelsuppe oder katalanischer Knoblauchsuppe, lässt sich von marinierten Gambas und gefüllten Pilzen den Gaumen schmeicheln, futtert Speckdatteln, maurische Lammspießchen,Thunfisch-Avocado-Orangensalat, gefüllte Blätterteigtaschen, Grillgemüse (Paprika, Aubergine, Zucchini, Tomate, Artischocke) und süß-herzhafte Panellets, verschmäht auch nicht Olivenküchlein, Kräutersardinen, Balsamicozwiebelchen und sautierte Miesmuscheln und erlebt in einer kleinen Dessertorgie aus Mandelkuchen, Turrón (Mandelnougat) und Creme Catalina original-spanische Momente auf der Zunge. 

Damit ist die Klasse der Tapas längst nicht ausgeschöpft und natürlich ist dies als eine kleine,mutwillige Auswahl zu verstehen - wer will schon die Feiertage in der Küche verbringen - obwohl dies das Los vieler Hausfrauen ist, denn nach dem Essen kommt der Abwasch - doch vieles lässt sich leicht und locker vorbereiten. 

An dieser Stelle konzentrieren wir uns auf Mandelsuppe, Churros und - und wenn nach dem gestillten Süßhipper die Lust auf Salziges hochkocht - selbst geröstete Salzmandeln (ideal für alle Drinks vom Bier bis zum prickelnden Cava). Kongeniale Begleiter zur Mandelsuppe sind Panellets (Süßkartoffel-Mandel-Kroketten), die in gerösteten Pinienkernen gewälzt werden und - ob warm oder kalt - köstlich schmecken. Wenn am Feiertagsmorgen das teuflisch verführerische Brandteig-Gebäck Churros zum zweiten Frühstück in heiße Schokolade getaucht wird, könnten die Weihnachtsglocken nicht seliger läuten. 

Noch mehr Lust auf Mandeln? Hier geht's zur Apfel-Zimtsuppe mit Mandelcrumble.

Mallorquinische Mandelsuppe *


Wir benötigen:

250 g Mandelplättchen, 2 Schalotten, 2 Knoblauchzehen, 2 Stangen Sellerie, 1 Frühlingslauch, 2 grüne Chileschoten, 1 l Hühnerbrühe, 300 ml Schlagsahne, Meersalz, weißen Pfeffer, Zitronenabrieb, Olivenöl, 200 g Chorizo

Und so geht's:

1 Olivenöl in einer Kasserolle erwärmen, Mandelplättchen braun rösten. Herausnehmen. 

2 Fein gewürfelten Knoblauch, Chili, Schalotten und Sellerie in Öl leicht und hell anschwitzen. Mit der Brühe auffüllen, Mandelplättchen zufügen, aufkochen, auf die Hälfte reduzieren.

3 Gewürfelten Chorizo mit der fein geschnittenen Laichzwiebel anschwitzen. 

4 Die reduzierte Suppenbrühe mit der Sahne auffüllen, aufkochen, fein pürieren. Mit Zitronenabrieb, wenig Salz und weißem Pfeffer würzen. Schaumig schlagen und mit der Chorizo bestreuen.

* Originalrezept in: Christian Rach, Das Kochgesetzbuch



Zuhause kann es wie auf dem Weihnachtsmarkt duften: Gebrannte Mandeln

Geröstete Salzmandeln *


Wir benötigen:

200 g Mandeln, 1 geschlagenes Eiweiß, grobes Meer- oder Kräutersalz, ggfs. Prise Cayennepfeffer oder Paprikapulver nach Geschmack

Und so geht's:

1 Ungeschälte Mandeln auf einem Backblech im Ofen bei 170 Grad rösten. Eiweiß mit einer Prise Salz (+ Cayennepfeffer?) schaumig schlagen. 

2 Masse in einen Gefrierbeutel füllen. Mandeln aus dem Ofen nehmen, in den Beutel füllen und gut durchschütteln, damit die Mandeln von der Eiweiß-Masse umhüllt werden.

3 Die überzogenen Mandeln erneut auf dem Backblech rösten, bis sie trocken sind.


* Originalrezept: spanische-rezepte.net


Churros

Churros - Geliebter Morgen-Sweetie der Spanier

Wir benötigen:

70 g Butter, Prise Meersalz, 4 Bio-Eier, spanischen Brandy, 200 g Mehl, 2 EL Rohrohrzucker,  ggfs. 2 EL feinst gemahlene Mandeln, 2 - 4  EL Öl (Olivenöl), Sauce aus 100 g geschmolzener Bitterschokolade + Brandy + 2 EL Schlagsahne

Und so geht's:

1 Etwas Wasser mit Butter und Salz aufkochen, gut verrühren. Mehl und ggfs. Mandeln einmontieren bei mittlerer Hitze, bis sich ein glatter Teig bildet. Eier nacheinander zumischen und gut verrühren, mit Brandy nach Gusto parfümieren.

2 Öl in einer Kasserolle erhitzen. Teig aus einem Spritzbeutel mit Sterntülle in 15 Zentimeter langen Teilstücken einzeln in das Öl spritzen und goldbraun ausbacken. Herausheben und auf Küchenpapier abtropfen lassen. Nach Geschmack mit Puderzucker bestäuben und in die geschmolzene Schokolade tauchen.


Frohes Genießen - Feliz Navidad!



Tags: Churros, Spanische Mandelsuppe, Geröstete Salzmandeln, Tapas, Chorizo, Spanische Küche


Bildnachweise:
Nüsse, Pixabay Tanti Tati
Gebrannte Mandeln, Pixabay Leo-65
Churros: Pixabay, Daria Yakovleva






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Schwerpunkte: Strategische Beratung, Personal Branding, Konzeption & Redaktion, PR- & Magazintext, Web-Content, E-Book, Sachbuch & Corporate Book. Und 24-jährige Erfahrung.




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