Sonntag, 1. Dezember 2013

Sonntagsthema: Homepage! Von den Großen lernen..



..heißt nicht das Gleiche tun, aber in die selbe Richtung denken. 

Vorbilder verursachen mir zwar ein bisschen Magengrummeln, aber einige hab ich doch. Apple-Chef Steve Jobs wollte nicht eigentlich verkaufen, er wollte das Leben seiner Kunden verändern. Und es ist ihm gelungen, dies mit einer starken Ausstrahlung überzeugend und authentisch zu vermitteln. Es gibt kaum eine stärkere Motivation. Umwerfend schlüssig und simpel. Apples Anhängerschar sollte als Beweis gelten.

Was ist das Schicksal vieler Websites?

Warum scheitern viele Homepages (in Bezug auf Traffic und Conversion Rate) trotz ausgeklügeltem Konzept, frappierendem Design und viel viel SEO-Content-Bastelei?

Weil Websites eben nicht prioritär für Suchmaschinen, sondern für Menschen da sind. Suchmaschinen ändern ständig ihre Strategien, Menschen ihre Bedürfnisse eher nicht. Es macht Sinn, seinen Content auf sie auszurichten. Substanzieller und aussagekräftiger Inhalt, der dicht ist und lesenswert, ist per se suchmaschinenoptimiert. Denn Google schätzt Qualität.

Website-Betreiber aber denken oft in die falsche Richtung. Sie sagen: „Ich bin, ich kann, ich biete.“ Können eine solch selbstverliebte Binnensicht und Koof-mich-Mentalität Vertrauen zu schaffen?? – Nein.

Kluge Anbieter fragen: „Was will ich für meinen Kunden verändern? Was wird für ihn anders, besser, schöner, gesünder sein, wenn er meine Produkte oder Dienstleistungen in sein Leben integriert??“

Ein Maler, der eine Wohnung neu in Farbe taucht, renoviert nicht (nur), sondern sorgt für ein neues Wohngefühl. Ein Treppenlift ist kein mechanisches Hilfsmittel, sondern neu gewonnene (Bewegungs-)Freiheit. Ein Super-IT-Produkt, das einen Unternehmer in die Lage versetzt, seine gesamten Firmendaten und Archive in einer einzigen digitalen Zentralakte mit sich herumzutragen, gibt ihm das Hochgefühl von unbeschränkter Unabhängigkeit.

Was machen kluge Webtexter?

Eine kluge Website berücksichtigt die Bedürfnisse des Users nach Entwicklung, Veränderung, Verbesserung, Unterstützung, seine Sehnsucht, das Leben einfach etwas leichter gemacht zu bekommen. Ein guter Webtexter weiß das. Und geht über reinen SEO-Content weit hinaus. Geburtshelfer, Psychologe sollte er sein, zumindest ein wissensdurstiger Nachfrager, um den Subtext zwischen den Zeilen wachsen zu lassen. Denn dieser ist das entscheidende Moment, das den Zuschauer in Film oder Roman im Innersten packt und nicht mehr loslässt, beinahe suchtartig. (Im Filmklassiker "Casablanca"wird dies meisterhaft praktiziert) 

Sensibilität ist das Zauberwort. Gepaart mit Intuition ein unschlagbares Werkzeug, um unentdeckte Schätze zu heben. Und unter der Oberfläche das hervortreten zu lassen, worum es wirklich geht. Titanic-mäßig!