Sonntag, 30. März 2014


Sonntagsthema: Ein Hoch auf die Bestandskunden oder viel ist nicht gleich mehr
Wann haben Sie Ihren letzten richtigen Brief geschrieben? Also mit Papier, Briefmarke, Umschlag? Zum Beispiel an Ihre besten, nettesten und treuesten Kundenbeziehungen?

Täglich füllen sie die Mail-Postfächer: Webinar-Einladungen, nicht angeforderte Expertenmeinungen, dringliche Tagesangebote und Flugschnäppchen, die Handlungsaufforderungen des Finanzamts gleichen, Gesundheits-Infobriefe mit der Vertrauen erweckenden Headline „Sofort lesen, sonst sind Sie in zwei Jahren tot!“. - Wer will das schon sein? Allein das freudige Herzhüpfen, das ein stattlicher Gewinn bei der staatlichen Lotterie Panoviens oder eine vom Himmel gefallene Erbschaft aus Titicuca-Land auslöst!  Für die man schleunigst seine Kontodaten angeben soll, andernfalls verfallen beide! - Wer will das schon riskieren?

Neukundenjagd vs. Bestandspflege

Inflationäres E-Mail-Aufkommen tötet den Appetit! Beinahe täglich werden wir aufgefordert, unseren Websites, FB-Accounts und Blogs Beine zu machen und mit immer rasanter beworbenen Software-Programmen und Plug-Ins unsere Kundengewinnungsmaschine anzuwerfen. Tausende Fans, Klicks, Follower, Besucher, Kunden sollen so generiert, ungleich mehr Umsatz und mehr Gewinn (was nicht immer die logische Konsequenz ist!) erzeugt werden. Für manche Anbieter von Konsumentenprodukten mit kurzer Lebensdauer durchaus legitim und hilfreich. Aber viel ist eben nicht immer mehr!

Denn dabei wird eine sattsam bekannte Erfahrung außer Kraft gesetzt: vorhandene Kundenbestände zu pflegen ist wirtschaftlicher und prospektiver als allzu atemlose Neugewinnung. Natürlich ist Wachstum wichtig. Aber wenn vorhandene Kunden nur noch mitgeführt und (rasch gewonnene) neue lieblos betreut werden, während man bereits nach den nächsten schielt, führt sich Kundenmanagement ad absurdum.

Sie kennen das von Stehempfängen: Im Gespräch wandern die Augen Ihres Gesprächspartners unablässig durch den Raum auf der Suche nach dem nächsten Kandidaten. Kommunikation heißt aber, sich auf das Hier und Jetzt einzulassen und dem Menschen, mit dem man gerade zu tun hat, seine vollste Aufmerksamkeit zu schenken. So entstehen Dichte, Nähe und Interesse.

Bestandskunden sind das Schmieröl, das den Apparat am Laufen hält und bei denen es geradezu Spaß macht, sich so richtig ins Zeug zu legen. Man kennt sich, schätzt sich, weiß was gebraucht wird, mühseliges Einarbeiten entfällt. Vertrautes Arbeiten ist produktiv! Aus Bestandskunden  werden Lieblingskunden, Treuekunden, Geschäftsfreunde, Freunde... etwas von Bestand eben. Angesichts einer kurzlebigen Epoche ein erstrebenswerter emotionaler Wert.

Was Bestandskunden mögen
Tipp: Ein nettes und aussagestarkes Mailing an die Bestandskunden geschickt, mit einer klaren Nutzungsaussage, zeigt, dass man sich kümmert. Einfach mal sagen – „Wie geht es seit unserem letzten Geschäftskontakt? Waren Sie zufrieden, hatten Sie Erfolg? Wenn ja, - wollen Sie mich jemandem empfehlen? Wenn nein, was haben wir versäumt? Gibt es etwas was ich heute für Sie tun kann?“

E-Mail-Marketing ist eine prima Sache, fix, rasch wahrgenommen, unkonventionell, falls informativ auch nützlich, allerdings auch unverbindlicher und weniger verpflichtend. Ein individualisiertes Schreiben aber zeigt Wertschätzung, die man greifen kann. Neben der haptischen Wirkung besitzt ein Brief Aura: „Aha, da hat jemand an mich gedacht, hat sich Mühe gegeben.“ Zurück bleibt Wertschätzung – beidseitig. Die wirft man nicht so schnell weg wie man eine E-Mail löscht.

Halten Sie mich für old-school  - aber ich freue mich, wenn ich richtige Briefe, ja aus Papier, mit Briefmarke und Poststempel und manchmal handschriftlich auf Bütten adressiert aus dem Briefkasten fische. Gut, bei Rechnungen oder den grau-grobkörnigen Briefkuverts von Finanzamt oder GEZ sinken die Mundwinkel eher nach unten – aber immerhin – es ist echte, authentische Korrespondenz. Boten aus einer versunkenen Zeit als die Thurn & Taxis-Kutschen zwischen den Poststationen über löcherige Feldwege ruckelten. Diese „Ausspanne" gerieten rasch zu Kommunikationszentren so wie später die Bahnhöfe, wo sich gesellschaftliches Leben abspielte.

Empfehlen Sie mich gerne weiter!


Empfehlungsmarketing ist vermutlich so alt wie die Welt, für unsere Ur-Vorfahren war Überleben nur in der Sippe gesichert. Man gab sich Tipps, wo die größten Wisente weideten, die saftigsten Brombeeren wuchsen und die fettesten Wachteln saßen und wie man Hölzer zu Pfeilen anspitzte, die die Karpfen in den noch klaren Gewässern harpunierten.

Nutzen Sie Ihre Mailings dafür, mit einem individuellen Give-way oder Retour-Bonus, Gutschein oder Rabatt in Erinnerung zu bleiben und virales Marketing in Gang zu setzen. Ein anrührender Brief ist wie eine persönliche Berührung. Babys können ohne Hautkontakt nicht überleben, unter allen menschlichen Sinnen bleibt uns die Haptik am längsten.

Bleiben wir also in touch!

Eines allerdings vorausgesetzt: Gerade ein Post-Mailing darf kein Langeweiler sein. Gönnen Sie sich Beratung, lassen Sie den Pro ran!*


* www.missword.de konzipiert, gestaltet und textet Mailings für Sie. (Na,ja, das musste mal gesagt werden)

Mittwoch, 26. März 2014

Rot/grün/gelb: Frühjahrskur mit einheimischen Gemüse-Salaten

Bestes Timing zur Fastenzeit:

Nach Salat I (Blattsalate mit Schmackes) folgte jetzt Salat II - Gemüsesalate, die eine ganze Mahlzeit ersetzen können: http://www.kochform.de/Salat-II-Salate-aus-heimischem-Gemuese.htm -

1a-Grenadas: Mittwochssuppe: Südtiroler Spargelwonne

1a-Grenadas: Mittwochssuppe: Südtiroler Spargelwonne: Heute ist Mittwoch, heute gibt's Suppe! Noch schlummert der einheimische Spargel unter Tage, aber schon blitzen uns auf der Gemüsethe...

Mittwochssuppe: Südtiroler Spargelwonne

Heute ist Mittwoch, heute gibt's Suppe!

Noch schlummert der einheimische Spargel unter Tage, aber schon blitzen uns auf der Gemüsetheke die edlen Stangen aus europäischen Anbauländern entgegen. Klar, die meisten Spargelfans schwören auf Bornheimer, Schwetzinger oder Beelitzer Gewächse, aber das dauert noch. Der erste Spargelhipper lässt sich allemal mit dem Import befriedigen. Wie wäre es mit einer bodenständigeren Version - Spargelsülze, Spargelragout mit Hähnchenfilet, Kirschtomaten und Parmesan oder Spargeleintopf mit Kalbshackbällchen und viel frischen Kräutern? Oder einem ländlichen Süppchen?

Südtiroler Spargelsuppe *


Wir brauchen: 

1 Pfund Spargel, 1 l Spargelfond, 2 Scheiben Dinkel-Toastbrot, 80 g Butter, 100 ml Milch, 150 ml Schlagsahne, 250 ml Weißwein (Terlaner, Weißburgunder, Vernaccia) und eine Prise Zimt!

Und so geht's:

1 Spargel vorbereiten: schälen, untere Randstücke abschneiden, im kochenden Spargelfond aufkochen, zugedeckt 10 Minuten ziehen lassen. Spargel herausheben, längs halbieren, in feine Scheiben schneiden. 500 ml Spargelfond für die Suppe in eine Kasserolle geben.

2 Toastbrot ohne Rinde würfeln, in Butter bräunen, abtropfen lassen, Butter auffangen und beiseite stellen. Brotwürfel noch warm mit Salz und Zimt würzen.

3 Spargelfond und Wein 20 Minuten sanft köcheln, die Hälfte der Spargelscheiben, Sahne und Milch zufügen, vorsichtig pürieren. Die beim Toastbraten aufgefangene Butter erhitzen, in die Suppe einrühren, Brotwürfel und die restlichen Spargelscheiben dazu. Deko aus frischem Koriandergrün.

Geschnittenes und mit Zitrone gesäuertes Lachsfilet (zum Schluss zugefügt) macht die Suppe reichhaltiger.


Spargelfond lässt sich auf Vorrat herstellen: Gewaschene Schalen und Abschnitte mit Salz, Butter, Zucker, Zitronenspritzer aufkochen und reduzieren. Durch ein Sieb streichen. Portionsweise einfrieren.

Grüner Spargel wird immer beliebter, Kunststück, entfällt doch bei ihm das lästige Schälen - mit einer Bozener Sauce aus gehacktem Eiweiß und Südtiroler Speckstreifen und einem Dressing aus gekochtem Eigelb, Essig, Salz, Pfeffer, Senf und Schnittlauch eine hochdelikate Angelegenheit.

Na, dann mal ran an die "Langen Kerls"!


* Originalrezept in "Essen & Trinken", 5/2010

Sonntag, 23. März 2014

1a-Grenadas: Sonntagsthema: Mehr Mut zu Ecken und Kanten!

1a-Grenadas: Sonntagsthema: Mehr Mut zu Ecken und Kanten!: Haben wir Profil nötig? oh ja!   Autoreifen sollten eines haben, Winterstiefel,  Präzisionswerkzeug, ein Gesicht von der Seite, Stadtquar...

Sonntagsthema: Mehr Mut zu Ecken und Kanten!

Haben wir Profil nötig? oh ja!  


Autoreifen sollten eines haben, Winterstiefel,  Präzisionswerkzeug ... Weg mit der Schablone! Scharfe Konturen machen das Original aus. Unverwechselbar. So entsteht Charisma.  Zisch - steigt die Rakete nach oben! Mainstream ist das Gegenteil. Im Fluss des Allgemeinen, Allgefälligen tümpeln, wenn der Novembernebel die Konturen auf der Alb verwischt, Schimären gleich. Plop - im Sumpf untergetaucht!

Wie immer liegt auch im Mittelfeld viel Schönes, Wahres. Aber Mittelfeld ist Kompromiss. Ziel ist das Ideal, auch wenn man es nie ganz erreichen wird. Das ist ihm auch immanent. Würde das Ideal Realität, wäre es ruck zuck degradiert auf Mittelmaß. Ernüchternd.

Profis mit Profil haben aber ihren Preis

Ein berufliches Profil schärft sich nicht mit dem Bachelor oder Doktorgrad, sondern mit gelebtem Leben. Lebensalter, Erfahrung, Intuition - all das fließt in das berufliche Handwerk ein. Charakteristika wie Felsspalten und Wesenzüge wie Marmorbrüche machen das Individuum aus. Ein menschliches Gehirn ist erst mit 25 voll ausgereift. Ist man dann nicht gut beraten, Lebensentscheidungen wie Sohn zeugen, Haus bauen, Baum pflanzen auf später zu verlegen? - 

Erfolgshunger ist ein Merkmal der (noch) unreifen Anfangsjahre, später tritt der Hunger nach Qualität an dessen Stelle, der Drang etwas Gutes zu schaffen, etwas Bleibendes, einen Nachhall, der überdauert. Alter, wohlgereifter Gruyère auf der Höhe seines Geschmacks (quasi mit "Produkterfahrung") ist teurer als Mai-Gouda. Zu Recht. Was für den Käse gilt, ist bei Profi-Dienstleistern nicht anders. 

Der kürzlich verstorbene Filmregisseur Alain Resnais ("Letztes Jahr in Marienbad", "Hiroshima, mon amour"), Wegbereiter der Nouvelle Vague, arbeitete ohne Unterlass bis kurz vor seinem Tod. Seine Filme hatten nichts von der Frische eingebüßt, die sie bereits in seiner Jugend auszeichnete. Sein letzter "Aimer, boire et chanter" lief noch im Berlinale-Wettbewerb 2014. Gestorben ist er mit 91.

Die Anekdote um Picasso, der einem Banker in seiner genialischen Art rasch eine kleine Skizze fertigt und ihm dafür 1 Mio. alte Francs abverlangt, trifft es auf den Punkt. Wenn der Banker aufschreit: "Aber Meister, 1 Mio für 3 Minuten Arbeit?" beantwortet dies Picasso in der Milde seiner Altersweisheit: "Ich habe aber auch über 30 Jahre gebraucht, um dies verlangen zu dürfen."

Wie kommt man/frau zu einem Profil? 

Im Film veranlassen uns fiktive Figuren zu heißen Tränen der Rührung, des Zorns oder der Trauer, wenn sie mit all ihren Macken und Neurosen sichtbar werden. Sie leben über ihre Geschichte, die ihr Gesicht geprägt hat. Nicht selten sind diese Figuren plastischer als im wirklichen Leben. Der Mafiaboss gewinnt unser Herz, wenn wir sein Kindheitstrauma erkennen; mit der Mörderin fühlen wir, als wir einen Blick in die Hölle ihrer Ehe werfen. Der Kidnapper scheitert an der Unmöglichkeit, den von ihm verschuldeten Tod des eigenen Kindes zu verkraften und wir verzeihen ihm ..

Im wirklichen Leben ist es ähnlich. Pokerfaces, die keine Schwäche erkennen lassen, lassen uns kalt. Schroff-kantige Typen, an denen wir uns reiben, bis die Funken sprühen, ziehen uns an, auch wenn sie nervig sein können. Masochismus? Oh nein, eher der menschliche Drang nach Spiegelung - denn nicht selten erkennen wir in diesen - uns selbst.

Oder wie wir uns wünschen zu sein. 






Mittwoch, 19. März 2014

1a-Grenadas: Mittwochssuppe: Grüne Petersilienwurzelsuppe mit G...

1a-Grenadas: Mittwochssuppe: Grüne Petersilienwurzelsuppe mit G...: Heute ist Mittwoch, heute gibt's Suppe! Die Fastenzeit hat ihre guten Seiten - üppig Gemüse, der Markt beginnt sich mit Frühlingsgenüs...

Mittwochssuppe: Grüne Petersilienwurzelsuppe mit Granatapfel und Mandeln

Heute ist Mittwoch, heute gibt's Suppe!

Die Fastenzeit hat ihre guten Seiten - üppig Gemüse, der Markt beginnt sich mit Frühlingsgenüssen zu füllen. Noch ein wenig winterlich gibt sich die Petersilienwurzel, aber sie ist einfach ein Alleskönner, der sich nicht aufdrängt, aber immer irgendwie passt.

Grüne Petersilienwurzelsuppe mit Granatapfel und Mandeln


Farblich ein Hingucker - und in der geschmacklichen Kombination apart.

Wir brauchen:

400 g Petersilienwurzeln, 80 g Schalotten, 1 Granatapfel. 40 g Butter, 100 ml Weißwein, 800 ml Gemüsefond, 200 ml Schlagsahne, Mandelblättchen. Gewürzt wird mit  Salz, Pfeffer, Muskat, Dijon-Senf, Zitronensaft. Viel glatte Petersilie ist ein Muss.

So geht's:

1 Schalotten schälen und hacken, Wurzeln schälen und quer in 0,5 cm dicke Scheiben schneiden. Granatapfelkerne auslösen, 3 EL fein gehackte Mandeln bräunen. Viel, viel glatte Petersilie hacken.

2 Schalotten in der Butter glasig dünsten, nicht bräunen. Petersilienwurzeln mitdünsten. Mit Weißwein ablöschen, mit der Brühe auffüllen, salzen, pfeffern. 15-20 Minuten moderat köcheln lassen.

3 Sahne zu der Suppe geben und alles pürieren. Viel feinst gehackte Petersilie dazufügen und mitköcheln, bis die Suppe eine hellgrüne Farbe annimmt. Suppe aufkochen und mit den o.a. Gewürzen (Senf, Zitrone, frische Muskatnuss, Salz, Pfeffer) abschmecken.

4 Suppe in Teller füllen, mit ausgelösten Granatapfelkernen und gerösteten Mandelblättchen bestreuen.


Der Granatapfel spielte als uralte Kulturpflanze bereits in der Frühbronzezeit eine große Rolle, wahrscheinlich noch früher. Der sagenumwobene Kalif von Bagdad liebte Granatapfelmus als höchst vitalstoffreiches Gericht. Die originelle Frucht bezaubert mit ihrem Äußeren und ist als der Apfel der Aphrodite ein Symbol für Fülle, Schönheit, Nutzen, reiche Ernte. Am meisten verbreitet ist er im westlichen und mittleren Asien, Mittelmeerraum, Nordafrika. Zugreifen, wenn er Ihnen im Supermarkt entgegenlacht. Einziger Nachteil - beim Auslöffeln oder Pressen geht es nicht ohne Kleckern! Aber auch da gibt es Tricks!

Übrigens hat der Granatapfel diesem Blog zu seinem Namen verholfen (1a-Grenadas). Er findet sich auf www.missword.de als Leitmotiv und rund um das andalusische Granada in reicher Fülle. Dies offenbar schon seit den Mauren, die der Stadt ihren Namen gaben. 

Mandeln sind mehr noch als Wal- oder Haselnüsse Anti-Aging-Kost pur, prall an Antioxidantien. Sie schmecken einfach köstlich nicht nur im Marzipan, bereichern Müsli, feine orientalische oder portugiesisch/arabische Gerichte und Desserts und sind in Form von purem Mandelmus (ohne Zucker) ein gesunder, hochfeiner Ersatz für Schokolade oder zuckerreiche Frühstücksaufstriche.

Sonntag, 16. März 2014

1a-Grenadas: Sonntagsthema: Ach, du liebe Zeit!

1a-Grenadas: Sonntagsthema: Ach, du liebe Zeit!: Je älter man wird, desto schneller vergeht die Zeit – zumindest gefühlt. Woran liegt das? Über die Zeit kann man eigentlich ...

Sonntagsthema: Ach, du liebe Zeit!


Je älter man wird, desto schneller vergeht die Zeit – zumindest gefühlt. Woran liegt das?

Über die Zeit kann man eigentlich nix Konkretes sagen, nur über das subjektive Zeitempfinden. Erinnern wir uns, dass wir als Kind, das ständig lernte und Neues entdeckte, die Zeit als ungeheuer langsam empfanden. Je mehr wir bereits gespeichert haben und je weniger wir uns mit Neuem, sondern mit allzu Vertrautem beschäftigen, desto schneller scheint die Uhr zu ticken.  Packt man dagegen seine Tage randvoll mit Eindrücken und stellt man sich immer wieder neuen kleinen oder großen Herausforderungen und Lernerfahrungen, verlängert dies subjektiv die Lebenszeit. Man hat einfach mehr davon! Fühlt sich reicher und beschenkter. Das ist vergleichbar mit der Hin- und Rückfahrt zu einem bislang unbekannten Ort. Die Hinfahrt dehnt sich, der Heimweg vergeht im Flug.

Hat man das Gefühl, man hetze seiner Zeit hinterher, bedeutet dies enormen Negativstress. Und dieser macht müde, sehr müde. Das heißt, man schafft seine gesetzten Ziele, sein auferlegtes Pensum noch weniger oder nur noch über eine gesteigerte Energieausbeutung oder Ausdehnung von Zeit. - Was dann?

 1) Sich einfach weniger vornehmen? 

Selbstreflexion ist angesagt: Sind die Ziele, die ich verfolge, immer noch meine eigenen? Oder hat sich im Laufe des Lebens eine Vielzahl an Gewohnheiten und Mechanismen verselbstständigt, die obsolet geworden ist? Lebe ich aber gegen meine (meist noch) unbewussten Wünsche und Bedürfnisse, kostet dies ebenso enorm viel Kraft. Bediene ich mein inneres Steuerungssystem noch autonom oder steht dies längst auf Autopilot? Wo bin ich auf ein Karussell aufgestiegen, von dem ich auch nach mehreren Umdrehungen nicht wieder herunter gefunden habe, obwohl mir längst schwindelig ist?

Oder 2) Seiner Zeit mehr Struktur geben?

Jeder hat sich wohl bereits mindestens einmal mit Zeitmanagement beschäftigt, kurzfristig oder nachhaltig erfolgreich oder auch gar nicht. Das ist der Seminar-Effekt. Man absolviert zwei, drei motivierende Tage, die das Gefühl hervorrufen: Dieses Mal packe ich es! Einer Diät vergleichbar, bei der Anfangserfolge zu euphorischen Höhenflügen Anlass geben. Man startet auf einem fliegenden Teppich steil nach oben, sieht sich die winzige, unter sich wuselnde Welt von oben an und feixt: „Ätsch! Ab heute bin ich auf der Überholspur!“ Dann komm ein Stürmchen auf, ein Regen braust herab und der fliegende Teppich saugt sich in NullkommaNix mit Wasser voll. 

Der menschliche Körper an sich ist klug. Jedem Menschen ist genetisch gesehen sein ureigenes Gewicht mitgegeben. Manche leben gut damit, manche kämpfen dagegen lebenslang an. Manche finden es nie. Auch ein Zeitmanagement-Programm, ist es zu verzwickt, kann gegen unsere inneren Bedürfnisse arbeiten. Alles, was sich sperrig anfühlt, lehnt der Mensch intuitiv ab. 

Oder 3) Seinen Aufgaben und Zielen das richtige Gewicht geben?


Lothar Seiwerts ALPEN-Methode scheint hier eine erfrischende Ausnahme zu sein. Sie kommt mit 5 wichtigen Eckdaten aus:

A = Aufgaben in einer täglichen (wöchentlich/monatlichen/jährlichen) To-Do-Liste bündeln

L = Länge ist eben doch wichtig! Kalkulieren, wie lange man für jede der einzelnen Punkte benötigt.

P = Pufferzeiten einplanen. Zeiteinheiten nicht zumüllen. Spielräume für Unvorhergesehenes und Überraschendes lassen.

E = Entscheidung. Jede Aufgabe einordnen in a) wichtig, eilig, also daher auch dringend  b) wichtig, hat aber Luft, c) unwichtig und auch gar nicht so eilig. Und entsprechend vorgehen. 

N = Nachkontrolle – War die Kalkulation realistisch? Was muss/sollte ich modifizieren? Was eliminieren?

Am Ende des Tages (Woche, Monat, Jahr) wird gecheckt, was von der To-Do-Liste auf die nächste Zeiteinheit übertragen werden sollte. Oder sich von selbst erledigt hat. Denn das passiert - und gar nicht so selten!

Scheint Ihnen zu simpel? Na ja, auf jeden Fall ist es ein Anfang. 

Mittwoch, 12. März 2014

1a-Grenadas: Mittwochssuppe: Picassos Liebe zum Hummer

1a-Grenadas: Mittwochssuppe: Picassos Liebe zum Hummer: Heute ist Mittwoch, heute gibt's Suppe! Und zwar janz wat Feines! Pablos Hummersuppe In der Fastenzeit genießt man öfters mal F...

Mittwochssuppe: Picassos Liebe zum Hummer

Heute ist Mittwoch, heute gibt's Suppe!

Und zwar janz wat Feines! Pablos Hummersuppe

In der Fastenzeit genießt man öfters mal Fisch, Meeresfrüchte, Schalentiere .. heute schauen wir nach bei Pablo Picasso, der in seiner provenzalischen Schaffensphase der 1960er Jahre ein Faible für Hummer hatte. Wir kochen frische (soll heißen lebende) Hummer oder verwenden vorgekochtes TK- oder Konservenhummerfleisch. Die "Homards au bouillon" atmen den Duft südfranzösischer Kräuter und sind sowohl eine Augenweide als auch ein Gaumenschmaus.

Wir brauchen:

4 kleinere Hummer zu je 350 g mit Panzer (alternativ: TK- oder Dosenhummerfleisch), 20 g Butter, Karotte, Lauchstange, ein paar Schalotten, Bleichsellerie, frische glatte Petersilie, Kerbel, Koriander, 50 cl Hühnerbrühe, 50 cl süßen Weißwein. 

Zum Würzen: Pfeffer- und Korianderkörner, Sternanis, Orangenschale, Cayennepfeffer, Meersalz. Bouquet garni (Thymianzweige, Bleichsellerie, Petersilie)

So geht's:

1 Hummer kalt abspülen, 2 Minuten in kochendem Salzwasser blanchieren.

2 2 Karotten würfeln, 1 Lauch in Scheiben schneiden, 2-3 Schalotten hacken. Pfeffer- und Korianderkörner und Sternanis grob zerstoßen und mit Bio-Orangenschale, Cayennepfeffer und einem Bouquet garni in einen Musselinsäckchen füllen.

3 Die gehackten Gemüse in einer großen Kasserolle in Butter dünsten, mit Wein ablöschen, 5 Minuten reduzieren und mit 1 L Wasser und der Hühnerbrühe aufgießen. Das Gewürzsäckchen zufügen, salzen, pfeffern, 45 Minuten sanft köcheln lassen. 

4 Erkalten lassen, durch ein Sieb streichen, erneut aufkochen, abschmecken, nachwürzen. Die frisch gehackten Kräuter zusammen mit den Hummern in die Suppe geben. 15 weitere Minuten köcheln. 

5 Pro Teller einen Hummer! Mit der aromatischen Brühe auffüllen, mit ein paar Lavendelfäden und Kerbelblättern bestreuen.

Verwenden wir vorgekochtes, ausgelöstes Hummerfleisch, muss man das Prozedere natürlich anpassen, damit der zarte Genuss nicht verkocht.

Natürlich ist dies kein kostengünstiger Happen für jeden Tag - aber manchmal muss man aus einem Mittwoch (oder einem Freitag oder einem Montag) einfach etwas ganz Besonderes machen! Allein schon die Brühe ist wie ein Windhauch aus der Provence, der Lavendel und Thymian ahnen lässt.

Bon appétit!

Originalrezept in : Ermine Herscher, Zu Gast bei Picasso, Heyne

Sonntag, 9. März 2014

1a-Grenadas: Sonntagsthema: Ohne Strategie gewinnt sich kein Kr...

1a-Grenadas: Sonntagsthema: Ohne Strategie gewinnt sich kein Kr...: ... aber auch kein Marktanteil oder Imageplus.  Doch in der Unternehmenskommunikation ersetzt allzuoft Aktionismus eine originäre strategis...

Sonntagsthema: Ohne Strategie gewinnt sich kein Krieg!

... aber auch kein Marktanteil oder Imageplus. Doch in der Unternehmenskommunikation ersetzt allzuoft Aktionismus eine originäre strategische Konzipierung. Die Lage ist mau und die Dinge laufen aus dem Ruder? Dann mal schnell einen Imagefolder, eine Armada von Flyern oder eine neue Website erstellt, zügig unter die Leute gebracht und gewartet, was passiert! Natürlich sind Unternehmenspublikationen sehr wirksame Medien, um die relevanten Unternehmensbotschaften an die adäquaten Zielgruppen zu transportieren. Wenn  sie  strategisch konzipiert sind. Sonst  sind sie nur eines - Selbstzweck. 

Merke: Kriegsentscheidend sind nicht die visuellen Bildreize oder ausgefallene Designfeatures, sondern Inhalte. Den ersten und auch entscheidenden Fehler macht oft schon die Sichtweise: Es dominiert die Ich/Wir-Perspektive (Wir können, wir sind, wir bieten, wir machen). Die Sicht desjenigen, den wir ansprechen wollen, bleibt vage. Zweiter Fehler: Analysieren, recherchieren, reflektieren, nachfragen, bis man alle Details heraus gekitzelt hat, Argumente finden, indem man sich in die Zielgruppe und deren Bedürfnisse hineinfühlt?  - Ach nöö, wozu denn? Dafür ist jetzt auch gar keine Zeit. 



Was ist der Unterschied zwischen Information und Argument?


Information ist gut (für eine Bedienungsanweisung), Argument ist besser, denn nur ein schlüssiges Argument überzeugt. Beispiel: "Unser neues Motorrad benutzt lauffreundliche Speichenl" Aha, eine nützliche Information, aber ohne Nachhall, denn sie vermittelt dem Leser kein emotionales Erlebnis. "Mit unserem neuen Motorrad spüren Sie die Unebenheiten der Fahrbahn nicht mehr" ist bereits auf dem Weg zum Argument. "Mit unserem neuen Motorrad kommen Sie (wie auf Samtpfoten) gut gelaunt ans Ziel" bringt den emotionalen Kick. Capisce?

Hausaufgaben anfangs machen - nicht im Nachhinein!

- Wer genau ist unsere Wunschzielgruppe? Welche ihrer Bedürfnisse und Erwartungen können wir mit unseren Produkten/Dienstleistungen befriedigen?
- Was soll sich für unseren Wunschkunden verändern, wenn er es mit uns zu tun hat?
- Welche emotionale Reaktion entscheidet über Daumen hoch, Daumen runter?
- Welchen Anreiz hat er, gerade bei uns anzudocken und nicht beim Mitbewerber?
- Was hebt uns auf dem Markt hervor? Welchen Mehrwert bieten wir, den sonst keiner hat?
- Wie ist unser Selbstbild? 
- Wie sieht uns die Öffentlichkeit? Und warum? Wie sollte sie uns idealerweise sehen?

Das wäre einmal ein Anfang.

Die Realität ist meist anders


Das beginnt mit dem Projekt-Budget. Es wird festgezurrt nach Maßgabe der Möglichkeiten, ohne dass vorab konzipiert und kalkuliert würde. Aber das funktioniert schon im wirklichen Leben nicht. Man kann nicht zum Bäcker sagen: "Ich hab hier 1 Euro. Gib mir dafür 10 Brötchen." Gut, man kann es versuchen, aber ... ?!  Erst kalkulieren, dann prüfen, ob das Budget es trägt! Wenn nein, muss umgedacht werden. Oder aufgesattelt. Wenn ja, kann es losgehen. 

Doch allzu oft läuft es so ab:

Die Marketing- oder Werbeabteilung will eine Unternehmenspublikation vertreiben, die Grafikdesigner fertigen ein CI orientiertes Design, Bildkonzept und Layout, Geschäftsleitung und Vertrieb nicken ab, Lettershop und Druck sind in Habachtstellung. Aber der Konzeptioner/Textchef wird erst einbezogen, wenn es darum geht, die im Layout zwischen Grafik und Bild entstandenen Lücken mit Text zu füllen. Irgendwie. Kommt daher der Begriff des Lückenbüßers? Egal. Mach mal! 

Zu diesem Projektzeitpunkt ist der Zeitdruck bereits enorm, das Budget zum guten Teil verbraten. Der Texter muss sich sputen, äußerst kostengünstig sein und möglichst keine Zicken machen! Allerdings liegen Zielgruppe und ZG-Ansprache immer noch im Dunklen, glänzen Kernbotschaften und Killer-Argumente durch Abwesenheit. Hat der Texter jetzt noch den Spielraum, seine originäre Aufgabe - Analyse, Recherche, Datenerhebung, Marktvergleich, Branchenkenntnisse aneignen, Informationen strukturieren und bewerten, Zielgruppen bestimmen, Strategie, Textkonzept, Texterstellung, Abstimmungsgänge, Überarbeitung, Endredaktion - optimal zu erfüllen? Nein, hat er nicht. 

So geht's besser

Einfach von Anfang an den Konzeptioner/Texter mit ins Boot holen. Er verfügt über das notwendige analytische, strategische und konzeptionelle Denken, Kompetenz in Marketingkommunikation und Informationsvermittlung, Sprachgespür und Textkönnen. Er findet heraus, welche Brücke vom Absender zum Adressaten führt, was die Zielgruppe wirklich braucht und wie man sie davon überzeugt, dass nur wir ihr das Gewünschte bieten. Wir und sonst keiner! 

Analyse, Strategie und Konzeption dienen der Selbsterkenntnis und diese ist eine essenzielle Grundlage für jede unternehmenspolitische Entscheidung. Jeder Unternehmende ist gut beraten, sich diesem Prozess von Zeit zu Zeit (mit fachmännischer Hilfe) zu stellen.

Soviel Zeit muss sein! Und auch so viel Einsicht.

Mehr Infos: www.missword.de



Foto: 
Adrianna Calvo, Stocksnap.io


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Samstag, 8. März 2014

1a-Grenadas: Frühjahrsblues?

1a-Grenadas: Frühjahrsblues?: Es ist schon ulkig, aber das Wetter bietet immer Stoff, zum Klagen oder sich Freuen. Meine Region hat während dieses ganzen Winters nicht e...

Frühjahrsblues?

Es ist schon ulkig, aber das Wetter bietet immer Stoff, zum Klagen oder sich Freuen. Meine Region hat während dieses ganzen Winters nicht einen Krümel Schnee gesehen und gerade auch nur mal einen Hauch von Raureif. Morgens sah ich ratlose Vögel auf meinem Balkon sitzen, die sich fragten, "ja ist denn jetzt schon Sommer?" Grog oder Glühwein schmecken nicht, wenn man nicht ausgefroren nach Hause kommt, winterliche Kohl-Eintöpfe verlieren an Charme und warum hab ich mir überhaupt einen Vorrat an Hustensaft und Erkältungstees zugelegt??

Einerseits bringt ein milder Winter weniger Probleme mit sich - nix mit Schnee schippen, Glatteis, eingeschneiten Straßen, die Heizung muss nicht auf Hochtouren laufen ... Aber der Mensch will ja immer das was er nicht hat - irgendwie fehlt er mir doch, der Schnee. Weiß eingezuckert macht eine winterkahle Landschaft einfach mehr her, Schnee verwischt die harten Konturen und spröden Ausblicke, macht alles stiller und langsamer. Wer kennt das nicht: Ein Winter-Sonntagmorgen - draußen tropft Eiswasser von der Dachrinne, eine wattige Schneedecke verhüllt was das Auge eh nicht sehen will, ein paar Krähen kauern auf kahlen Ästen, der Horizont ist im Dunst verschwunden, die Geräusche des Lebens dringen nur gedämpft ins Bewusstsein, Weiß schluckt alles weg. Die Gedanken zerfließen und innere Ruhe kehrt ein. 

Der menschliche Organismus ist an den Wechsel der Jahreszeiten gewöhnt, er braucht ihn um sich zu erden und seine innere Uhr zu stellen. Die Natur macht es uns ja vor - Winterschlaf. Die dunkle Phase der Wintermonate - frühe Abende, lange Nächte - hat genauso vitale Bedeutung wie der quietsch-lebendige Sommer, der den inneren Wecker ein, zwei Stunden früher stellt und abends die Menschen aus dem Haus treibt. Mir hat er gefehlt, der Winter. Wird uns sein Fernbleiben eine Mäuse- und Ungezieferplage einbringen? Und eine Vogelwelt, die sich im Herbst gut überlegt, ob sich die Fernreise in den Süden überhaupt noch lohnt? Rosen, die bereits im März blühen und im Juni die Köpfe sinken lassen? (Gut, spätestens im nächsten Winter, wenn wir unter Schneemassen ächzen, denke ich neu darüber nach).

Willkommen - Frühling!

Mittwoch, 5. März 2014

Mittwochssuppe: Irische Kartoffelsuppe mit oder ohne !

Heute ist Mittwoch, heute gibt's Suppe!

Natürlich haben wir keinen normalen Mittwoch - es ist Aschermittwoch, der Tag, an dem man sich Asche aufs Haupt streut, ins Büßerhemd schlüpft, sich gegenseitig die Leviten liest - und seinen Kater auskuriert. Den meisten steht heute der Sinn nach Salzigem, Saurem - Matjeshäckerle mit Gürkchen oder einer Bloody Mary mit Eigelb und Worcestershiresauce und einer Alka-Seltzer.

Schmackhafter schlägt eine einfache, kräftige Kost den Kater in die Flucht. Mineralien sind jetzt gefragt, Spurenelemente und Vitamine! Ein Magenschmeichler, der die gestressten Magennerven beruhigt und das Kopfweh außer Kraft setzt. Er schmeckt mit oder ohne Fleisch, kommt auch auf den Zustand des Kater-Magens an.

Irische Kartoffelsuppe mit oder ohne ..


Wir brauchen:

2 mittelgroße Zwiebeln, 2 Stangen Sellerie, 3 große Kartoffeln, 1 kleine Fenchelknolle + Grün, Knoblauchzehe, 1 l Gemüse- oder Hühnerbrühe. 30 g gesalzene Butter. Etwas Steinsalz, frischen Pfeffer, Lorbeer, Thymian, Petersilie, Hauch Chiliöl. Wer's mag: Lammbratwürste oder irische Blutwurst, z.B. Clonakilty Black Pudding. Sauerrahm. Schnittlauch.

So geht's:

1 Gemüse putzen, klein schneiden, mit dem gepressten Knoblauch alles in Butter anbraten, aber nicht bräunen, nur weich dünsten (bei geschlossenem Deckel). Gelegentlich rühren!

2 Brühe aufgießen, Gewürze und Kräuter zufügen. 45 Minuten Stunde bei schwacher Hitze schmurgeln lassen. Kräuter herausnehmen, Suppe zu einer sämigen Konsistenz pürieren. Aufkochen, Sauerrahm einrühren.

3 Blutwurst oder Lammbratwurst in Scheiben schneiden, in Öl rösten.

4 Suppe in vorgewärmte tiefe Teller füllen, mit Schnittlauchröllchen, Fenchelgrün und einem Hauch Chiliöl beträufeln, Wurstscheiben oben auf legen.


Die irische Küche ist originell, bodenständig, kernig und schmackhaft und arbeitet mit den vor der Haustür gedeihenden regionalen/insularen Produkten. Nachzulesen in den Kochbüchern der Ivette van Boven.






Sonntag, 2. März 2014

1a-Grenadas: Sonntagsthema: Heute mal nix!

1a-Grenadas: Sonntagsthema: Heute mal nix!: Nicht, dass ich im Karneval untergetaucht wäre - aber in diesem närrischen Tagen fällt kritische Reflexion schwer - Gegen einen Ausflug nach...

Sonntagsthema: Heute mal nix!

Nicht, dass ich im Karneval untergetaucht wäre - aber in diesem närrischen Tagen fällt kritische Reflexion schwer - Gegen einen Ausflug nach Rio hätte ich heute allerdings wenig einzuwenden, nix wie weg bevor "de Zoch kütt"!

Für Nicht-Rheinland-Residenten übersetzt: Bevor sich die närrischen Mengen in den Straßen um die 'Kamelle' streiten, die Prinz, Jungfrau und Bauer und auch mal eine Prinzessin aus der Höhe der Karnevalswagen in die Menge streuen. Strüssje - kleine Blumensträuße - können auch dabei sein, Six-Packs Papiertaschentücherr oder Verhüterli. Der eine oder andere kann's ja gebrauchen. Sollten die Narren aber anfangen, mit Bierdosen zu werfen, ist Deckung im Straßengraben angebracht. Besser noch Flucht.

http://www.spiegel.de/fotostrecke/karneval-in-rio-de-janeiro-hat-begonnen-fotostrecke-111737-6.html

oder doch lieber zum chinesischen Neujahrsfest:

http://www.spiegel.de/schulspiegel/ausland/austauschschuelerin-in-hongkong-massenreisen-zum-neujahrsfest-a-955625.html

ach nee, sorry, das ist ja bereits vorbei!

Na, dann, bis zum nächsten Sonntag!