Mittwoch, 12. März 2014

Mittwochssuppe: Picassos Liebe zum Hummer

Heute ist Mittwoch, heute gibt's Suppe!

Und zwar janz wat Feines! Pablos Hummersuppe

In der Fastenzeit genießt man öfters mal Fisch, Meeresfrüchte, Schalentiere .. heute schauen wir nach bei Pablo Picasso, der in seiner provenzalischen Schaffensphase der 1960er Jahre ein Faible für Hummer hatte. Wir kochen frische (soll heißen lebende) Hummer oder verwenden vorgekochtes TK- oder Konservenhummerfleisch. Die "Homards au bouillon" atmen den Duft südfranzösischer Kräuter und sind sowohl eine Augenweide als auch ein Gaumenschmaus.

Wir brauchen:

4 kleinere Hummer zu je 350 g mit Panzer (alternativ: TK- oder Dosenhummerfleisch), 20 g Butter, Karotte, Lauchstange, ein paar Schalotten, Bleichsellerie, frische glatte Petersilie, Kerbel, Koriander, 50 cl Hühnerbrühe, 50 cl süßen Weißwein. 

Zum Würzen: Pfeffer- und Korianderkörner, Sternanis, Orangenschale, Cayennepfeffer, Meersalz. Bouquet garni (Thymianzweige, Bleichsellerie, Petersilie)

So geht's:

1 Hummer kalt abspülen, 2 Minuten in kochendem Salzwasser blanchieren.

2 2 Karotten würfeln, 1 Lauch in Scheiben schneiden, 2-3 Schalotten hacken. Pfeffer- und Korianderkörner und Sternanis grob zerstoßen und mit Bio-Orangenschale, Cayennepfeffer und einem Bouquet garni in einen Musselinsäckchen füllen.

3 Die gehackten Gemüse in einer großen Kasserolle in Butter dünsten, mit Wein ablöschen, 5 Minuten reduzieren und mit 1 L Wasser und der Hühnerbrühe aufgießen. Das Gewürzsäckchen zufügen, salzen, pfeffern, 45 Minuten sanft köcheln lassen. 

4 Erkalten lassen, durch ein Sieb streichen, erneut aufkochen, abschmecken, nachwürzen. Die frisch gehackten Kräuter zusammen mit den Hummern in die Suppe geben. 15 weitere Minuten köcheln. 

5 Pro Teller einen Hummer! Mit der aromatischen Brühe auffüllen, mit ein paar Lavendelfäden und Kerbelblättern bestreuen.

Verwenden wir vorgekochtes, ausgelöstes Hummerfleisch, muss man das Prozedere natürlich anpassen, damit der zarte Genuss nicht verkocht.

Natürlich ist dies kein kostengünstiger Happen für jeden Tag - aber manchmal muss man aus einem Mittwoch (oder einem Freitag oder einem Montag) einfach etwas ganz Besonderes machen! Allein schon die Brühe ist wie ein Windhauch aus der Provence, der Lavendel und Thymian ahnen lässt.

Bon appétit!

Originalrezept in : Ermine Herscher, Zu Gast bei Picasso, Heyne