Samstag, 5. April 2014

Schon mal üben: Österliches Eierwerfen ist Trend :-)



In zwei Wochen feiern wir Ostern - das muss gut geplant sein! Jetzt ist noch Zeit, das Eierwerfen zu üben oder neue Rezepte zu testen, damit das Fest ein Erfolg wird:

Osterbräuche - Ungewöhnlich, aber lustig

Die Gebräuche zu Ostern sind weltweit höchst unterschiedlich - von schwermütig-feierlichen Riten in Russland bis zur ausgelassenen Fiesta in Mexico. Auch Skurriles hält sich hartnäckig: In Bulgarien werden rot gefärbte Eier weder gekocht noch gegessen, sondern gegen Mauern, Autos und auch mal gegen Mitmenschen geworfen, in Ungarn besprühen die Männer die Frauen der Familie mit Parfüm und erhalten als Gegengabe Kuchen, Wein und Schnaps, in Finnland schlägt man sich gegenseitig mehr oder weniger nachdrücklich mit Birkenruten. 

Der Osterhase ist ja sooo süß! 

In Polen bringt man einen Korb voller Oster-Speisen zur Segnung in die Kirche. Der polnische Oster-Babka - ein zuckeriger Hefekuchen - gehört mit seiner mächtigen Füllung aus Rumrosinen, Früchten oder Schokolade nicht gerade zu den kalorienarmen Fastenbrechern. Die russische Fastenspeise Pas-cha besteht aus Sahnequark, Butter, Schmand, Zucker, Eier, Mandeln, Vanille, Zitronanabrieb. Zusätzlich gemästet wird sie mit Rumrosinen, kandierten Früchten und Walnüssen. Nicht gerade ein Diätprogramm, aber eine Wonne auf der Zunge! Ihre Zubereitung fordert dem Patissier allerdings einige Geduld ab. Nicht fehlen beim russischen Osterbüffet darf auch der fruchtige Hefe-Kulitsch. Die Finnen bevorzugen einen Malzpudding, den Mämmi, das bulgarische Osterbrot Kusonak wird mit gefärbten Eiern bestückt. 

Wie kam der Osterhase eigentlich zu seinem Beruf?

Unser Osterfest ist sowohl heidnisch (Frühlingserwachen) als auch religiös besetzt (Auferstehung Christi). Schon in der germanischen und antiken Götterwelt galt der Hase als Mondtier - Ostern fällt immer auf den zweiten Sonntag im Frühlingsvollmond. Er begleitete Ostara und Aphrodite - beide Göttinnen der Fruchtbarkeit in ihrer Epoche - und welch anderes Tier wäre so fruchtbar? Das Sprichtwort meint, dass keiner toller sei als der Märzhase .. Obwohl - in letzter Zeit scheint der Hase weniger Lust auf Fortpflanzung zu haben, zumindest in unseren Fluren muss man den gemeinen Feldhasen mit der Lupe suchen.

In früheren Zeiten hoppelte der Hase auf Nahrungssuche im ausgehenden Winter bis in die Wohnbereiche der Menschen und trieb sich in den Gärten herum. Versteckt, damit man ihm nicht an den Kragen gehen konnte. Dass ein eierlegender Hase natürlich über übernatürliche Kräfte verfügt, versteht sich. Zumal diese ja nicht selten aus Nugat, Marzipan und Eierlikörtrüffel bestehen. 

In der Reformationszeit adoptierten evangelische Christen den Osterhasen, ab Mitte des 19. Jahrhunderts stieg seine Popularität steil an und er machte in Bilderbüchern, als Schokoladenhappen oder knuddeliges Stofftier Karriere.

Ostern ist das Fest der Naschkatzen!