Sonntag, 6. April 2014

Sonntagsthema: Die Zukunft der Unternehmenskommunikation




Ersetzen Storytelling und Content Marketing bald die klassische Unternehmenswebsite oder gar - shocking! - die Pressearbeit?

Coca Cola * macht es bereits vor: Großunternehmen könnten mehr und mehr zu Verlegern und Publishern werden, die ihre eigenen Unternehmensmagazine online auflegen und auf einen klassischen Unternehmensauftritt verzichten. Eher eine Sache von Consumer Brands? Oder kann hier auch die B2B-Kommunikation teilhaben, bei der es meist um komplexe Zusammenhänge und erklärungsbedürftige Produkte/Dienstleistungen geht?

Nicht nur Großunternehmen, auch Mittelständler und Kleinunternehmen sind gut beraten bei Content Marketing nachzuziehen und im angepassten Modus von seiner hohen Wirksamkeit zu profitieren. Mit Zielgruppenthemen, die die Werte und Botschaften der Marke kongenial verkörpern und in Szene setzen. Mit redaktionellen Formaten, die die Mitarbeiter, Fans und Kunden zu Wort kommen lassen und die Marke/das Unternehmen aus deren Mund lebendig machen. Authentischer kann Kommunikation kaum sein. Worthülsen und Promotion-Geklingel machen niemanden mehr heiß und wenn dann aus Genervt-sein.

Im Grunde nix Neues.  In vordigitaler grauer Ur-Zeit (also vor etwa 5-20 Jahren) nannten wir PR-Fachleute dies Themenkommunikation oder Corporate Publishing und vertrauten längst mehr der positiven Wirkung des Themas, weniger der des Produkts. Heute kommt Content Marketing crossmedial und vernetzt auf allen Unternehmenskanälen daher, hochemotional und daher glaubwürdig und wirkungsvoll.

Der gute alte Journalismus lebt – denn hier wird die Story hinter der Nachricht aufgespürt. Das entlastet die Unternehmenspressearbeit spürbar und tut ihrer Qualität gut – die sich durch das hohe Aufkommen offener Presseportale, die schlichtweg alles veröffentlichen, was verlautbart wird, „verschlimmbesserte“. Was heute oft als Pressemeldung durchgeht, war früher bestenfalls Verkaufsförderung, und das nicht mal gute (die natürlich ihre Berechtigung hatte). Denn derartige Verlautbarungen bedienen weder das eine noch das andere Format professionell und nutzbringend.

Mehr dazu demnächst im Sonntagsthema!