Dienstag, 30. Dezember 2014

Mittwochssuppe: Austern in Champagner

Mittwochssuppe? Sie reiben sich jetzt bestimmt die Augen. Ein Tag zu früh, das kann ja mal vorkommen. Nicht ohne Hintergründigkeit: Diese feine Petitesse eignet sich vorzüglich für einen Silvester-Mitternachts-Imbiss oder für einen leichten Neujahrsbrunch. Und dafür sollten Sie heute noch zum Fisch- oder Feinkosthändler eilen, bevor die letzte "Fin de Claire" oder "Belon" über die Ladentheke gereicht wurde.

Austern haben - außer ihrem Preis und der absoluten Notwendigkeit von Frische - noch einen weiteren kleinen Haken: Sie wehren sich dagegen geöffnet zu werden. Ein Austernmesser tut Wunder, ein spezieller Austernhandschuh auch. Aber da Austernschlürfen nicht zur Alltagskost zu zählen ist, lohnt die kostspielige Investition nicht so recht. Alternativ verwenden wir ein dickes Küchenhandtuch. 

Und so geht's:
  • Auster mit der gewölbten Fläche nach unten auf das Arbeitsbrett legen und festhalten.
  • Mit dem Austernmesser an der abgerundeten Seite (dem sog. Scharnier) einstechen, den Muskel, der beide Muschelschalen zusammenhält, durchschneiden.
  • Auster waagrecht halten, mit dem Messer rundherum die Schalen lockern und die obere Hälfte abheben. Vorsicht: Flüssigkeit auffangen! 

Austern im Champagnerfond mit Essigzwiebel


Casanova soll täglich 50 Stück verzehrt haben, er schwor auf die anregende Wirkung des hohen Zinkgehalts auf sein reges Liebesleben. Vom Sonnenkönig wird berichtet, dass er 350 (manche sprechen sogar von 500) Austern vor seiner Hochzeitsnacht zu sich genommen hat - schwer vorstellbar - aber wenn man bedenkt, dass die Austern des 17. Jahrhunderts noch weit kleiner waren als das heute gängige "amerikanische Format" .. pourquoi pas? Und die Moral von der Geschicht': Austern sind was für besondere Nächte!


Wir benötigen:

Belons-Austern, Zitronensaft, Limetten, etwas Fischfond, Champagneressig, trockenen Weißwein, Champagner brut, weiße in Streifen geschnittene Zwiebeln, Safranfäden, braunen Rohrohrzucker,  Lorbeerblatt, Korianderkörner, Meersalz, frischen Pfeffer - die Mengenangaben sind bewusst nicht definiert, um dem individuellen Bedarf entgegenzukommen.

Und so geht's:

1 Champagneressig und Weißwein aufkochen, Zwiebeln einfügen, mit Lorbeer, Koriander, Meersalz, Zucker, Safranfäden und Pfeffer würzen. Ca. 1 Stunde (möglichst in einem Einkochglas) im Ofen bei 90 Grad garen.
2 Zwiebeln abseihen, den verbliebenen Bodensatz mit Fischfond und Champagner angießen. 
3 Die ausgelösten Austern mit der Flüssigkeit in den Fond legen, kurz erwärmen. Mit den eingelegten Zwiebeln servieren.

Alternative:
Die aufgebrochenen Austern entsanden, von Schalenresten befreien, mit einem in Zitronenwasser getauchten Pinsel die Austern ausstreichen. In der Schale auf gehacktem Eis mit Limettenscheiben und Essigzwiebeln servieren. Dazu passt Schwarzbrot bestens!

Und als Getränk? Was für eine Frage - Schampus! Mehr zu Austern und zum Nobelwein aus der Champagne ..! Oder wie man an Silvester erotisch schlemmt ..


Na, denn mal schön gefeiert bis ins nächste Jahr - Ihre MissWord!


Originalrezept in:
Metka/Walkensteiner, Anti Aging Gourmet Kochbuch, Christian Brandstätter Verlag
Foto: Fotolia


Mittwoch, 24. Dezember 2014

1a-Grenadas: Mittwochssuppe? Nöö. Schokokuchen in der Suppentas...

1a-Grenadas: Mittwochssuppe? Nöö. Schokokuchen in der Suppentas...: Pünktlich zum Fest fiel mir ein Rezept in die Hände, das wie geschaffen ist für alle, die eigentlich an Weihnachten zuckerabstinent leben w...

Mittwochssuppe? Nöö. Schokokuchen in der Suppentasse!

Pünktlich zum Fest fiel mir ein Rezept in die Hände, das wie geschaffen ist für alle, die eigentlich an Weihnachten zuckerabstinent leben wollten und sich daher auch nicht mit Stollen, Lebkuchen und Schokokeks bevorrateten, die aber dann doch ein bohrender Süßhipper packt. Der nach rasend schneller Befriedigung schreit. Dieser fixe kleine Schoko-Kuchen funktioniert mit Zutaten, die wohl jeder im Küchenschrank hat - wenn nicht, gibt es ja Nachbarn, die dann praktische, weihnachtliche Nächstenliebe üben können. Bei der Deko lässt sich munter improvisieren!

Fixer Schokokuchen in der Suppentasse *


Wir brauchen (jeweils für eine Tassenportion): 

Je 3 EL Mehl und Zucker, 1,5 EL Kakaopulver, 1 Päckchen Vanillepulver, etwas frisches Vanillemark (kein Muss), 1 Bio-Ei, 3 EL Milch, 3 EL Walnussöl (alternativ: Sonnenblumenöl), Spritzer Brandy, Schokokrümel oder eingelegte Rosinen oder ... Als Deko bunte Streusel oder Walnusssplitter oder ..

Und so geht's:

1 Die trockenen Zutaten in einen hohen Becher oder eine Suppentasse füllen, mischen. Ei, Milch, Öl, Brandy zufügen und gut verrühren.

2 Nach Belieben Schokoladekrümel oder in Brandy marinierte Rosinen zufügen. 

3 In der Mikrowelle  3 Minuten bei 1000 Watt backen. 

4 Dass der Kuchen überquillt soll sein! Mit bunten Streuseln bestreuen, abkühlen lassen und mit Kaffeelikör, Vanille- oder Pistazieneis, Schlagsahne und/oder Himbeeren/Himbeersirup genießen. Schmeckt aber auch pur!

Wer keine Mikrowelle mag (wie ich), fügt dem Teig etwas Backpulver zu und backt in kleinen gefetteten Auflaufformen im Backofen bei 180 Grad. Dann muss man etwas länger auf die kleine Köstlichkeit warten, etwa 20 Minuten.

Fabelhaft !

Merry X-mas - und dabei einen sanften Ohrwurm aus dem klassischen Repertoire auflegen. Der unvergessene Nat King Cole mit "Holy Night" - Zum Dahinschmelzen!



* Originalrezept in:
Yvette van Boven, Home Made Winter, DUMONT



Samstag, 20. Dezember 2014

Aufgespießt: Der Dezember unseres Missvergnügens ..

Kurz vor dem "Fest der Liebe" eine aufrüttelnde Nachricht - Facebook erwägt - oder plant es bereits? - einen Dislike-Button einzuführen. Bravo! Warum nicht auch eine Hass-Funktion, einen "Fuck you" (pardon!) - oder den "Ich-zeig-dich-an!"- Button? Eine gewisse Auswahl sollte sein. Das wird lustig, mischt die Community tüchtig auf, bringt Leben in eingefahrene "Freundschaften", die nun zeigen müssen, was man von ihnen halten soll.

Ein Indiz, dass Facebook, Google & andere Internet-Giganten sich für das moralische Weltgewissen halten? Ein Gutes hätte es, es würde den Ast absägen, auf dem der Adler Facebook noch sitzt. Der dann im freien Fall zu einem Sperling mutierte. Schöne Vision. Ich mag Spatzen, sie sind wahre Über-Lebenskünstler, und so bescheiden auf ihre Art. Mit Wenig zufrieden. Wer kann das von sich selbst sagen .. oder von Facebook.

Da fällt mir ein - So etwas ließe sich doch auch am Weihnachtsfest praktizieren - Seinen Lieben und Nächsten einen Like- oder Dislike-Sticker auf die Stirn zu kleben würde so manche Familienfeier stark verkürzen (und das wäre sicherlich im Sinne der meisten Festgäste). Sticker lassen sich schnell noch vor dem Fest easy selbst basteln (nicht immer die faden Strohsterne!), aber auch der Copyshop Ihres Vertrauens hilft weiter.

In diesem Sinne .. Like yourself! Nicht nur an Weihnachten.

Sigrid Jo Gruner alias MissWord!

Sonntag, 14. Dezember 2014

Wie auch Unternehmenskommunikation zum Genuss wird

1a-Grenadas: Sonntagsthema: Erfolgreiche Unternehmenskommunikat...: Genießen? Darf man das? Und wenn ja, wie geht das? Für den einen eine rhetorische Frage, für den anderen eine polemische. Allzu oft wir...

Sonntagsthema: Erfolgreiche Unternehmenskommunikation ist wie Pizza mit Extra-Käse

Genießen? Darf man das? Und wenn ja, wie geht das?

Für den einen eine rhetorische Frage, für den anderen eine polemische. Allzu oft wird Genuss mit schrankenlosem Hedonismus und Müßiggang verbunden. Warum eigentlich? Sind wir hier auf Erden um uns mit Mühsal und Bescheidung den Weg durch das tägliche Dickicht zu schlagen? Hin zu einer jenseitigen Genuss-Erwartung? Oder haben wir nicht auch eine Pflicht, dieses Dasein so genüsslich wie möglich zu gestalten? Suchen wir eher den Genuss des Nehmens als des Gebens? Genuss entsteht, wenn selbst auferlegte oder aufoktroyierte Schranken aufgehoben werden - im Kleinen (das geliebte Glas Rotwein) oder im Großen (die Yacht mit weißen Segeln).

Was bedeutet dies für Unternehmen, die tagtäglich mit ihren Zielgruppen kommunizieren (sollten)?

Eine Unternehmens-Website ist das bestechendste Beispiel. Landauf-landab finden wir Internetauftritte, in denen das Unternehmen nur über eines spricht: über sich selbst und seine Vorzüge! Nicht selten leider konventionell, weitschweifig, adjektiv- und adverbienreich, auch mal erzieherisch. Über die Vorteile, die der Kunde erwarten darf, liest man nichts oder nur verklausuliert. - Wen interessiert's? Niemanden, denn wer über spezifische Suchbegriffe hier landet, hat ein konkretes, meist brennendes Anliegen - und das will er auch thematisiert sehen. Das ist menschlich und verständlich. Statt dem Kind, das sich das Knie aufgeschlagen hat, zu sagen: "Ist ja gar nicht so schlimm!" könnte man ihm gleich eine Ohrfeige verpassen als Strafe, weil es so ungeschickt war. Aber es will getröstet, versorgt, verstanden, geholfen werden. Hinkt das Beispiel? Nöö.

Pizza mit Extra-Käse 


Schmecken Sie mal das Gefühl nach, wenn der Lieblings-Pizzabäcker Ihnen eine Extra-Portion Käse gönnt? Wer als Anbieter kein Interesse für die Befindlichkeiten, Problematiken und Bedürfnisse seiner Wunsch-Kunden aufbringt, sondern sich als reiner "Koof-mich" positioniert, muss sich nicht wundern, wenn die Zielgruppen einen Bogen um ihn macht. Wie ein Kind im dunklen Tann spüren sie sehr genau, wenn es einer gut mit ihnen meint oder eher nicht. Rotkäppchen war gestern - heute ist der Verbraucher selbstbewusst und weiss was er will. Die Extra-Portion Käse auf der Pizza macht den Unterschied! Wie die frisch aufgebrühte Tasse Kaffee (ja, man trinkt wieder deutschen Filterkaffee!), die man dem Besucher anbietet, nicht einfach ein wärmendes Getränk ist, sondern eine Geste der Gastfreundschaft, die vor der "eisigen Welt draußen vor der Höhle" schützt.:-)

Unternehmen verschenken Chancen, wenn sie Mehrwert-Content für vergeudete Zeit (und Kosten) halten. Erst geben, dann nehmen, das ist die Reihenfolge. Und sagen Sie jetzt nicht: "Dafür hat keiner bei uns Zeit, das ist überflüssig, und die Resultate sind nicht zu messen!" Stimmt so nicht.

Hochwertiger, einfallsreicher und einfühlender Content in der Unternehmenskommunikation -   auf der Website, bei Pressearbeit, Direktmailing, Unternehmenpublikationen, Blog, Newsletter, Whitepaper oder eBook - ist machbar und messbar. Intensiviert durch Podcast, Bild, Video, Chat, Webinar. Ach, ein weites Feld! Und inhouse muss das auch nicht sein. - Wozu sonst gibt es Kommunikationsfachleute, Autoren, Profi-Texter, die wissen, welche Themen und Problemlösungen in welchem Format und in welcher Tonalität die Zielgruppe bewegen? Und die mit strategischem Blick erkennen, mit welchem besonders geeigneten Tool sich Ihr Unternehmen mit der Zielgruppe verbünden kann. Content Marketing als Brücke zum Kunden funktioniert B2B und B2C.

Dynamisches Business ist wie Dating

Betrachten Sie Mehrwert in der Unternehmenskommunikation ab sofort nicht mehr als lästiges Übel, sondern finden Sie einen Genuss darin, interaktiven Nutzwert zu bieten bevor Sie nehmen - und freuen Sie sich auf das was unweigerlich kommen muss: Sympathie & Wertschätzung. Und dies ist bereits beim Dating der Anfang einer möglicherweise langen Freundschaft.

Fragen Sie sich, was Ihre Zielgruppe umtreiben könnte und greifen Sie tief in ihr Repertoire:

"10 Punkte, die man beachten sollte, wenn man sich für eine Hausdämmung entscheidet"
"Was Sie falsch machen können, wenn Sie eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen"
"10 Fehler, die immer wieder bei der Entscheidung für eine Immobilie gemacht werden!"
"Warum sich so viele Menschen irren, wenn sie meinen, dass ..."
"Was immer wieder versäumt wird, wenn ein Aquarium eingerichtet wird"
"Wenige wissen, worauf man auf Online-Single-Börsen wirklich achten sollte"
"Tricks und Kniffe, wie das Abenteuer Hausbau gut ausgeht!"
"Was Sie unbedingt wissen sollten, wenn Sie nach Honolulu auswandern!"

Da fällt Ihnen bestimmt selbst etwas ein! Lernen Sie bei der Gestaltung von Mehrwert für potenzielle Kunden Genuss zu empfinden. Ist man nicht nur mit den Marketingzahlen, sondern auch mit dem Herzen dabei, springt der berühmte Funke über - das ist ein geradezu physikalisches Gesetz!

Bei der nächsten Pizza .. äähh .. der nächsten Unternehmensmitteilung also bloß nicht die Portion Extra-Käse vergessen!


Exkurs: Was uns Köchin Babette dazu zu sagen hat

Im dänischen Film "Babettes Fest" aus dem Jahr 1987 wird eine Köchin in den Wirren der französischen Revolution Ende des 18. Jahrhunderts in ein abgeschiedenes jütländisches Dorf verschlagen, in der eine pietistische Sekte die Bewohner zur Askese antreibt. Babette setzt es sich in den Kopf, die lieben Menschen, die sich so strikt dem Genuss verweigern, mit einem Festmahl auf die Seite der Genießer zu ziehen. Ein Lottogewinn befähigt sie dazu, eigens Delikatessen aus Frankreich zu beschaffen. Das Gourmet-Mahl wird anfangs mit Missgunst und Argwohn beäugt, aber nach dem exquisiten Entrée und dem ersten Glas eines ebenso vorzüglichen Weines fallen die Schranken. Wenn vorher Hafergrütze und Dörrfisch regierten, sind es jetzt Hummer, Kalbsfilet, Rebhuhn und Morcheln, meisterhaft zubereitet. Am Ende sind alle glücklich und Babette um eine Erfahrung reicher (und leider auch um einen Lottogewinn leichter). Was hat sie dabei gewonnen? Ein Stück Selbstachtung und das gute Gefühl, mit sich ganz richtig zu liegen.


Foto 1: Jipé, Fotolia
Foto 2: vanBolle, Fotolia

Samstag, 13. Dezember 2014

Aufgespießt: Single & Weihnachtszeit - betrüblich oder glücklich?

Es gibt ein Leben vor dem Tod - und das sowohl für Singles als auch für Gebundene.


Der Single ist ne Art Chimäre oder Janus oder Hydra .. Es gibt ihn nur mehrköpfig. Der typische Single kommt in der freien Wildbahn eher selten vor, also der, wie ihn die Werbung glauben macht und der als wenig geliebtes Nebelbild im Schoß der Gesellschaft (gefühlt parasitär) nistet. Genau genommen über 16 Millionen. Davon allerdings ist gerade in Großstädten - man mag es fast nicht glauben - jeder Dritte im Rentenalter über 65 und lebt von einem vergleichsweise moderaten Einkommen. Also wohl eher nix mit Party, Paragliden und Blingbling .. :-)

Einer Forsastudie nach wünschen sich 80 Prozent der Singles im Alter bis 35 einen neuen Partner - möglichst for ever and ever. Online-Dates sind aber weniger beliebt als man glaubt und bei Speed-Datings kommt es nur zu wenig Nachfolgen. Allensbach wiederum hat in einer großangelegten Befragung im Jahr 2012 herausgefunden, dass jeder dritte Gebundene sich ein erneutes Singleleben nicht nur vorstellen kann, sondern sich auch (mehr oder weniger) heimlich wünscht. Aha! Es hat ja auch einige Vorzüge - nicht nur die Alllmacht über die Fernbedienung. Sich sein Leben souverän gestalten zu können, genießen immer mehr bewusst lebende Menschen.


Apropos Speed-Dating: 

Ganz anders geht es offenbar beim tierischen Liebesleben, wo sich Harvey und Harmony fanden - zumindest in der Werbung -  anrührend und urkomisch zugleich


Gut, Harvey und Harmony sind glücklich vereint, dank eines verständnisvollen Herrchens - menschliche Singles sind allerdings gut beraten, sich vom Werbespot zwar unterhalten, aber nicht allzu sehr beseelen zu lassen. Im wahren Leben zählt vor allem eines: zu lernen aus sich heraus zu schöpfen und mit sich selbst ins Reine zu kommen.

Dabei allerdings auch offen zu sein für das was passiert, passieren könnte. Denn die Gedanken bestimmen ja bekanntlich auch die Handlungen. Daher hat die Weihnachtszeit gerade für Singles vor allem eines zu bieten: Freiheit - und Zeit für sich selbst. Denn wenn man es nicht schafft, die Gesellschaft des einzigen Menschen zu genießen, mit dem man todsicher das ganze Leben zusammen sein wird, dann klappt's auch nicht beim Speed Dating oder in einer (wie immer gearteten) Beziehung. Schenken Sie sich doch mal selbst was - über Post versandt und dann voller Vorfreude zuhause ausgepackt! Schenken Sie sich ein Paket voll Freiheit und Gelassenheit.

Jingle Bells auch für Singles. That's it!


Samstag, 6. Dezember 2014

Aufgespießt: Nix Brauchbares im Nikolaus-Stiefel?

Na, was war drin heute morgen? Die üblichen Verdächtigen? Kirschpralinen & Nusskracher, zuckrige Printen, fade Lebkuchenherzen und übersüßes Marzipan? Schade. Der Nikolaus wird auch immer einfaltsloser. Mein Tipp: Machen Sie sich doch Ihre Schoggi selbst! Individuell und janz nach Ihrem Jeschmack!

Schokolade "Marke Eigenbau"


Wir brauchen:

80 g Kakaobutter, 30 g Walnussöl, 50 g weißes Mandelmus (alternativ gemahlene geröstete Haselnüsse), 2 EL Dattelmus (aus eingeweichten Datteln pürieren) oder 2 EL Orangenhonig, Spritzer weißen Rum, 3 EL Kokosblütenzucker, 3 EL Kakaopulver, Vanillemark (alternativ: Chilipulver, grünen Pfeffer, Nelke, Safran, Espresso,  Zimt, Spekulationsgewürz, Wasabi).

Geht ganz leicht:

Alles gut verrühren, in eine längliche Form einfügen, in der Kälte fest werden lassen. Verzieren kann man die Oberfläche mit Pistazien, Mandelspittern, gerösteten Kakaobohnen, Cranberries, kandierten Veilchen, Mandelplättchen .. auch in Pralinenförmchen ein Küchengedicht.

Und dann ... Stück für Stück .. Krrck... Mmmh.. schmatz ..




Mittwoch, 3. Dezember 2014

Die Mittwochssuppe: Kraftsuppe Steinzeitart

Heute ist Mittwoch, heute gibt's Suppe!

Was haben unsere Steinzeit-Ahnen uns noch zu sagen, wenn es um den Kochtopf geht? Na, eine ganze Menge. So lange ist das ja nicht her. Zu 99 Prozent haben wir immer noch dieselben Gene. Gehirn, Stoffwechsel und Verdauung ticken immer noch wie damals. Aber wir haben nicht mehr die gleiche Küche. Doch was 2 Mio. Jahre den Menschen gut ernährte, kann für uns Heutige nicht falsch sein.

Kraftsuppe Steinzeitart 

Rezept in: Sabine Paul. Das Paläopower-Kochbuch. 2014

Für 4 Portionen dieser wärmenden, kräftigenden Suppe benötigen wir:

Suppengrundstock (800 g auf Vorrat):
600 g gemischte Suppengemüse (Möhre, Lauch, Knollensellerie, Pastinake, Petersilienwurzel, Kohlrabi, Gemüsezwiebel, Stangensellerie oder Brokkoli), 100 g frische Kräuter (Lauchzwiebeln, Kresse, Keimlinge, Bärlauch), 100 g Meersalz

Gemüse, Kräuter und Salz fein reiben oder mit dem Pürierstab zerkleinern. In verschlossenen Gläsern kühl aufbewahren. Direkt in die Suppe oder Sauce gegeben, intensiviert sich der Geschmack, ähnlich wie durch eine Gemüsebrühe.

Suppe:
2 Rinderbeinscheiben (insgesamt 600-800g), 750 ml Wasser, 3 EL Suppengrundstock, 500 g Kartoffeln, 1 kg Möhren mit Grün, frischer Pfeffer, Muskatnuss, ggfs. Salz

Und so geht's:

1 Gewaschene Beinscheiben mit Wasser und 3 EL Suppengrundstock aufkochen, bei schwacher Hitze 90 Minuten köcheln lassen. Ggfs. abschäumen.

2 Kartoffeln und Möhren schälen, in mundgerechte Stücke schneiden. Möhrengrün waschen und hacken.

3 Gemüse nach 1,5 h zu den Beinscheiben geben, weitere 20 Minuten garen.

4 Beinscheiben herausheben, Fleisch ablösen, kleingeschnitten zurück in die Suppe geben. Abschmecken. Möhrengrün vor dem Genuss unterheben.

Eine energetisierende Suppe für den neuzeitlichen Höhlenmenschen, die nicht beschwert. Denn der Spätherbst hat's in sich. Eingemummt im abendlichen TV-Kokon lassen wir uns Pizza & Döner ins Haus liefern. Unser Bauchhirn, das zu 95% für die Serotoninproduktion zuständig ist, fordert massiv nach allem, was süß & fettig ist, und wir greifen schamlos zu.

Ein Parforce-Ritt durch die Steinzeitküche


Unsere Ur-Vorfahren mussten sich aber Antilope und Hirsch selbst erjagen. Ob es  hagelte oder schneite - die langen Phasen unfreiwilligen Nahrungsverzichts wurden mit vermehrter Jagd-Anstrengung auf kilometerlanger Pirsch wett gemacht. Teile des mühsam erlegten Wilds brieten und verzehrten sie an Ort und Stelle und die Freude der Sippe war groß, wenn der Rest es bis zur Höhle schaffte, denn Beutejäger lauerten in Busch und Tann. Gelangweilt haben sich die Steinzeitjäger und Sammler sicherlich nicht! Wenn das Denken ständig darum kreist, woher die nächste Mahlzeit kommen soll, herrscht Adrenalin-Alert.

Die Paläo-Expertin und promovierte Molekular- und Evolutionsbiologin Sabine Paul ist tief in die Lebenswelt der Steinzeitahnen vorgedrungen. Was sie über deren Ernährung weiß und wie diese auch heute noch in bestimmten Teilen der Welt praktiziert wird, hat sie in zahlreichen Publikationen, Vorträgen und Veranstaltungen geteilt. Fasziniert von der Kraft der Intuition, die unsere Vorfahren überleben ließ, konnte sie gar nicht umhin als daraus Rückschlüsse und Empfehlungen für unseren heutigen Ernährungsstil zu ziehen. 

Ihr jüngstes Buch "Das Paläo-Power-Kochbuch", erschienen im September 2014 bei C.H. Beck, ist ein konzises, frisch lesbares Kompendium mit einer Fülle teils überraschender Aspekte, die für die moderne Ernährung von Bedeutung sind. Es räumt auf mit Nahrungstabus, entdeckt beinahe ausgestorbene Lebensmittel und Wildpflanzen, Kochtechniken und Gebräuche neu, und pflückt mit frischer Lust an undogmatischer Aufklärung manches Feigenblatt von hergebrachten Gewohnheiten. Leicht kochbare Rezepte für jahreszeitliche Energie-Gerichte verlocken dazu das Messer zu wetzen. 

Fleisch guuuut! 

Hatten die Steinzeitmenschen Sprache? Yep! Bereits die Neandertaler kommunizierten miteinander. Das Feuer und die Möglichkeit Fleisch- und Fisch-Protein aufzuschließen, gab der Entwicklung des Gehirns Anschub. Dass unsere heutige Mittwochssuppe auf rotes Fleisch zurückgreift, ist nicht ohne Hintersinn. Denn auch von diesem Märchen zieht Sabine Paul den Vorhang - Fleisch ist essenziell für unsere Ernährung und gerade die weniger edlen Teile, die beim Metzger meist ganz hinten in der Auslage liegen, wenn überhaupt, sind es wert unseren Speiseplan zu bereichern. Vegetarier kommen nicht zu kurz: Direkt neben dem Fleischsuppentopf lockt eine nicht weniger köstliche fleischlose Suppenkomposition aus Pastinake und Wildkräutern.

Da alles ohne erhobenem Zeigefinger daher kommt, ist die Botschaft klar: Mehr Energie und Lebensfreude, liebe Zeitgenossen, mehr Lust am natürlichen Genuss von ursprünglichen Nahrungsmitteln, die auch noch sakrisch gut tun.


Fix & köstlich ... T-Bone Tea

Eine Fleischbrühe besonderer Ausprägung hat der Marktführer für Premium-Fleisch im Internet für alle Liebhaber eines herzhaften Löffels Stärkung kreiert. Nicht nur als Schnupfen-Prophylaxe im Winter, auch als kraftvolle Portion Fleischeslust und Brainfood im Büro oder beim Sport empfiehlt "Gourmetfleisch.de" aus Mönchengladbach das "erste Steak, das man trinken kann!"

T-Bone Tea wird so zum neuen Kräutertee - eine Fleischbrühe im Teebeutel, die rasch aufgebrüht vielseitig einsetzbar ist - beim Brunch, als Entrée, im Büro oder auf der Messe, unterwegs und selbst auf der Reise. Und die vor allem köstlich duftet und schmeckt. Dafür sorgen erlesene Grundzutaten wie hervorragendes Rindfleisch aus den besten Aufzuchtgebieten weltweit.

Ausprobieren! Übrigens auch ein geschmackvoller Geschenktipp für Weihnachten. Die hippe Geschenkbox ist prall gefüllt mit T-Bone-Tea-Beuteln, die mittels eines kleinen Fleischerhakens an der Tasse befestigt werden. Heißes Wasser drauf - zwei Minuten Geduld - fertig ist der gesunde Genuss. Aus den schicken, schwarzen T-Bone-Tea-Tassen löffelt sich die gehaltvolle Brühe besonders gut.


Bildnachweise:

Paläo-Art: Fotolia
Buchtitel: Dr. Sabine Paul
T-Bone-Tea: Gourmetfleisch.de