Sonntag, 11. Dezember 2016

Höchste Zeit für die Unternehmensstrategie: Sonntagsthema: Welcome 2017 oder jetzt die Unterne...

1a-Grenadas - auf www.missword.de: Sonntagsthema: Welcome 2017 oder jetzt die Unterne...: Ja, Sie haben richtig gehört. Für mich zeigt der Kalender eigentlich schon 2017 an, zumindest was die Business- und Kommunikationsplanung u...

Sonntagsthema: Welcome 2017 oder jetzt die Unternehmensstrategie planen!

Ja, Sie haben richtig gehört. Für mich zeigt der Kalender gefühlt 2017 an, zumindest was die Business- und Kommunikationsplanung und Neupositionierung angeht. Das Jahr 2016 ist so gut wie abgegessen, manches hat fabelhaft geschmeckt, manches ist noch nicht ganz verdaut. Volle Fahrt in die Zukunft!

Unternehmensstrategie? Kluge Unternehmer planen sie (spätestens) jetzt.  



Mal ehrlich:


Ging alles auf, was Sie 2016 ausgesät haben oder haben sich einige Pflänzchen nicht so gut entwickelt, wie Sie es sich gewünscht hätten? Das Talent zum Heimgärtnern ist nicht jedem gegeben - und Unternehmenskommunikation ist eine zarte, aber überlebenswillige Pflanze. Den Profi-Gärtner ins Haus zu holen, kann das Wachstum erheblich fördern.

Welche Gärtner-Utensilien erfordert Ihre Unternehmenskommunikation?


  • Besten Nährboden - den liefern stimmige Strategie, taktische Planung, dynamische Umsetzung
  • Ab und zu organischen Dünger - ein unterstützender Kommunikations- und Textprofi, der mal ausjätet und neue Pflänzchen setzt
  • Sonnenlicht und frische Luft - zielführender Content & Storytelling
  • Wasser aus der Regentonne  - Relevanz durch zündende Themen & wirksames Design
  • Liebevolle Anerkennung - Resonanz und Akzeptanz bei den Zielgruppen
  • Aufmerksamkeit  - verantwortungsvolle Verbreitung
  • .. und dies ist sicherlich noch nicht alles.

Regelmäßig über die strategische Positionierung zu schauen ist Chefsache. 


MissWord! rät: Nehmen Sie sich jetzt die Zeit, mit den Verantwortlichen Ihres Teams (Sie selbst und andere Vorstände) und einer externen Moderation das vergehende Kommunikationsjahr auszuwerten, zu hinterfragen und sich neu auszurichten. Die Jahresstrategie 2017 wird allerspätestens jetzt Thema. 

Sie könnten jetzt sagen: "Die letzte war nicht schlecht und gilt auch weiterhin!" Sie müssen ja nicht alles umstoßen, doch vielleicht mit frischen Inhalten und knackig neuen Aspekten versehen? Warten Sie besser nicht, bis der Alltagstrott des neuen Jahres diese existenziellen Pläne in den Hintergrund schiebt. Ein externer Berater hat die unparteiische Distanz, um den Finger auf eventuelle Knackpunkte oder offensichtliche Fehlpässe zu legen. Er spricht eine Fremdsprache, die intern oft rar geworden ist: Tacheles. Das kann etwas weh tun, heilt jedoch schnell. 

Wie schaut so ein Strategieworkshop konkret aus? Vorsicht, jetzt kommt Eigenwerbung:


Spaten und Gartenschere lassen Sie im Schuppen. Neugier, Offenheit, Mut zur Selbstkritik und Lust auf Diskurs reichen in der Regel aus. Und so sieht's aus:

Schritt 1

Haben Sie sich für ein Positionierungsmeeting mit MissWord! entschlossen, erhalten Sie im Vorfeld einen Fragenkatalog, der Gegenstand der Besprechung wird. Hier geht es um in der Regel Bekanntes - Zielgruppen, Ziele, Angebote - aber auch um das "Eingemachte" (Was ist verbesserungswürdig, was bieten wir eigentlich wirklich an, weshalb sollte man bei uns andocken und nicht beim Mitbewerber? Was sind Gründe, die gegen uns sprechen könnten? Was macht uns wirklich aus? Was können wir an uns selbst nicht leiden? Was finden wir selbst klasse ...)

Schritt 2
Meine Vorbereitung: Ich schaue mich auf Ihrem Markt um, beschäftige mich mit Ihren Unternehmensmaterialien, Websites und/oder Vorlagen, mache mich je nach Bedarf und Möglichkeit bei internen Ansprechpartnern schlau und schaue mich bei Mitbewerbern um. Die Agenda des Meetings stimmen wir gemeinsam ab.

Schritt 3
Dann geht's zur Sache, respektive zum Meeting - und das macht in der Regel richtig Lust und Laune. Es darf gelacht und auch mal geschwiegen werden. Im Brainstorming wird zusammengetragen und fokussiert, was sich später strukturiert und konkretisiert.

Schritt 4
Im Nachgang erhalten Sie ein ausführliches Dossier mit Ergebnissen, konkreten Beschlüssen, Kernaussagen, Wording-Maßnahmen, ggfs. Slogans und Mission Statement. Und/oder ein Ideenpapier, das bereits ein konkretes Kommunikationsmuster für 2017 enthält. Idealerweise ein Kommunikationskonzept, das ausgearbeitete Konzepte, Terminplanung, Themenplanung u.a. niederlegt. 

Schritt 5
Abstimmung  und Revision/Feinplanung.

Schritt 6
Beschluss und Umsetzung im Jahresablauf - kontinuierlich oder punktuell

Schritt 7
Kontinuierliche Auswertung und Bereitschaft zur Kurskorrektur - spätestens November 2017

Dieses komplexe Prozedere ist individuell anpassbar und kann "hardcore" oder verschlankt durchgeführt werden - je nach Fall, Bedarf, Wunsch und Problemlage. Klar, ein wenig schwindelig kann einem schon werden - doch "gerüttelt oder geschüttelt" bekommt nicht nur einem Whisky sour oder Manhattan.

Was kostet das? Das ist nicht ganz die richtige Frage. Besser: Was ist Ihnen die externe Profi-Unterstützung wert

MissWord! arbeitet fair. 

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Tags: Positionierung, Strategieworkshop, Unternehmensstrategie, Unternehmenskommunikation, Kommunikationsplanung

Bildnachweise:

beide Stocksnap.io

4R8T72GDJW Erwan Hesry
Nathalia Segato


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Autorin, Journalistin, Imagetexterin & PR-Beraterin Sigrid Jo Gruner schreibt als MissWord! Webcontent, Magazin, Pressetext, Unternehmenspublikation, als Ghostwriterin Reden, Artikel und Bücher. In Strategieworkshops entwickeln Unternehmen und selbstständige Freiberufler mit MissWord! stimmige Positionierungen, Kernaussagen, Business- und Imagetexte und passgenaue Corporate Words. 

Donnerstag, 8. Dezember 2016

1a-Grenadas - auf www.missword.de: Gastbeitrag "Das bisschen Webdesign? Das kann doch...

1a-Grenadas - auf www.missword.de: Gastbeitrag "Das bisschen Webdesign? Das kann doch...: Webdesign? Ein paar bunte Bildchen und schnell was aus dem Baukasten gebastelt? - Pustekuchen. Professionell-wirksam sieht anders aus. De...

Aufgespießt: "Das bisschen Webdesign? Das kann doch jeder, oder?"

Gastbeitrag von Moritz Dunkel

Webdesign? Ein paar bunte Bildchen und schnell was aus dem Baukasten gebastelt? - Pustekuchen. Professionell-wirksam sieht anders aus.


Der Kölner Grafik- und Webdesigner Moritz Dunkel ist Profi. Er weiß, wovon er spricht - aus 15-jähriger Berufserfahrung und einer fundierten, umfassenden Grafik- und Design-Ausbildung. Aus Leidenschaft und Berufsethos. Er legt den Finger auf Knackpunkte und spricht Tacheles. Und allen, die sich zu Webdesign noch Illusionen machen, rät er dies:


"Ihre Unternehmenswebsite ist der vitale Nukleus Ihrer Unternehmenskommunikation. Gehen Sie achtsam mit ihr um!"

Warum verzichten immer noch so viele kleine oder mittlere Unternehmen auf einen wirksamen Unternehmensauftritt im Netz? Auf ihn sollten sich alle Kommunikationsmaßnahmen und Unternehmensäußerungen beziehen. Warum finden sich so viele angejahrte Internetauftritte, die die Ziele des Betreibers konterkarieren? Und warum meinen viele Website-Inhaber, sie könnten / müssten / sollten bei der Gestaltung ihres so wichtigen Unternehmensauftrittes die Marke Eigenbau bevorzugen? Na, klar. Weil sie es möglichst "billig" haben wollen. Aber hier wird definitiv am falschen Ende gespart. Denn billig kann kann schön teuer kommen. Oder behandeln wir uns bei einer dicken Backe auch selbst? Natürlich nicht! Wir gehen zum Zahnarzt – zum Profi.

Und wohin müssen wir gehen, wenn die Website schmerzt? 

Richtig, zu einem professionellem Website-Entwickler. Experten erfüllen eine wichtige Funktion: Mit ihrer Expertise werden bei Design, Navigation, Text, Bild und Content amateurhaft wirkende Unternehmenssites vermieden, die nur eines im Schild führen: die Abschreckung des Besuchers. Wollen wir das? Nöö.

Verschwiegen werden soll allerdings nicht, dass es Aufwand und Zeit kostet, einen wirksamen Internetauftritt zu erstellen. Eine Website, die sowohl den kritischen Suchmaschinen schmeckt und die Aufmerksamkeit des Besuchers so lange hält, bis er die entscheidenden Handgriff getan, nämlich den Button Abo, Buchung, Bestellung, Info, Kontakt gedrückt hat.

Auch der Betreiber kann sich nicht vollständig aus der Affäre ziehen, selbst wenn Webdesigner, Strategen, SEO-Experten und Texter mit im Boot sitzen. Er muss sich fragen lassen, zu welchem Zweck, Ziel, Nutzen, für welche Zielgruppen, mit welchen Botschaften und Inhalten, in welcher optischen Aussage die Website gestaltet werden soll. Welche Tonalität zu ihm passt. Welches Wording die Eigenart des Hauses am besten trifft. Schließlich geht es um seine ureigene Unternehmensidentität. Das setzt strategischen Spürsinn, Analysevermögen, kreativen Weitblick, Einfühlung und Umsetzungsgeschick des Webentwicklers voraus. – Der Sohn des Nachbars, der schon mal eine Homepage mittels eines Baukastens gebastelt hat, ist hier NICHT der richtige Ansprechpartner.

Aber warum sehen Webseiten so aus, wie sie aussehen?

Was ist denn das für eine Frage? - Jeder, der sich im Internet umschaut, wird zugeben, dass es Internetseiten gibt, die aus dem Rahmen fallen. Sowohl in positiver wie auch negativer Hinsicht. Gleichwertig mit dem Content entscheidet die Gestaltung einer Webseite darüber, ob der Besucher der Seite gern darauf verweilt und diese Seite wiederholt besucht. Manche meinen sogar, die Darstellung spiele eine noch größere Rolle als der ContentJ

Hohe Expertise benötige beide – den Webgestalter und den Webtexter. Aber wer darf hier frisch ans Werk? Fakt ist, dass die Erfahrungen eines Mediendesigners für den Printbereich in eine Webgestaltung durchaus einfließen können, eine Darstellung auf dem Bildschirm jedoch anderen Bedürfnissen und Ansprüchen als denen bei der Gestaltung einer Zeitschrift oder eines Printmagazins unterliegt.

Was Warum liegt auf der Hand:

Professionelles Webdesign basiert auf der Gesetzmäßigkeit von erfolgreichem Design. Design im Web nutzt die Erkenntnisse der Kommunikationswissenschaften. Knallharte Fakten! Weitere knallharte Fakten: Die technischen Details der Webseite-Umsetzung gehören in den Bereich der Webentwicklung und diese ist von der Gestaltung klar getrennt. Beim Design für Webseiten geht es um das Layout bzw. Screendesign, auf dem die Website-Entwicklung und Realisierung basiert. Ein gutes, auf den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen fußendes Webdesign leitet den Besucher intuitiv, übersichtlich und schnell durch die Website und wirkt sich mitentscheidend auf die Besucherhäufigkeit der Seite wie letztlich auf den monetären Erfolg des Unternehmens aus.

Wie denn? Was denn? Wo denn? Ja, so ist das nun mal!

·      Eine geschickt gestaltete Webseite erhöht das Geschäftsergebnis. Um Webseiten-Besucher zu Käufern zu machen, gilt es wichtige Regeln zu beachten. Buttons mit einer deutlichen Call-to-Action-Aufforderung etwa rufen beim Besucher das dringende Gefühl hervor, dass er jetzt unbedingt klicken sollte.

·    Auch Fotos von Personen mit einer besonderen Ausstrahlung - an der richtigen Stelle platziert - wirken bedeutsam. Die Tatsache, dass ein kleines Schriftbild zu erhöhter Lesebereitschaft und damit zu mehr Aufmerksamkeit beiträgt, wird vielleicht verblüffen, ist aber Fakt.

·      Webseitengestaltung auf der Grundlage von wissenschaftlichen Untersuchungen  - etwa der Eye-Tracking-Studie - führt sicher zum Erfolg. So werden sehr subtil und quasi unterbewusst kaufentscheidende Wirkungen erzeugt. Selbst die Verwendung von Schriftzügen und Werbesprüchen muss genau bedacht sein.

·   Die immer komplexer werdenden Gestaltungsmöglichkeiten erfordern vom Designer wirksamer Webseiten eine ständige Weiterbildungsbereitschaft.  Vor allem sollte er offen sein für die Aufnahme technischer Neuerungen in sein Arbeitsgebiet. Kreativität und künstlerische Schaffenskraft machen aus einem Gestalter von Webseiten einen Top-Webseiten-Designer, der erstklassige Arbeiten bereitzustellen und bei Bedarf auch zu warten versteht.

Und wie schaut das genau aus?

Ganz einfach: Webseiten vom Profi holen den Betrachter in seinem Bedürfnis ab. Ja, richtig gelesen! Eine professionelle Webseitengestaltung weist dem Besucher den Weg stracks dorthin wo man ihn haben will. Die Kernaussagen einer Webseite in ein gutes Licht zu rücken, die Augen des Lesers in eine gewünschte Richtung zu lenken, unbewusste Impulse anzuregen und sogar das Klickverhalten des Besuchers auf eine optimale Weise zu inspirieren, ist die Aufgabe eines guten Designs. Für die Lösung dieser Aufgabenstellung werden auch psychologische Werte mit einbezogen. So zeigt sich sehr schnell, dass modernes und wirklich gutes Webseitendesign in die Hände eines (ja, ich wiederhole mich) sachrelevanten Experten gehört – in die Hände eines Profi-Webdesigners.

Meine Empfehlung:

Lassen Sie sich unterstützen. Holen Sie sich einen Experten ins Haus der mit Ihnen gemeinsam schlagkräftige Sites gestaltet – ob Homepage oder Landingpage. Hausgemacht wirkt bestenfalls bieder, schlimmer: kontraproduktiv –  und kann Sie on the long run viel Geld kosten.

Daher gleich zum Webexperten und besser anderswo auf den Cent sehen!


powered by Moritz Dunkel – Professioneller Grafikdesigner und Webdesigner aus Köln. Vom Gestaltungskonzept über Layout bis zum fertigen Produkt. Ob Visitenkarte, Imagebroschüre oder Katalog. Ob Webentwicklung oder Animation: Moritz Dunkel Grafikdesign agiert als Problemlöser. www.moritzdunkel.de





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Tags: Webdesign, Grafik, Website, Unternehmenssite, Websitegestaltung

Bildnachweise (von oben nach unten):
Stocksnap.io:
Jonathan Simcoe
Toa Heftiba
Lalesh Aldarwish

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Autorin, Journalistin, Imagetexterin & PR-Beraterin Sigrid Jo Gruner schreibt als MissWord! Webcontent, Magazin, Pressetext, Unternehmenspublikation, als Ghostwriterin Reden, Artikel und Bücher. In Strategieworkshops entwickeln Unternehmen und selbstständige Freiberufler mit MissWord! stimmige Positionierungen, Kernaussagen, Business- und Imagetexte und passgenaue Corporate Words. 



Mittwoch, 30. November 2016

Mittwochssuppe: Kokos mit Truthahn

Heute ist Mittwoch - heute gibt's Suppe! *

Und zwar etwas ganz Wärmendes, schließlich nähern wir uns dem Winteranfang. Im Vereinigten Königreich und in den Staaten ist der gefüllte Truthahn immer noch der Weihnachtshit schlechthin. Seit Ebenezer Scrooge hat sich daran wenig geändert. Der Yorkhire Pudding ist ebenso Pflicht wie die Cranberrysauce.

Ein veritabler Vogel von 3 oder 4 Kilo kann den Appetit und das Aufnahmevermögen eines angelsächsischen Magens schon mal übersteigen. Was macht man mit dem Rest des köstlichen Fleisches? Entweder klemmt man ihn mit Gorgonzola, Brunnenkresse und scharfem Senf zwischen zwei Baguettescheiben.

Oder man schnippelt ihn in diese Suppe, die sich so richtig mundgerecht für einen delikaten Abendsnack am Feiertag anbietet, schnell-leicht-locker-pikant.
Die würzige Schärfe entspannt einen schräg hängenden Magen und macht Appetit auf weitere weihnachtlich-kulinarische Schandtaten.

Die Kokosnuss spielt in diesem Rezept nicht ohne Grund eine vitale Rolle.

Kokossuppe mit tierischer Einlage

Wir benötigen:

2 cm Ingwer, 2 rote Chilischoten, 150 g frische Austernpilze, 150 g Kirschtomaten, ein paar Stengel Zitronengras und 2 Kaffir-Limettenblätter (im Asia-Laden),  frischen gehackten Koriander, 400 ml Geflügelfond, 400 ml Bio-Kokosmilch, 250 ml Wasser, 250-300 g Bratenreste von Truthahn, Perlhuhn oder Maispoularde in mundgerechten Stücken, Limettensaft, Fischsauce, Steinsalz, Prise Masala, frische Kokosraspeln.


Und so geht's:

1 Gemüse vorbereiten: Ingwerwurzel schälen und in Scheiben schnippeln, Tomaten vierteln, gewaschenes Zitronengras weich klopfen, Chilis aufschneiden, entkernen, Austernpilze reinigen und in mundgerechte Stücke schneiden, Limettenblätter und Kräuter waschen. Fleisch zerrupfen.

2 Geflügelfond mit dem Wasser erhitzen. Kokosmilch und die vorbereiteten Gemüse + Limettenblätter und Zitronengras zufügen, aufkochen, bei moderater Temperatur 8-10 Minuten sanft köcheln lassen. 

3 Suppe von der heißen Herdplatte ziehen und mit Limettensaft, Fischsauce, Masala und Salz abschmecken. Wer es sämig mag, rührt ein Eigelb in ein wenig Kokosmilch oder Sahne und montiert es in die Suppe ein. Die Hälfte der Korianderkräuter und das Fleisch einlegen und erneut erhitzen. Zitronengras herausfischen. Noch mal mit Salz und Chilipulver abschmecken und die restlichen Kräuter auf die Suppe träufeln. - Wer es mag, reicht frische Kokosraspeln dazu.

Natürlich können auch Vegetarier diese herzerwärmende Köstlichkeit genießen - statt Truthahn dann eben geräucherte Sojawürfel verwenden, statt Sahne für entsprechenden Ersatz sorgen, Gemüsebrühe statt Geflügelfond, statt Fischsauce ...? Fischsauce sollte okay sein:-)

Bio Kokosöl - Das Lebenselixier für alle Fälle


Stellen Sie sich vor - die Sonne brennt auf einen gleissenden Strand. 40 Grad und mehr. Ihr Floß trudelt im Meer, weit vor der Küste, von Wellen zerfetzt, ihr Mund ist ausgedörrt und mit letzter Kraft kämpfen Sie sich auf eine Fata Morgana zu, die sich als eine winzige Insel herausstellt. Sie lassen sich unter einer Kokospalme in den Strand fallen und lechzen nach Wasser. Die wiegenden Palmenköpfe fächeln Ihnen Frische zu und das Raunen ihrer Blätter belebt Sie. Plötzlich pumpst ein dunkelbrauner, haariger, runder Kopf in Ihren Schoß. Er gluckert, wenn Sie ihn schütteln und ein Glücksgefühl steigt in Ihnen auf: Die Rettung! In Ihrer vom Meerwasser aufgeweichten Leinenhose findet sich auf wunderbare Weise ein Taschenmesser und während Sie der Kokosnuss die "Augen" ausstechen, steigt ein köstlicher Duft auf, der Ihnen wie der allerschönste in Ihrem Leben erscheint. Das Kokoswasser. Mit all seinen guten Zutaten können Sie locker überleben.

Der nussige Kraftprotz aus den Tropen


Die Kokosnuss ist eng mit Wintergenüssen und der Weihnachtszeit verbunden. Natives Kokosöl ist mit einem Übermaß an Laurinsäure ein Ausbund an Vitalität - eine Menge guter Eigenschaften stecken in einem einzigen Produkt. In den Herkunftsländern ist sie ein Allzweckwaffe für Genuss, Haut- und Haarpflege, Gesundheit, Kochen, Wellness (Massage) und Wohlbefinden. Selbst als Rohmaterial für Hausgerät, Textilien, Teppiche ist sich diese erstaunliche Naturwunder nicht zu schade.

Mit Kokosöl zu kochen - anders als ihr Ruf entwickelt Bio Kokosöl bei der Bearbeitung keine schädlichen Transfettsäuren wie die Margarine oder das Palmöl). Kokosöl soll Viren, Pilze, Bakterien und Parasiten bekämpfen, Herzerkrankungen und Krebs vorbeugen, Verdauung und Stoffwechselsystem unterstützen helfen und wird von Allergikern bestens vertragen.


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Autorin, Journalistin, Imagetexterin & PR-Beraterin Sigrid Jo Gruner schreibt als MissWord! Webcontent, Magazin, Pressetext, Unternehmenspublikation, als Ghostwriterin Reden, Artikel und Bücher. In Strategieworkshops entwickeln Unternehmen und selbstständige Freiberufler mit MissWord! stimmige Positionierungen, Kernaussagen, Business- und Imagetexte und passgenaue Corporate Words. 



* Originalrezept in "Mit Liebe" (Genussmagazin) 12/16

Bildnachweis:

Stocksnap.io Luca Bravo
Stocksnap.io Aleksandar Milosavljevic

Montag, 21. November 2016

Sonntagsthema: Wie arbeitet ein Autor mit einem Ghost zusammen?


Ghostwriting hat viele Gesichter


Würden Sie ein Wildschwein auf einmal verschlingen wollen? Natürlich nicht, ganz klar. Auch ein Buchprojekt ist in Happen leichter verdaulich.

Corporate Books boomen. Jedes hat einen eigenen Charakter, Profil und Ausprägung. Thema, Zielgruppe, Mission, Intention und Zweck spielen stark mit hinein. Nicht selten scheuen künftige Autoren vor dem Abenteuer Buch zurück, obwohl die Lust groß ist. Unübersehbar scheint der Aufwand. Ein Buchprojekt verliert seinen Schrecken, wenn man es in Phasen sieht. Die Gefahr, dass ein hoffnungsvolles Projekt frühzeitig versandet, wird gebannt.


Ghostwriting-Packages bei MissWord!


1 Starter - Ideenfindung, Ideenausbau, Mission Statement (warum und mit welchem Ziel schreiben wir ein Buch?)

2 Smart - Exposé, Konzept, Inhaltsverzeichnis, Klappentext

3 Full service - Von der Analyse bis zur Vermarktung Komplettbetreuung und Koordinierung aus einer Hand

4 Kreativ - Koordinierung & Supervision von Korrektorat, Lektorat, Layout, Cover, Satz, Produktionsvermittlung, Verlagsansprache

5 Kommunikativ - Autorenmarketing & EigenPR (Social Media, Pressearbeit, Blog oder/Content Marketing)

6 Up-Date - Überarbeitung, Neukonzipierung und/oder Neufassung vorhandener Manuskripte

Einzel buchbar, komplett oder in einem sinnvollen Zusammenhang!


Ghostwriting ist kein Voodoo - obwohl schon etwas Magie zwischen Autor und Ghost mitschwingt


Phase 1: Idee & Konzeption: Der ideelle Unterbau

Imaginieren wir einmal, ein Coach, Trainer, Speaker, Unternehmensberater, selbstständiger Freiberufler oder Unternehmer verspürt das heftige Verlangen ein eigenes Buch zu schreiben. Die Gründe dafür können persönlicher Natur oder von dem Verlangen nach Reputation bestimmt sein. Aber in seinem Kopf wirbelt es. So recht will sich die zündende Idee nicht formen.

Zu diesem Zeitpunkt bietet sich eine gemeinsame Ideenphase an, in der sich der zukünftige Autor und die Ghostwriterin MissWord! für einen halben Tag oder länger an einem angenehmen Ort in Klausur begeben. Dort lassen sich in locker-disziplinierter Atmosphäre und im Rahmen einer analysierenden Exploration/Interviews/Brainstormings eine tragfähige Buchidee und ein stimmiger Rahmen gemeinsam an die Oberfläche kitzeln. Die Grundlage für ein tragfähiges Buchkonzept. Jetzt werden auch Fragen nach dem Wie? Wofür? Warum? gestellt.

Dieses Paket beinhaltet ein erstes Vorgespräch, weiterführende Recherche und Themencheck, Vorbereitung eines Strategiemeetings (über einen individuellen Fragenkatalog), Durchführung und ein ausführliches schriftliches Nachdossier. Springt der zündende Funke über und sind die ersten Hürden genommen, kommt Lust auf mehr auf. Jetzt ist Zeit für ein Nachfolgegespräch und eine schlanke, wasserdichte Vertragsgestaltung. Oder der Autor bucht Baustein 2) als Einzelmaßnahme.

Phase 2: Vom Mission Statement über Inhaltsverzeichnis zum Exposé: Gehirn & Gerüst

Phase 1 ist der Sockel für die Maßnahmen in Phase 2: Erstellung des Mission Statements (Warum ein Buch? Für wen? Wer soll's lesen? Welchen Zweck erfüllt es für den Autor?) und Konzipierung eines verlagskonformen Exposés, Kapiteleinteilung, Inhaltsverzeichnis, Klappentext, Definition Buchformat u.a..

Die Entscheidung "klassischer Verlag oder Selfpublishing" trifft sich nicht leicht - Idee und Thematik sind entscheidend, zeitliche Vorstellungen, die Autorenziele, die Schlagkraft und Reichweite der Buchidee, der Markt. Die Vorzüge und Nachteile zwischen Selfpublishing (wir sprechen hier nicht von Zuschuss-Verlagen) und eingesessenem Verlag müssen projektbezogen ausgelotet werden. Soll das Buch über den Buchhandel laufen? Wollen wir freier in der inhaltlichen und grafischen Gestaltung sein? Ein Zielgruppenmedium etwa, das sich an eine fest umrissene Branchen-Community richten und ggfs. über Direktmarketing vertrieben werden soll, ist kein großes Thema für den Buchhandel und daher mit seriösen, professionellen Books-on-demand-Anbietern gut bedient.

Phase 3: Von der Konzeption zur Ausarbeitung:  Body & Soul

Jetzt geht es in die heiße Phase. Inhaltliche Treffen und/oder Abstimmungstelefonate inklusive Nachprotokolle finden statt, Materialsuche, die Erstellung schriftlicher Vorlagen, Literaturstudium bereiten den Boden für das Roh-Manuskript. Der Text wächst in Kapiteln. Die Tastatur läuft heiß. Die Abstimmungsphasen sind bewegt und produktiv und die Stimmung schwankt zwischen Euphorie und Weltuntergang. Normal!!

Höchste Zeit, sich über die Gestaltung, Layout, Lektorat und Produktion Gedanken zu machen.

Phase 4: Gestaltung & Produktion: Ein Buch ist erst ein Buch wenn es ein Buch ist (respektive gedruckt ist).

Ein Corporate Book lebt nicht nur von Inhalt, Sprache, Subtext. Oft wird die Gestaltung frevlerisch vernachlässigt. Zu Unrecht: Sie erhöht die Attraktivität, Lesbarkeit, Kauflust und Ausdauer beim Lesen. Der Leser spielt lieber mit, wenn das Spielfeld ihm zusagt. Ein fähiger Kreativer für Cover und Layout ist kein Luxus! Verlagsansprache und Druck .. ach ja, aber das ist schon wieder ein neues Thema (dazu bald mehr). Die Ausgestaltung der Verlagsverträge sollten auch mit einem Fachanwalt abgesprochen werden. Dabei unterstützt der Ghostwriter.

Phase 5: Vertrieb und Kommunikation: Jetzt läuft der Motor auf Hochtouren

Auch wenn ein Buch bei einem klassischen Verlag verlegt wird, der in einem gewissen Umfang, der von Buch zu Buch je nach Attraktivität, Marktrelevanz und persönlicher Vorliebe schwankt, den Buchhandel anspricht und Autorenmarketing betreibt, ist jeder Autor gut beraten, selbst für Kick-offs im Buchverkauf zu sorgen. Das ist ein sehr weites Feld, das je nach Anlage und Neigung vom Autor beackert werden sollte. Auch dazu mehr im nächsten Beitrag zu "Corporate Book, Verlagssuche & Vermarktung"

Phase 6: Spezialfall Up-Date - Überarbeitung und/oder Neufassung

Die Überarbeitung eines vorhandenen Manuskripts oder Buches kann sehr aufwändig sein. Das hängt davon ab, ob auch die Inhalte aktualisiert werden sollen oder ob es ausreicht, den Text und ggfs. auch das Layout neu zu gestalten. Umarbeiten und Texttuning ohne inhaltliche Revision ist oft nicht zielführend. Aber mit ist es mindestens genauso aufwändig wie neu zu schreiben.

Natürlich kann ich hier nur anreißen, wie es zwischen Autor und Ghost läuft. Jedes Projekt ist individuell und das ist auch gut so! Für ein Beratungsgespräch braucht es nur einen Griff zu Telefon oder E-Mail:dialog@missword.de; www.missword.de; 0172.3244591.Dann sehen Sie rasch klarer!

Man kann mich buchen! Cheerio.


Tags:
Ghostwriting, Co-Autoring, Corporate Book, Ghostwriting Packages, MissWord!

Bildnachweis:
Stocksnap.io, Thomas Kelley
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Freitag, 18. November 2016

Aufgespießt: Kölner Klüngel

Was sich so alles im Text-Archiv findet! Veraltet? Der Kölner Dom bleibt ewig aktuell. Oder? Ist ja auch noch gar nicht so alt.









Was sich im Kölner Klüngel seit 2007, als die Reportage für die "WELT" entstanden ist, geändert hat? Sollte sich da etwas ändern? Guckstu hier:

Mittwoch, 9. November 2016

Herbstliche Köstlichkeit - Mittwochssuppe: Samtige Maronencrème

1a-Grenadas - auf www.missword.de: Mittwochssuppe: Samtige Maronencrème: Heute ist Mittwoch, heute gibt's Suppe! Früher eine Überlebensfrucht für Alpenbewohner in den rauen Schweizer Bergwelten, heute ei...

Mittwochssuppe: Samtige Maronencrème

Heute ist Mittwoch, heute gibt's Suppe!


Früher eine Überlebensfrucht für Alpenbewohner in den rauen Schweizer Bergwelten, heute eine kalorienarme Delikatesse: die Esskastanie. Weder verwandt noch verschwägert mit der Rosskastanie, die im Herbst von den Bäumen springt. Reichlich Ballaststoffe, Stärke, ein herrlich nussiger Wohlgeschmack und wenig Fett - das ist der Steckbrief der Maroni, geliebte Knabberei auf Weihnachtsmärkten und winterlichen Shoppingmeilen. Wer sie nicht selbst im Forst sammeln will, deckt sich mit Dauermaronen, die geerntet werden müssen, in Oktober und November auf dem Bauernmarkt ein. Dabei sind die, die mit einer wie gelackt glänzenden Schale glänzen, die frischesten.


Maronencrèmesuppe nach Bergbauern-Art


Wir benötigen:

100 g Poree, 100 g Staudensellerie, 50 g mageren Tiroler Speck, 1 kleine Zwiebel, 500 g Maronen geschält und gekocht (ggfs. als Fertigprodukt), 1 EL Butter, 1 EL Olivenöl, 1,2 l Geflügel- oder Gemüsefond, 100 ml trockenen Weißwein, Salz, Pfeffer, Bio-Zitronenabrieb, 125 ml Schlagrahm, glatte Petersilie oder Korianderblatt, Minze zum Dekorieren. 

Und so geht's:

1 Lauch, Selleriestange, Zwiebel, Speck fein würfeln. Maronen klein schneiden. Speckwürfel in Butter und Öl anschwitzen, Gemüse einfügen und weiter dünsten. 

2 Maroni mit garen. Mit Weißwein ablöschen, reduzieren, Brühe angießen. Abschmecken und weitere 15 Minuten köcheln. 

3 Petersilie/Koriander fein hacken. Zitronenschale abreiben. Suppe fein pürieren. 

4 Sahne, Zitronenabrieb, Kräuter unter die Suppe mischen, noch einmal abschmecken. Mit Minzblättern dekorieren.


Maroni lassen dem Winterspeck keine Chance. 


Der Kalorienvergleich (jeweils 100 g) überzeugt:

Maroni: 192 kcal, 1,9 g Fett
Haselnüsse: 644 kcal, 61,6 f Fett
Mandeln: 577 kcal, 54 g Fett
Macadamia: 687 kcal, 73 g Fett
Paranüsse: 679 kcal, 67 g Fett
Walnüsse: 662 kcal, 62,5 g Fett 

Die Früchte der Edelkastanie, die alt wie Methusalix werden können, sind auch als Brotbäume bekannt. In Deutschland rühmen sich die Pfalz und Baden der unbestrittenen Qualitäten der aromatischen Keschte, die als Püree, Dessert, Beilage zum Wildbraten, als Marmelade oder Kastanienkuchen mit ihrer Röstfrische dem Herbst Würze geben. Zu luftgetrocknetem Schinken oder Wildsalami schmeckt das saisonale Kastanienbrot. Um sie als Suppe oder Püree zu genießen, werden die Esskastanien gekocht. Die Kochflüssigkeit nicht weggießen, sondern bei der weiteren Zubereitung einsetzen.

Die einfachste Methode den Charme der Maroni auszukosten ist die Zubereitung im Backofen:

Und das geht so:

1 Maronen kreuzförmig einschneiden. So kann es nicht passieren, dass sich in der Frucht die Luft staut und kleine Explosionen das Backrohr erschüttern.

2 Mit der eingeritzten Seite nach oben auf einem Backblech verteilen. Bei circa 225 Grad etwa 20 Minuten backen, bis das innere Fleisch aus der Schale lugt.

3 Herausnehmen, leicht abkühlen lassen, Schale abpellen, mit einem leichten Tiroler oder Badischen Roten genießen!


Leckermäuler streichen sich Maronenmarmelade aufs Brot


Dafür braucht's 350 g geschälte Maronen (gibt's im Feinkosthandel), 300 ml Wasser,  1 cl weißen Rum, 180 g braunen Rohrohrzucker, das Mark von 2 Vanilleschoten, 1 flacher TL Zimt, wer's mag auch eine Msp Ingwer und/oder Nelkenpulver oder Koriander. Das lässt sich munter variieren!

Und so geht's:

1 Maroni schälen und enthäuten (s.oben). Zusammen mit dem Wasser 15 Minuten lang kochen. Mit dem Pürierstab gut durchmixen.

2 Braunen Zucker, Vanillemark, Gewürze, weißen Rum zufügen und reduzieren, bis die Masse glatt und cremig ist. 

3 Abkühlen lassen, in heiß ausgespülte Marmeladegläser füllen. Im Kühlschrank vier Wochen haltbar.



Die Tiere des Waldes sind die Nutznießer der herbstlichen Pracht - wenn Kastanien, Eicheln und Nüsse geknackt werden können. Auf Korsika und Elba laben sich halbwild lebende schwarze Schweine an den Eicheln, Pilzen und Beeren, die wir Menschen nicht aufspüren und freuen sich über die Köstlichkeiten des Herbstes.


Bildnachweise:

Foto Baum im Herbst: Stocksnap.io Siska Orijburg
Foto Eichhörnchen: Stocksnap.io Radoslaw Rekurat
Foto Schweine: Stocksnap.io David Marcu

Tags: Maroni, Esskastanien, Maronencrème, Maronensuppe, Kastanienbrot
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Autorin, Texterin & PR-Beraterin Sigrid Jo Gruner schreibt als MissWord! Webcontent, Magazin, Pressetext, Unternehmenspublikation, als Ghostwriterin Reden, Artikel und Bücher. In Strategieworkshops entwickeln Unternehmen und selbstständige Freiberufler mit MissWord! stimmige Positionierungen, Kernaussagen, Business- und Imagetexte und passgenaue Corporate Words. 


Samstag, 5. November 2016

Aufgespießt:Novemberblues - Melancholie ist wichtig!

1a-Grenadas - auf www.missword.de: Aufgespießt: Melancholie ist wichtig!: November? - Ach, was soll's! Nicht nur die von Wehmut & Trauer geschwängerten Feier- und Gedenktage des Novembers machen uns zu...

Aufgespießt: Novemberblues - Melancholie ist wichtig!

November? - Ach, was soll's!


Nicht nur die von Wehmut & Trauer geschwängerten Feier- und Gedenktage des Novembers machen uns zu schaffen. Auch die verschatteten, lichtarmen Spätherbsttage trüben das Gemüt.

Dabei vergessen wir leicht, dass die Sonne scheint, auch wenn Wolken sie verdecken. Sanfte Melancholie, genüssliche Schwermut und überbordender Weltschmerz - bitter-süße Reminiszenz der deutschen Romantik - seien ein "überragender Kräftezustand der Seele", befand bereits Hippokrates. Ohne auf die Flüchtigkeit von Glück und Hochgefühl gefasst zu sein, könne man nicht leben, entstehe auch nichts Neues. Das zeitweise Zerschmelzen in Melancholie sei ein Potenzial, das die Seele klärt und reinigt. Wer hätte das noch nicht erlebt!


"Was macht ein Leben lebenswert?" 


Friedrich Hölderlin wurde sicherlich mit einem Übermaß an Melancholie vom Schicksal bedacht, und dichtete dennoch: "Trauert nicht, wenn eines Herzens Melodie verstummt! Bald findet eine Hand sich, wieder es zu stimmen." Die Melancholie sah er als Brücke zwischen Glück und Unglück. Und er selbst ging seinen ureigenen Weg: Seine Lyrik lässt sich in der Entstehungsepoche um 1800 weder der Klassik noch der Romantik zuordnen.

Ein rundherum glückliches Leben anzustreben ist nicht eben klug, denn ein ständig rauschhafter Glückszustand ist so unvorstellbar wie der zweimalige Hauptgewinn im Lotto, ein Fußmarsch zum Mond oder die große und einzige Liebe für immer und ewig. Und daher gar nicht wünschenswert. Glück wird vermutlich gnadenlos überschätzt, was eigentlich nur unglücklich machen kann. Was zählt, sind die Gelassenheit, froh und optimistisch seiner Wege zu gehen, die Zeit vergessen zu können mit Menschen und Tätigkeiten, die man liebt. Die Pflichten souverän und mit einer gewissen Hingabe zu erfüllen und seine Leidenschaften zu pflegen.

Das bedingt nicht zuletzt Vertrauen in sich selbst, die Gabe verzeihen zu können und mit Charme und Chuzpe den Mäandern des Lebens zu folgen. Das klingt nach "viel verlangt!" Schaut man genauer hin, sollte man das eigentlich hinkriegen - wenn .., ja, wenn man eben nicht nach dem absoluten Glück schielt. 


Die Fähigkeit Beziehungen einzugehen und Nähe zu gestalten wird bereits in frühester Kindheit gespurt


Oder eben auch nicht. Fehlt einem Kind das Grundvertrauen in seine Beziehungspersonen, fühlt es sich abgelehnt oder unerwünscht, wird es vernachlässigt, misshandelt oder missbraucht, wird sein Leben immer eine gewisse Sicherheit und Bindungsfähigkeit vermissen lassen. Das bedeutet Leben auf brüchigem Eis. Eltern sollten sich dessen bewusst sein.

Dennoch gibt es Hoffnung, denn Liebesfähigkeit, Neugier und Hingabe sind oft nur verschüttet und können - mit einem sensiblen Spaten - ausgebuddelt und trainiert werden! Ein gesunder Egoismus macht erst zur Liebe fähig, macht liebenswert und verantwortungsbewusst. Eine Gratwanderung allerdings für Menschen, die schwer Nein sagen können. 

Übrigens: 


Wussten Sie, dass stabile, nährende, erfüllende, Sicherheit gebende Freundschaften das Leben um bis zu 22 Prozent verlängern können? Das mag vielleicht wichtiger sein als eine stabile Zweier-Beziehung. Wahre Freundschaft ist unschuldiger, naiver, unverstellter, sie fällt uns leichter, weil die Pfundgewichte in der Waagschale nicht so schwer wiegen. In einer Zweierbeziehung geht es meist um alles oder nix, meinen wir zumindest. Von dieser Haltung sollte man sich rasch entfernen - auch in einer Zweierbeziehung gehört jeder letztlich nur sich selbst. Und das ist schon mal ne ganze Menge!

Und wenn gar nix hilft, bietet sich eine Flucht auf Harry Belafontes "Island in the sun" an! Calypso - und die Welt ist wieder in Ordnung.



Autorin, Texterin & PR-Beraterin Sigrid Jo Gruner schreibt als MissWord! Webcontent, Magazin, Pressetext, Unternehmenspublikation, als Ghostwriterin Reden, Artikel und Bücher. In Strategieworkshops entwickeln Unternehmen und selbstständige Freiberufler mit MissWord! stimmige Positionierungen, Kernaussagen, Business- und Imagetexte und ein Corporate Wording. 


Bildnachweis:
Stocksnap, Steve Halama

Sonntag, 30. Oktober 2016

Was macht den Schriftsteller aus?: Sonntagsthema: Talent oder Handwerk? Das ist hier ...

1a-Grenadas - auf www.missword.de: Sonntagsthema: Talent oder Handwerk? Das ist hier ...: Pünktlich zur Winterzeit ein Exkurs in die Literatur - Ist der Herbst nicht geradezu prädestiniert für Schöngeistiges?;-) Ist Sch...

Sonntagsthema: Talent oder Handwerk? Das ist hier die Frage.



Es herbstelt bereits - der Übergang vom Spätsommer in den Herbst ist geradezu prädestiniert für Schöngeistiges;-)



Ist Schreiberfolg das Ergebnis von Begabung oder Handwerk? 



Oder gar von Schreibratgebern? Diese Frage stellte kürzlich ein Verlag, der E-Books herausgibt. Und weckte in mir leichten Widerstand.

Der Fragestellung war schon deshalb zu misstrauen, weil man sich entscheiden sollte zwischen zwei Antipoden, die sich per se gar nicht ausschließen, sondern ergänzen. Eine erfolgreiche Schreibpraxis speist sich aus verschiedenen Ressourcen: Talent, Sprachgefühl, Fabulierlust, Neugier auf Mensch und Welt und die Lust sich mit diesen empathisch zu verbinden. Was seine Figuren vom Autor preisgeben, ahnt nur der Schreibende selbst. Gnadenlos ehrlich, mutig und verwegen, ausdauernd und routiniert, und nicht ohne Selbstzweifel geht er seinem Beruf nach. Oder seinem Handwerk? Die politischen Pole Hand-Werker und Kopf-Arbeiter bringt er problemlos zusammen. Wie steht’s mit dem unbedingten Bedürfnis aus sich heraus schöpferisch zu wirken? Kreativität entsteht nur, wenn Wissen vorhanden ist. Wer hat's gesagt? Ich google mal schnell.


Was treibt den Schriftsteller an?

Entschlossen seinen eigenen Weg zu verfolgen, nimmt er in Kauf, andere zu verletzen. Das Gespür für das Machbare und die Gabe des Träumerischen pochen und zittern in seinem Inneren wie ein unruhiges Herz im Mai. Rückschläge steckt er ein und setzt seine Spielfigur wieder auf Anfang. Sich selbst nimmt er zurück, doch alles, was an Figuren, Plots und Gedanken durch seinen Autorenkosmos schwirrt, hegt er mit großer Hingabe. Ballast duldet er nicht, die Schatten der Vergangenheit integriert er trauernd. In seinem Arbeitskokon nährt er sich von einer leicht selbstzerfleischenden Vorfreude, nicht ohne Bangen um das, was in seinen Wörtern Gestalt annehmen soll. 

Sein Verlangen nach Wahrheit und Klarheit ist meist überbordend, doch wird er nie zu früh den Schleier lüften. Schreiben sich die Worte wie von selbst, riskiert er dennoch ahnungsvoll-wissend die alles betäubende Explosion, was kühn und unschuldig zugleich ist. Ohne diese im literarischen Duktus verhaftete Naivität wäre er sprachlos. 



Literatur als Schule des Literaten oder "Wissen ist nicht immer gleich können"

In einer wissenschafts-gläubigen und  schwer datenfokussierten Zeit setzen wir unser Vertrauen in die Allmacht von Forschung und Technik. Dabei beziehen wir uns auf die Renaissance, die in ihrem Wissensdrang auch als eine Vorläuferin der Digitalisierung bezeichnet werden könnte. Vor Zeiten glaubte man allerdings auch noch an den inneren Zusammenhang aller Begebenheiten auf einer feinstofflichen Ebene. Die Literatur vergangener Epochen war in hohem Maße didaktisch, sie erklärte die Welt und wie man sie am anschaulichsten sprachlich nachempfinde und poetisch abbilde. 

Die Flut der Schreibratgeber, Schreibblogs und How-to-Booklets unserer Zeit spiegeln das enorme Bedürfnis heutiger Menschen, sich anderen auszudrücken, was im Einzelfall den direkten Kontakt ersetzt. Sie spiegeln auch deren Ratlosigkeit und Mangel an Orientierung. Sie vermitteln dem Adepten technisches Handwerk, Regeln, unauflösbare tradierte Konventionen. Das kann ermüden und überfordern. Oft bleibt es bei ihrem atemlosen Studium. Theorie vertrocknet, wenn sie der Tau der Praxis nicht benetzt. Wissen heißt noch lange nicht Können.

Der Rebell in der Literatur

Beispiel: Im funktionalisierten mittelhochdeutschen Minnesang verkörperten sich Werte – von Frauenehre und Liebeslust. Macht, Sehnsucht und Reue. Der Schriftsprache eines Sprachraums sollten Gestalt und Funktion verliehen werden. Und die Kunst ließ sich munter instrumentalisieren. Talent war keineswegs hinderlich, und Konventionen waren die Pfeile im Köcher des Dichterhandwerkers. Beim „Sängerkrieg auf der Wartburg“ wird der aufmüpfige Sänger auf die Pilgerfahrt nach Rom geschickt. Die angesungene Dame ist entflammt, doch bangt sie um das Seelenheil des Rebellen, der die hohe Kunst ihrer Fesseln beraubt. Über Talent und Handwerk hinweg erliegt er der Faszination des Umsturzes. 

Die Riege der Sänger-Traditionalisten vernimmt es mit Schauder und unterschätzt, nein, ignoriert das feurige, vom Rauch der Revolution geschwängerte Können des Sängers/Dichters. Auf wessen Seite steht der Komponist und Autor? Nicht ohne sardonische Selbstironie meißelte Richard Wagner stets am eigenen Denkmal. Ausschweifend in Arbeit und Genuss akzeptierte er nur eine Moral, die seine.

Tun ist das Zauberwort 

Was wäre aus Johann Wolfgang Goethe geworden, hätte ihm seine weise Mutter nicht ein Marionettentheater geschenkt? Als Geheimer Rat in Weimar besetzte der Lebenslustige zahlreiche Rollen, in denen er gleichermaßen reüssiert, abgefedert durch ein großbürgerliches Erbe: Theaterprinzipal, hoher Staatsbeamter und Prinzenerzieher, Schauspieler, Dramatiker, Schriftsteller, Naturwissenschaftler, Sammler, Forscher. Ein dicht geknüpftes materielles Netz aus Sicherheit und Ansehen ließ ihn in aller Seelenruhe dichten und denken. Genussmensch Goethe führte ein gastliches Haus. Bereits beim Mittagstisch soll er je einer Flasche Champagner und Rotwein zugesprochen haben. 


Privilegiert, weil umsorgt: Viele dienende Hände arbeiteten mit an Goethes Ruhm - "Bettschatz" Christiane, Sohn August, die Vertraute Frau von Stein, Schwiegertochter Ottilie, der getreue Eckermann, der herzogliche Brotherr. Sanft gebettet in diese behagliche Welt, die stracks im Biedermeier mündete, war es für ihn wohl ein Leichtes, seine reichen Talente mit einer bewundernswerten und bis ins hohe Alter aufrecht erhaltenen Schreibroutine zur Genialität zu entwickeln. Einmal wurde es ihm dann doch zu eng - die "Italienische Reise" war das einzig Rebellische, was er sich erlaubte. Einfach weg war er. Und dies lange. Produktiv war er während des zwei Jahre dauernden Italienabenteuers dennoch oder gerade deswegen.

Leben als (un-)moralische Anstalt

Die Zahl der Schriftsteller, die ein vergleichsweise entbehrungsreiches Leben führten, ist groß. Dennoch hinterließen auch sie Meisterwerke, die bis heute glänzen. Wäre von Friedrich Schiller verbürgt, dass er sein Leben genossen und geliebt hätte? Wenn Goethe eher unpolitisch war, hat Schiller sein Politisch-sein im Übermaß zelebriert. Er war kein geborenes Glückskind. Sein Schatz ist dem materiellen Wohlstand Goethes jedoch gleichzusetzen: glühende Leidenschaft, ein unbezwingbares Sendungsbewusstsein, die Freiheitstrunkenheit des Rebellen, die strenge Klarheit des Moralisten. Er wurde von seinem Leben ziseliert wie Goethe von dem seinen verführt.

Von den Großen lernen

Absurde Vorstellung, Goethe hätte Schreibratgeber gelesen! Goethe rezipierte alte und neue Meister und schulte seinen Intellekt, indem er sich in anderen Disziplinen hervortat. Vom Zeitgenossen Jean Paul, Meister der klangverliebten, skurrilen und chiffrierten Sprache, hielt er nichts. Künstlerkollegen gegenüber war er spröde. Seinen stets überregen (und daher auch überragenden) Geist schulte er mit vielfachen interdisziplinären naturwissenschaftlichen Forschungen und seinem Liebesleben legte er keine Beschränkung auf. Ob er ein besonders liebenswerter Mensch war, steht dahin. Familienleben war ihm eher lästig. Fremdes Leid scheute er. Er liebte wohl vor allem sich selbst, lebte intensiv und exzessiv – vom Sturm-und-Drang bis zum Olymp.

Ähnlich privilegiert war Thomas Manns Hintergrund. Der Künstler als Bürger oder war es umgekehrt? - Eine kluge Gattin hielt ihm des Lebens Unpässlichkeiten vom Leib. Mit schulmeisterlicher Strenge und unbotmäßiger Selbstzucht bat er sich unbehelligte Schreib- und Lektürestunden aus. Der Sorge um das tägliche Familienwohl enthoben, verbrachte er die restliche Tageszeit nach Maßgabe der Nützlichkeit für sein Werk. Gar nichts geschah zufällig. Er pflegte Kontakte, sofern sie seinen Geist belebten und zapfte allfällig sprudelnde Quellen für sein Schaffen an. Ego-manisch? Egozentrisch. Ohne Reue. Sympathisch fühlt er sich nicht an, aber das Werk verleiht Legitimation und Absolution.

Mein Fazit: Schreiben ist ein Tsunami

Schreibende sind gut beraten, sich dem Auftrag, der in ihnen schlummert, willenlos in die Arme zu werfen und sich auf ein Abenteuer einzulassen, von dem man nie weiß, wie es endet, doch ahnt, dass es sich lohnt. Draufgängerisch und sensibel, neugierig und gierig. Aufspüren, was rechts und links des Weges liegt und jeden Ruf des Schicksals respektieren. Haben wir unsere Berufung bejaht, packt sie uns wie eine Woge und Droge. Wirbelt uns durch die Luft, rüttelt und schüttelt uns und lässt uns in azurblaue Weiten fliegen. Und stets kommen wir an - auf dem Boden der Tatsachen. Immer mit Nachdruck, nie ohne Nachhall. 

Dann ist es längst keine Frage mehr von „Talent oder Handwerk?“, sondern die einer bezwingenden inneren Entscheidung: Mach es oder lass es!

Ähnliches gibt es auch im Beitrag "Das Revival der Papierkommunikation" hier in diesem Theater .. äh.. auf diesem Blog:



Sonntag, 16. Oktober 2016

1a-Grenadas - Sonntagsthema: Das Revival der Papierkommunikation...

1a-Grenadas - auf www.missword.de: Sonntagsthema: Das Revival der Papierkommunikation...: u.a. Buchbetreuungs-Pakete - die Renaissance von Print

Sonntagsthema: Das Revival der Papierkommunikation oder Totgesagte leben länger.


Heute im Blog: 


  • Print-Kommunikation im Aufwind
  • Was kann Papier was Bits & Bytes nicht können?
  • Bücher fördern Karrieren. Professionell gemachte Bücher, wohlgemerkt. Bücher, die ins Schwarze treffen und die das Papier lohnen, auf dem sie gedruckt sind.
  • Ghostwriting und Bucherstellungs-Pakete bei MissWord!




Man staunt: Marketingexperten konstatieren eine Print-Renaissance. Online-Shops lassen Kataloge drucken und sprechen ihre Kunden mit aufwendig erstellten Direktmailings an, Kundenzeitschriften werden relauncht, neue Magazine sprießen auf dem Markt, innovative Arten der postalischen Kundenansprache machen Lust auf mehr. Jährlich wird der Markt mit neuen Buchtiteln überflutet und das Corporate Book ist (nicht zuletzt angesichts des immer gängigeren Selfpublishings) im Begriff, sich zum Standard für Untenehmen und Unternehmer, Berater, Trainer, Coachs und selbstständige Freiberufler zu mausern.

Nach der digitalen Revolution schien der Marketingkommunikation auf Papier bereits ein schleichendes Sterben beschieden. Hurra! Iss nich so:-) Das gedruckte Wort lebt. Sind wir der Bits & Bytes überdrüssig? Sicherlich ja, wenn sie inflationär auftreten, missen wollen wir sie natürlich auch nicht. Können beide harmonisch nebeneinander leben? - Der Versuch einer Annäherung.

Print ist unmittelbar, direkt, fassbar. 


Es gibt vermutlich eine Menge Jugendliche, die noch keinen einzigen Brief geschrieben haben. Wenn Liebe kommt, sind die digitalen Helfer zur Stelle, und wenn sie verabschiedet wird, ebenso. Das mag ärgern wen will. Nicht wenige Unternehmen und Marketer waren lange der irrigen Meinung (und sind es vielleicht noch), Papier-Kommunikation sei obsolet. Weg damit. Das papierlose Büro hat sicherlich seinen Charme qua Nutzwert. Doch Papier punktet mit einem entscheidenden Vorzug gegenüber der virtuellen Scheinrealität - und dieser nennt sich Haptik.

Zum Be-greifen nah ..



Haptik ist ein unterschätzter Sinn. Kein Baby wird ohne Haptik-Sinn geboren, bereits in der fetalen Phase reagiert es auf taktile Haptik (Berührung). Die brutal vernachlässigten Kinder der schaurigen Waisenheime Ceaucescus vegetierten ohne Berührung, die über das rudimentäre Versorgen hinaus ging, verkümmerten, fielen in Schockstarre und Teilnahmslosigkeit, nicht selten starben sie. Kleinkinder erkunden die Welt, indem sie neue Dinge betasten oder in den Mund nehmen (letzteres ist nicht ganz ungefährlich, aber zu leben ist nicht ohne Risiko :-))

Papier ist Leben.



Papier verführt zum Berühren. Haptik von einer seiner schönsten Seiten genießt man (meist unbewusst) beim Umblättern von bedrucktem Papier. Smooth, samtig oder holzig fühlt es sich an, riecht nach Baum und imaginiert Wald. Windrauschen in Baumkronen und vertrocknete Vogelbeeren an kahlen Ästen. Zwischen den Fingerkuppen knistert es leise. Papier flüstert uns kleine Verheißungen zu und lädt dazu ein es mit Tinte oder Farbe zu beschriften. Papier wie es für Flyer, Karten, Kataloge, Booklets benutzt wird. Krönen kann man das holzige Produkt, wenn es sich als gedrucktes Buch wieder findet.



Warum sind Bücher per se unsterblich? 


Sie folgen einem natürlichen Kreislauf - Sie kommen aus der Natur und gehen im besten Fall wieder in sie ein. Bis dahin erfüllen sie in ihrem hoffentlich langen Buchleben eine Menge Funktionen: Sie machen glücklich, klug, amüsiert, sentimental oder hoffnungsfroh. Sie lassen Tränen kullern - aus Freude oder .. schluchz.. Schmerz. Sie unterhalten, bilden, lassen Bilder und Träume aufsteigen. Im schlimmsten Fall langweilen sie. Aber dafür kann das Papier ja nix.


Wie, Sie haben noch kein eigenes Corporate Book?


Das Revival der Print-Materialien hat auch einen Trend nach oben gespült, der allemal das Zeug zum Bestseller hat: Das Corporate Book, das im Dienste einer (meist guten) Sache steht. Es profitiert vom Revival der Print-Kommunikation als Königsweg für alle, die ein generisches Beratungsbusiness (mit erklärungsbedürftigen und unsichtbaren Produkten) betreiben. Denen eine Art vorauseilender Vertrauensbonus gut tut und die eine glaubwürdige, authentische Reputation anstreben. Ein Buch zentriert, positioniert wie ein Leuchtturm in einem Meer von Beliebigkeit.

Die Motivation, ein eigenes Buch zu verfassen, hat viele ehrenwerte Quellen: Die Lust etwas Bleibendes zu schaffen - über den Tag hinaus zu wirken, sich mitzuteilen, anderen seine Erfahrungen und sein Wissen nicht vorzuenthalten, den Sog der Reputation zu spüren. Nicht selten ist ein eigenes Buch die Bestätigung eines langen Berufslebens oder der Grundstock einer neuen Karriere in einem noch jungen. Auch bedienen viele Experten heute unterschiedliche Geschäftsbereiche, die man mit einem Sachbuch bestens differenzieren kann. In seltenen Fällen hat es auch mit Eitelkeit zu tun, aber das ist nur menschlich und daher auch in Maßen legitim.

Bücher pushen Karrieren.

Gerade erschien ein von mir redaktionell und konzeptionell betreutes Sachbuch, in dem der Autor seine ganz spezielle Erfahrung, seine Expertise und Leidenschaft zu Papier bringen wollte, um seine Fachkollegen davon profitieren zu lassen. Gleichzeitig diente es als Medium und Stimulans seiner Beratungstätigkeit. Er wusste genau, welche Funktion das Buch erfüllen sollte und es war eine Freude mit ihm zu arbeiten.

Viele, viele, mehr als man denkt, wollen ein eigenes Buch verfassen. Verschwiegen werden soll nicht, dass dies neben gleichzeitiger Berufs- und Geschäftstätigkeit keine leichte Übung ist. Es braucht Zeit, Muße, Disziplin, die Bereitschaft zu Entbehrung und Reduktion. Schweiß fließt und Phasen der Schlaflosigkeit sind normal. Viele ahnen dies, sind auch dazu bereit, haben jedoch weder Zeit noch Talent zum strukturierten Schreiben und hegen Vorbehalte, Ängste, Zweifel. Zu allem Überfluss ist der Binnenblick nicht unbedingt hilfreich.

Es muss ja nicht immer gleich Kaviar .. pardon .. ein komplettes Sachbuch oder Corporate Book sein


Wie das? Ganz einfach. Jedes Buch ist so individuell wie sein Autor. Jeder Buch-Fall ist anders. Bei einem flutscht und sprudelt es, doch die Struktur gerät aus dem Ruder. Ein anderer verspürt lähmende Leere im Gehirn, sobald er einen Bleistift in die Hand nimmt. Über die erste Zeile kommt er nicht hinaus. Beim Dritten ist alles im Kopf vorhanden, aber so gut er sich mündlich ausdrücken kann, so bescheiden verhält es sich im Schriftlichen. Auch den überschießenden Gedanken Struktur zu geben, ist von der Binnensicht aus kein Kinderspiel. Manchmal muss man auch bereit sein, eines seiner "Babies zu killen" soll heißen: Überflüssiges oder Störendes entfernen. - Für all dies ist ein Ghostwriter eine sehr gute Entscheidung.


MissWord! meint: Überfordern Sie sich nicht!


Top 1: 
Unterschätzen Sie nicht den Aufwand der unterschiedlichen Arbeitsphasen: Holen sich einen unabhängigen Beraterblick und einen externen Schreib-Profi zur Unterstützung.

Top 2: 
Falls das Buchprojekt im Moment too big ist, stückeln Sie es in Pakete (s.unten)

Top 3: 
Sehen Sie das Format "Buch" mit einer gewissen Flexibilität.

Auch ein gut gemachtes Pop-up-Book, ein Booklet, ein hochwertiges Ringbuch oder kleinformatiger Ratgeber kann ein klasse Einstieg in die Autorenkarriere sein. Der Königsweg Sachbuch/Corporate Book fühlt sich danach machbarer an.


Buch erstellen lassen? So läuft's ab: 

Phase 1: Von der Idee zum Konzept: Unterbau und Gerüst
Phase 2: Vom Mission Statement zur Kapitelstruktur: Strategie und Inhalt
Phase 3: Vom Manuskript zur Endredaktion: Ausarbeitung und Schliff
Phase 4: Von der Gestaltung zur Produktion: So sieht's aus!
Phase5: Von der Verlagsansprache zu Kommunikation und Vertrieb: Der Motor läuft auf Hochtouren!


Als Ghostwriterin oder Co-Autorin hole ich den künftigen Autor dort ab, wo er gerade steht. Gemeinsam wird der individuell richtige Weg aufgespürt. Der eine benötigt das volle Programm, der andere sucht einen Sparringspartner für Ideenentwicklung oder Ausarbeitung. Dem einen liegt an hochwertiger Ratgeber-Information, dem anderen an belletristisch-narrativem und für Leser attraktivem Storytelling* .


Buchbetreuungspakete

Daher lege ich bei der Buchbetreuung unterschiedliche Angebote und Pakete auf mit unterschiedlichem Leistungsumfang, der sich zwischen Ghostwriting light & juicy (Beratung und Ideenentwicklung), Ghostwriting smart (Strategie, Konzept) und Ghostwriting Full Service (Komplettbetreuung ) bewegt. Denkbar sind auch Ghostwriting kommunikativ (PR & Marketing) und Ghostwriting kreativ (Gestaltung & Produktion.. Auch Buch-Mentoring & Projektmanaging mit einem guten Geist im Hintergrund kann ein gangbarer Weg sein.  Und Reanimierung von etwas in die Jahre gekommenen Manuskripten oder Überarbeitung von vorhandenen Materialien gehört irjenswie auch dazu.

Doch dazu mehr im nächsten Blogbeitrag hier auf 1a-Grenadas. Warum gehört dem Granatapfel meine kulinarische Liebe? Er gilt als die Frucht der Aphrodite - saftig, nahrhaft, sinnlich, produktiv und einfach schön.

Manche nennen es Wagnis, Abenteuer,  Drahtseilakt - und hoch lohnenswert!




Eine Buchentwicklung ist organisches Wachstum mit vielen Eigenarten und Chancen, nicht ohne Fallstricke. Laien unterschätzen den Aufwand. Ein Buch zu erstellen bindet Energie, Zeit, Hoffnungen, Geld. "Nichts für Feiglinge!" Ein Alleingang ist machbar. Doch er kann - zieht er sich zu lange hin - hoffnungsvolle Ideen versanden lassen. Der externe, unabhängige Blick ist (neben der Schreibexpertise) sein Geld allemal wert. Apropos Geld: Vergessen wir nicht den Aspekt Refinanzierung, der über Buchverkäufe (vom Verlag und/oder Autor) die Produktionskosten wieder in die Kassen spülen kann.

Mehr Infos zum Prozedere gibt es auf der Website, in verschiedenen Blogbeiträgen und bald hier im Folgebeitrag "Wie arbeiten Autor und Ghostwriter zusammen?"

*Übrigens: Das narrative Sachbuch ist mein Favorit - am besten interaktiv und dialogisch


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Autorin & PR-Beraterin Sigrid Jo Gruner schreibt als MissWord! Webcontent, Magazin, Pressetext, Unternehmenspublikation, als Ghostwriterin Reden, Artikel und Bücher. In Strategieworkshops entwickeln Unternehmen mit MissWord! stimmige Positionierungen, Kernaussagen, Business- und Imagetexte. 

Sie selbst bringt aus 22-jähriger selbstständiger Berufspraxis alle Voraussetzungen mit, einen Buchprozess verantwortungsbewusst zu betreuen. Dabei helfen Erfahrungen aus Public Relations, Text, wissenschaftlichem Lektorat, Projektmanagement, Autorentätigkeit, Journalismus, narrativer Prosa, Dramaturgie und Drehbuch. Über ihr Netzwerk besetzt sie Lektorat, Cover- und Grafikgestaltung sowie Produktion.


Tags: Ghostwriter, Ghostwriting, Corporate Book, Sachbuch, Papier, Print Kommunikation, Papier Kommunikation, Ghostwriting-Pakete, Buch erstellen lassen, Bucherstellungspakete, Re-Finanzierung, Buch-Mentoring, Projektmanagement, 1a-Grenadas


Bildnachweise: alle Stocksnap.io
Schreibmaschine: Florian Klauer
Mann auf dem Gipfel: Paul Gilmore
Herbstblatt:Aaron Burden
Strand-Buch: Ben White