Mittwoch, 3. Januar 2018

Mittwochsthema: Serie: Wie flutscht es zwischen Unternehmen und Kreativ-Dienstleister? Folge 7: Die Unternehmensstimme


Was bewirkt ein stringentes Corporate Wording? 


Unternehmen sind wie Orchester. Idealerweise tragen in ihnen mehrere Abteilungen und Stimmen zu einem einheitlichen Auftritt bei. Die Linie gibt der Geschäftsführer vor, der Stratege, der alles im Blick hat. Sollte zumindest so sein. Doch wie wird ein Unternehmen zu einem Premium-Unternehmen? (Und das hat wieder mal nix mit Größe zu tun)






Der Ton macht die Musik - Wuff!


Star-Orchester haben einen unverwechselbaren Klang. Die Orchestermitglieder sind auf einander eingestimmt, sie wählen sich bei jedem Audit nicht ohne Eigennutz ihre neuen Kollegen selbst. Wenn einer der Bewerber ihren kritischen Ohren genügt, ja sie sogar begeistert, dann steht der Bühneneingang offen. Der Hausdirigent gibt die Farbe vor und sorgt dafür, dass der einzigartige Klang erhalten bleibt. Sicherlich haben Sie auch schon auf YouTube ein bestimmtes Musikstück in verschiedenen Interpretationen unter unterschiedlichen Dirigenten verglichen - es ist düpierend, welche Unterschiede hier zu Tage treten, in Tempo, Ton, Takt, Transzendenz, Temperament und in der Einzigartigkeit des Klangerlebnisses, in der Art wie wir berührt werden und hingerissen lauschen, dabei uns wohl bewusst wird, dass wir einem außerordentlichen Ereignis beiwohnen.








Die emotionale Wirkung macht den Unterschied zwischen Zuhören und in der Musik Versinken, mehr noch als die technische Exzellenz ohne diese unterschätzen zu wollen. Warum sind sich nicht auch mittlere und größere Unternehmen dessen bewusst? Die Zwischentöne zwischen Darbietung und Wahrnehmung machen den Unterschied!

Wie finden Unternehmen und Zielgruppen zusammen?


Primär verkaufen Unternehmen nicht ihre Leistungen, sondern lassen ihre Zielgruppen durch differenzierte Lösungen verstehen, dass sie diese verstanden haben. Sie eröffnen einen manchmal lautlosen Diskurs und lassen durchscheinen, dass sie Empathie empfinden für die Problemstellungen und Bedürfnisse der Kunden. Diese ahnen es, wenn sie auf Hilfestellungen treffen, die ihnen weiter helfen. Eine glaubwürdige Kommunikation wird erst durch glaubwürdigen Text möglich. Premiumtext, keine Schönfärberei. Wer hier geizt, vergibt Chancen, verletzt Reputation, zerstört die sprießenden Pflänzchen des Vertrauens. Dabei sind es nicht die schönen Worte, die gelungen Formulierungen, die ausgetüftelte Werbestrategie. Es sind die offenen Ohren, die die Signale des Marktes aufnehmen und ihnen mit prägnanten, passenden, goldrichtigen Angeboten entgegenkommt. Am Mischpult der Tonalitäten sind Profis gefragt, soll es nicht scheppern und misstönend krachen. Kakophonie vertreibt das Publikum.

 
Ein Unternehmensauftritt besteht aus einer Vielzahl von verbalen Äußerungen - analog und digital, mit Fokus nach innen und außen - von der Mitarbeiterinformation oder Hauszeitung, der Produktbeschreibung, dem Kundenanschreiben, der Signatur in der E-Mail, dem Angebot, der Reklamationserwiderung bis zur Unternehmensdarstellung in Pressemitteilung, Folder und Flyer, Whitepaper, Website, E-Book, Prospekt, Katalog,Kundenzeitung, Storys, Case-Studies, im worst case Krisen-PR-Erklärung. Dies und mehr ist Teil der Corporate Identity und findet seinen Ausdruck im Corporate Wording, der ausgeprägten Schreibstimme des Unternehmens. Auch auditive und visuelle Tools wie Video, Podcast, Hörbuch, Rede und Diskussion, Verlautbarungen in Roundtables, TV-Interviews, Talkshows sind hier explizit mit einbezogen. 

Wie der CEO sich äußert und das Unternehmen über sich verlauten lässt, ebenso. Corporate Wording, Corporate Writing und Corporate Speaking sind daher oft unterschätzte, aber hoch brisante Bestandteile von Unternehmenskörper, Unternehmensimage und Unternehmenscharakter. Dieser verdient hohe Aufmerksamkeit seitens der Unternehmensführung - Positionierung und Branding sind Chefsache (in Zusammenarbeit mit den Kommunikationsabteilungen)

Was bringt Ihnen ein Positionierungs- und Corporate-Wording-Workshop?


Zugegeben - hier liegt die Messlatte hoch! Bevor Prägnanz in der Außen- und Innendarstellung entsteht und bevor Außendarstellungen konzipiert werden, sollte in eine umfassenden, tief schürfenden Positionierung investiert werden. Sie kostet Zeit, Geld, Energie - aber die gute Nachricht ist: Es lohnt sich tausendfach. Wenn Geschäftsführer, Kommunikationsverantwortliche, Pressesprecher, Marketingleiter und Mitarbeiter sich gemeinsam den vitalen und essenziellen Fragen des Strategen nach dem, was ihr Unternehmen ausmacht, stellen, ohne Scheu und ohne Scheuklappen, dann halten sie am Ende einen "Werkzeugkasten" in Händen, der nicht nur die Ergebnisse dokumentiert, sondern das Erreichte sollte in Form eines Mission Statements, einer ausformulierten Unternehmensphilosophie, eines internen Leitfadens und externen Profils, als kommunikative Kernaussagen und/oder Slogans vorliegen. 



Ein ausführliches Manual orchestriert als mehr oder weniger umfangreiches Regelwerk die praktische interne Umsetzung des neuen Corporate Wording und legt sie möglichst vielen (wenn nicht allen) schriftlichen Äußerungsformen zugrunde. Es motiviert und befähigt die internen Beteiligten, die neue Sprache zu erlernen und umzusetzen. Und natürlich wird man dabei nicht allein gelassen: Wenn gewünscht unterstützt der externe Profi nachhaltig und mittel- bis langfristig. Sind die erforderlichen personalen Potenziale im Unternehmen selbst nicht enthalten, werden sie extern beauftragt. 

Eine Wiederholung der Positionierung in kontinuierlichen Abständen macht Sinn - 2,3 Jahre sind ein gutes Intervall - gerade wenn sich in der Unternehmensführung, in den Angeboten oder Strukturen Gravierendes ändert, sollte ein Wiederholungs-Workshop die aktuelle Situation analysieren.



Wie läuft ein Strategie- und Corporate-Wording-Workshop ab?


Zunächst aber ein Hinweis: Ein stimmiges Wording, das in Premium-Text mündet, ist für das Unternehmen kein Kostenfaktor - sondern eine Investition, die sich nachhaltig bezahlt macht.

1 Sie buchen ein Info-Erstgespräch (die erste Dreiviertelstunde geht auf mich), in dem wir die Rahmenbedingungen und Ziele klären und klären, auf welchem Entwicklungsstand (im Sinne von Corporate Wording/Branding) Ihr Unternehmen ist. Danach erhalten Sie ein Angebot.




2 Nach der Beauftragung versehen Sie mich mit bereits vorhandenen internen und externen Materialien oder Vorlagen und Publikationen respektive Links. Ich recherchiere Markt, Mitbewerber, aktuelle Zielgruppen.


3 Dann erhalten Sie einen individualisierten Fragebogen zur Vorbereitung des Workshops und eine Agenda mit Zielvorgaben.


4 Ready für das Brainstorming? Wir setzen uns zusammen - rechnen Sie mit 3-6 Stunden.  (Tut gar nicht weh! Auch wenn ich schon mal den Finger auf einen wunden Punkt lege, hat das nichts mit sadistischen Anwandlungen zu tun) Wer am Meeting teilnimmt, wird vorher klar definiert. Ggfs. führe ich einzelne Gespräche/Telefonate im Haus.


5 Dann werte ich aus. und erarbeite ein Dossier zu den Workshop-Ergebnissen und ein Manual zur Umsetzung im Hause.


6 Sie setzen intern um - und nehmen dabei meine begleitende Unterstützung in Anspruch. Alternativ: Wir besprechen, wie ich bei der Umsetzung - Umarbeitung und/oder Neuerarbeitung - aktiv werden soll. 


7 Wir bleiben in Kontakt! Nach einem individuellen Turnus (einmal pro Monat oder Quartal?) komme ich auf Sie zu und checke den Status und/oder nehme Nachbesserungen bzw. Erweiterungen vor


8 Honoriert wird nach Stunden- oder Tagessätzen bzw. Paketpreisen, die bestimmte Leistungen definieren. Fragen Sie gerne telefonisch nach den aktuellen Sätzen. 


Hört sich doch an, als ob dies auch Spaß machen könnte? Ja, klar. Kreativ. Humorvoll. Intensiv. So soll's sein!



2018 ist das Jahr der Venus - welches Jahr könnte sich besser eignen, die sinnlichen Saiten des Unternehmens anklingen zu lassen? Das klingt gar nicht nach Business, sagen Sie? Oh doch. Die Astrologen verheißen ein prospektives Jahr - ob für jeden gleich erfolgreich und lustvoll, hat natürlich auch mit der persönlichen Sternkonstellation zu tun. Und so könnte es aussehen - mehr: 


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Tags: Corporate Wording, Branding, Positionierungsworkshop, Unternehmensstrategie,  Unternehmensauftritt, Strategie-Workshop




Bildnachweise:

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Foto Musik machende Männer StockSnap_T01FUNAN7Q Dan Gold
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Foto Musiker Bühne StockSnap_6OZSICG4WT joseph Runge






MissWord! Das Alter Ego von Sigrid Jo Gruner
Wort.Kommunikation. Strategie. Text. Buch.

Sigrid Jo Gruner unterstützt  als "MissWord! Manufaktur für das wirksame Wort" Unternehmen, Freiberufler, Berater & Coaches bei   Marktpositionierung, Branding und Unternehmenskommunikation. 

Schwerpunkte:


Strategie- & PR-Beratung, Redaktion und Texttuning, Premiumtext (Web, Magazin, PR), Publikation (E-Book, Whitepaper, Folder), Buchcoaching und Ghostwriting (Sachbuch & Corporate Book für Beratungsprofis und Unternehmen). Charakteristika: Chuzpe, Biss und 30-jährige Berufserfahrung.

Schwerpunktthemen: 

Alles was die Sinne anspricht und Sinn macht. Gesellschaftspolitische Themen, modernes Leben, komplexes B2B, Food, Living, LifeBalance, Persönlichkeitsentwicklung, Business/Führung.