Samstag, 31. März 2018

1a-Grenadas - auf www.missword.de: Sonntagssuppe: Dottergelbe Paprikasuppe

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Sonntagssuppe: Dottergelbe Paprikasuppe

Morgen ist Sonntag, morgen löffeln wir Suppe!


Die Sonntagssuppe kommt diesmal bereits am Samstag, damit Sie noch planen können. Denn dieses wunderschön gelbe Leckerchen bietet sich an für das Bruchbüffet am Ostermorgen, als Vorspeise vor der Lammkeule oder leichter Abendsnack, wenn die Schoggi-Ostereier ihren Tribut fordern. Sie stimmt den Magen friedlich und die Sinne fröhlich - gut verträgt sie sich mit Kräuteromelett oder Eiern Benedikt. *

Paprika genießen wir meist rot-grün - doch die gelbe Schwester ist in ihrer heiteren Farbigkeit und mit ihrem mild-süßen Aroma eine federleichte, delikate, cremige Augenweide. Verwenden Sie möglichst Bio-Ware - es lohnt sich.


Österliche Paprikasuppe


Paprika tricolor


Wir benötigen für 4 Portionen:

4 große, gelbe Paprikaschoten, 200 g Süßkartoffel, 1 Schalotte, 0,5 cm frische Ingwerwurzel, 1 kleine rote Chileschote, 1 kleine Bio-Banane, 1 kleiner Kopf Radicchio, 4-6 gelbe Kirschtomaten, Gartenkresse und/oder Korianderblätter, Kokosöl, Salz, Pfeffer,  Cayenne, Chilifäden oder Orangenpfeffer, Prise Kurkuma und/oder Curry, Saft einer halben Blutorange oder einer Limette, 1 L Gemüsebrühe (will man es kräftiger, dann Geflügel- oder Lammbrühe), 1 Tasse Milch (ersatzweise Sojamilch), 4-6 TL süße Sahne.

Die gelbe Paprika verträgt gut eine Prise Scharfes, Salziges und Saures - wer es also herzhaft mag, verwendet statt Banane, Blutorangensaft und Orangenpfeffer vielleicht auch mal Kapern, Oliven, Limette oder Balsamico, Zitronengras und/oder Chili.


Und so einfach geht's:

1 Gemüse vorbereiten: Paprika entkernen, vierteln, hacken, 1 Viertel in feine Streifen schneiden und für die Deko zurücklegen, Chili entkernen, Ingwer schälen und zerkleinern, Süßkartoffel schälen und in feine Würfel hacken, Schalotten in Ringe schneiden, Blutorange entsaften, Banane und Radicchio-Blätter fein schneiden. Kirschtomaten halbieren oder vierteln, Kresse mit einer Schere vom Beet schneiden.

2 Im erhitzten Kokosöl zunächst Ingwer, Schalotten und Chili andünsten, dann Paprika und Süßkartoffel zufügen. Farbe annehmen lassen. Salzen und pfeffern.

3 Mit Brühe und Milch angießen, 10 Minuten garen lassen, kurz vor Garende die Bananenstücke zufügen. Gemüse in der Brühe fein pürieren, abschmecken mit Cayenne, Kurkuma und/oder Prise Curry, Orangenpfeffer und Salz nach Geschmack, Orangensaft zufügen. Evtl. durch ein Sieb streichen.

4  Suppe in gewärmte Schalen füllen und nach Lust und Laune mit Paprikastreifen, Radicchio, Kresse, Koriander und/oder Tomatenviertel garnieren. Flüssige süße Sahne darüber träufeln. - Variante: Kokosstreusel, geröstete Pinienkerne oder gehackte gesalzene Pistazien statt Kirschtomaten. 

Diese Suppe basiert auf folgendem Grundrezept: https://www.brigitte.de/rezepte/gelbe-paprikasuppe-10553392.html



Paprikaschoten, besonders die rote und gelbe, strotzen vor Vitamin C, Betacarotin und Folsäure -  was nachweislich das Immunsystem stärkt und vor Sonnenschäden schützt. Daher ist der farbenfrohe Salat gerade im Sommer in schöner Gemeinsamkeit mit Tomate, Basilikum, Schafskäse, roter Zwiebel und Olive schwer beliebt und leicht im nehmen. Leider sind die neckischen Schoten nicht ganz unbelastet, Pestizide machen ihnen zu schaffen. Daher - immer gut abbürsten und trocknen oder besser gleich: Bio, bio! 

Noch mehr Lust auf Ostersuppen?

http://sigridjogruner.blogspot.de/2016/03/mittwochssuppe-grundonnerstagssuppe-aus.html

http://sigridjogruner.blogspot.de/2014/04/mittwochssuppe-was-war-fruher-da-das-ei.html

* Apropos Eier:

Eier haben Ostern Hochsaison
Eier Benedikt schmecken natürlich nicht nur an Ostern, doch gerade dann besonders gut. Die aus den USA zu uns gekommene Brunchspezialität besteht aus einem pochierten Ei auf einer dicken Scheibe geröstetem Brot, die mit kross gebratenem rohem Schinken (z.B. Südtiroler Speck) und Sauce Hollandaise getoppt ist. 

Auch hier darf die Fantasie sich austoben - länderbedingt trifft man Eier Benedikt (unter anderem Namen) auch mit gedünstetem Spinat statt Schinken oder Speck an, Räucherlachs, Kaviar oder Avocado und in der Country-Variante auf Muffins oder Biskuits in schöner Einigkeit mit einem dünnen Burger und schwerer Gravy. 

Super zum Osterfrühstück: Puristen häufeln in ihr weich gekochtes Ei 1,2 Tl Forellenkaviar oder Lachstatar. Falls Sie Gänseeier bekommen .. zugreifen!


Genüssliche Ostertage!




Tags: Paprikaschote, Eier, Ostern, Paprikasuppe, Ostersuppe, gelbe Paprika

Bildnachweis: 
Paprika: Pixabay Uwe Tuchen
Eier: Pixabay Monicore










MissWord! Sigrid Jo Gruners Alter Ego

Wort.Kommunikation. Strategie. Text. Buch.

Sigrid Jo Gruner unterstützt  als "MissWord! Manufaktur für das wirksame Wort" Unternehmen, Freiberufler, Berater & Coaches bei Marktpositionierung, Branding und Unternehmenskommunikation. 

Schwerpunkte: 
Strategie- & PR-Beratung, Redaktion & Texttuning, Premiumtext (Web, Magazin, PR), Publikation (E-Book, Whitepaper, Folder), Buchcoaching und Ghostwriting (Sachbuch & Corporate Book für Beratungsprofis und Unternehmen). Eigene Autorenprojekte (narrativ/szenisch)



Charakteristika: Leidenschaft, Empathie und Chuzpe und 25-jährige Selbstständigkeit.

Schwerpunktthemen: Alles was die Sinne anspricht und Sinn macht. Gesellschaftspolitische Themen, modernes Leben, komplexes B2B, Food, Living, LifeBalance, Persönlichkeitsentwicklung, Business/Führung.




Freitag, 30. März 2018

1a-Grenadas - auf www.missword.de: Aufgespießt: Wohin mit den Singles an Ostern?

1a-Grenadas - auf www.missword.de: Aufgespießt: Wohin mit den Singles an Ostern?: Ostern für Singles oder: Mal wieder ins Grandhotel! Man kennt das, eigentlich will man an Ostern gar nicht verreisen - immer dem Mainst...

Samstag, 10. März 2018

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1a-Grenadas - auf www.missword.de: Sonntagssuppe: Pastinake mit Wasabi und Grünkohlch...: Heute ist Sonntag, heute gibt's Suppe! Pastinake mit Wasabi? Klingt exotisch, schmeckt delikat, geht leicht. Als Vorsuppe im ausg...

Sonntagssuppe: Pastinake mit Wasabi und Grünkohlchips

Heute ist Sonntag, heute gibt's Suppe!




Pastinake mit Wasabi? Klingt exotisch, schmeckt delikat, geht leicht. Als Vorsuppe im ausgehenden Winter eine kleine lindgrüne Vorfreude auf den Frühling. Warum Wintergemüse einen solchen langweiligen Ruf genießt, ist mir ein Rätsel.

Clean eating ist leicht, lecker, luftig. 



Grüne Pastinakencreme: Zartgrün, würzig-feurig, sensibel im Aroma

Die Vielfalt im winterlichen Gemüsebeet ist enorm. Sie ist regional zu kriegen und daher nicht nur frischer, sondern auch umweltverträglicher. Warum sollte man jetzt grüne Bohnen aus Südafrika in den Topf schnippeln, wenn es Chinakohl, Grünkohl, Chicorée und  Schwarzwurzeln, Rosenkohl, Lauch, Sellerie, Petersilienwurzel und rote Bete von nebenan gibt? 





Grüne Pastinakencreme mit Wasabi und Kohlchips




Wir benötigen:

500 g Pastinaken, 1 große mehlige Kartoffel, 0,5 cm Ingwerwurzel, 1 Tl grüne Currypaste, 1 grüne Chileschote, frische Petersilie, Salz, Pfeffer, ein knapper Liter Gemüse- oder Rinderbrühe, 50 ml Sahne, 1 bis 2 Msp Wasabi, Spritzer Weißwein Spritzer Zitrone. Feine Grünkohlstücke, die in einen Öl-Salz-Sambal-Mix getaucht und im Backofen geröstet werden.

Und so geht's:

1 Die Pastinaken (auch Petersilienwurzeln genannt) und die Kartoffel schälen, klein würfeln, ebenso den Ingwer. Chili entkernen und in feine Ringe schneiden. Petersilie fein hacken.

2 Die Brühe sprudeln lassen und die Gemüsewürfel darin gar köcheln. Pürieren, mit grüner Currypaste, Salz, Pfeffer, Zitrone, Wasabi, Spritzer Weißwein abschmecken. Sahne einrühren.Kurz aufwallen lassen.

3 Vor dem Servieren feine Meerrettichkrümel und/oder Petersilie darüber streuen und mit den Grünkohlchips servieren.

Eine tolle Basissuppe, die viele Varianten erlaubt: Statt Petersilie Dill verwenden und mit Lachstartar krönen. Statt grünem Chili, Currypaste und Wasabi die scharf-süße Seite der Pastinake entdecken mit Cayennepfeffer, roter Schote und getrockneten Tomaten. Oder die orange Variante mit Safran, Mangochips und Jakobsmuscheln. Oder ganz solide und herzhaft mit Muskat und Tiroler-Speck-Krüstchen. - WOW!



Die Mutter aller Kräuter: Petersilie




Bildnachweise:
Petersilie: Pixaybay, Mimzy
Grüne Suppe: Stocksnap.io, Rawpixel.com


Tags:  Pastinake, Grünkohl, Wasabi, Meerrettich, Wintergemüse













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Sonntag, 4. März 2018

1a-Grenadas - auf www.missword.de: Mikrostory: Die Befreiung

1a-Grenadas - auf www.missword.de: Mikrostory: Die Befreiung: Ein Mann schreckt auf seinem Bett hoch und erkennt, dass er über Nacht in einen Käfer verwandelt worden ist. Von wem? Warum? Darüber ...

Mikrostory: Die Befreiung



Mikrostory. Die Befreiung




Ein Mann schreckt auf seinem Bett hoch und erkennt, dass er über Nacht in einen Käfer verwandelt worden ist. Von wem? Warum? Darüber denkt er nicht lange nach, sondern stellt sich auf die geänderten Verhältnisse ein. Natürlich fällt ihm sofort die Verwandtschaft zu Kafkas Gregor Samsa auf. Er hält es aber für unwahrscheinlich, dass dabei ein Zusammenhang besteht. Kafka hat er das letzte Mal vor 27 Jahren als Pennäler gelesen. Er glaubt nicht, dass dies einen besonders starken Eindruck auf ihn hinterlassen hat. 

Dennoch ist er ein wenig besorgt. Wie geht’s jetzt weiter? Er lernt erst einmal mit seinen vervielfältigten Beinen klar zukommen, Kriechen kapiert er schnell, die Schwerkraft hält seinen nun sehr leichten Körper platt über den weißen Betthügeln, auf denen er hin und her trippelt. Er bleibt umsichtig und denkt daran, sich Vorräte anzulegen. Immerhin weiß er nicht, wie lange dieser Zustand anhalten wird. Vielleicht wird er sich nie mehr ändern?

Diese Vorstellung macht ihm doch ein wenig zu schaffen. Schließlich hat er noch viele Dinge vor, die er zwar als Mensch bewerkstelligen könnte, als Käfer sich aber abschminken muss, z.B. wollte er noch einen Baum pflanzen, ein Haus bauen und einen Sohn zeugen. Letzteres wäre ja wohl noch möglich, aber die Fortpflanzungsstrukturen der Käfer sind ihm ein wenig unklar. Außerdem fehlt ihm dazu schlechterdings ein weibliches Pendant. Braucht er unter den gegebenen Umständen jetzt noch ein Haus? Nicht wirklich. Bliebe der Baum. Wenn er sich in der Größe bescheiden würde, könnte er es schaffen, einen zierlichen Bonsaisetzling oder ein stämmiges Grashälmchen in die Erde zu setzen – das ginge ja so là là. Aber wird ihn das befriedigen? Er hatte immer hohe Ansprüche an sich und seine Leistung. Ein derartiger Niveauverlust wäre eine schwer zu schluckende Blamage.

Über diesen Überlegungen vergeht der Vormittag. Als sich die Mittagsstunde mit Magenkneifen meldet, muss er den Absprung in die neue Welt wagen. Er klammert sich an die Bettkante und zuckt ungelenk mit seinen Flügelchen. Die Welt unter ihm ist ein bodenloser Abgrund. Über ihm wölbt sich das All. Felswände dehnen sich schwindelnd steil nach oben und verlieren sich in einem weiten Himmel; Bergmassive ragen mit schründigen Oberflächen in den Raum hinein. Unerreichbar. In den Schluchten lauern Gefahren. Zähnefletschende Ungeheuer, die er, als er noch Mensch war, Katze oder Hund genannt hat und deren gierige Mäuler nach ihm schnappen oder die Heimtücke weicher Teppiche, in deren Fülle er ertrinken würde. Auch fürchtet er sich vor den Patschhänden kleiner rosiger Monster mit blonden Locken, die ihm die Beine auszureißen nicht zögerten.

Das Herz in seinem Chitinpanzer wird ihm eng, der Atem knapp, auf sechs schlotternden und sich verknotenden Beinchen schwankt er hin und her. „Schutzengel, wo bist Du?“ Um ihn herum dreht sich das Zimmer. Schließlich beugt er sich nach vorn, murmelt beschwörend „Alle guten Geister, steht mir bei!“ und kippt nach unten. Sein Fall ist der eines ausladenden Mannes auf einem Sprungbrett, der wie ein Sack ins Wasser plumpst. Er ist ja noch in der Käferlernphase.

Er knallt auf Holz und bleibt eine Weile betäubt liegen, um seine geknickten Fühler zu entwirren. „Uff, das war hart“, stöhnt er. Viel Zeit sich zu sammeln hat er nicht. Vor seinem Kopf bewegt sich eine grellrote Masse bedenklich nahe auf ihn zu. „Zu Hilf“, schreit er gellend, „Vorsicht.“ Gleich wird sich der filzige Klumpen über seinem Kopf erheben, um auf ihn niederzufahren und den zuckenden Käferleib zu zerdrücken. Keuchend wirft er sich seitwärts auf den Rücken und zappelt hilflos. Hätte er jetzt nur eine weiße Fahne oder ein Megaphon, um in der Weite des Universums auf sich aufmerksam zu machen! 

Etwas in ihm sagt ihm aber, dass er sich gar nicht mehr anstrengen muss, zerquetscht unter einem roten Ungeheuer würde er seinen letzten Seufzer tun, das war sein Schicksal. In Sekundenschnelle rast sein Leben an ihm vorbei. Alles was er geliebt, getan, versäumt und bereut, seine ganze kleine Existenz. Da fällt ihm auf, dass es gar nicht so schlecht gelaufen ist, sein Leben. Er hat geliebt, genossen, gearbeitet, nun ist es wohl vorbei. Er seufzt und ergibt sich in das Unvermeidliche.

Als Otto K. durch verklebte Lider in das grelle Licht des Morgens blinzelt, findet er sich auf dem Boden wieder, mit der einen Hand an einen Bettpfosten geklammert, mit der anderen in den roten Pantoffel seiner Frau verkrallt. Aus der Küche dringt Emmas energische Stimme: „Steh endlich auf, du Faulpelz, Frühstück!!“ 

Zum ersten Mal, seitdem sie sich kannten, entgegen all seiner Gewohnheit, ist Otto ungehorsam. Er rappelt sich hoch, reckt seine klammen Glieder, bis die Gelenke knacken wie ein Panzer, der jäh aufbricht und richtet den verknautschten Schlafanzug. Dann kickt er den roten Damenpantoffel in die Ecke und steigt seelenruhig zurück in seine Kissenhöhle. Selbst als die Tür aufgerissen wird, regt er sich nicht. Er ist schon wieder eingeschlummert, die Decke bis zum Kinn gezogen, auf seinen weichen Zügen liegt ein breites Lächeln, sein Atem geht tief und regelmäßig.

Otto K. ist auf dem Weg zu sich selbst und nichts, aber schon gar nicht seine Emma würde ihn davon abbringen können.


Rechte vorbehalten: Sigrid Jo Gruner







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Käfer:  Pixabay, amadysasi